Amateure

Niedersachsen: Ja zum Abbruch, Nein zu sonstigen Anträgen

Kein Aufstieg für Zweite und Hinrundenerste

Niedersachsen: Ja zum Abbruch, Nein zu sonstigen Anträgen

Günter Distelrath, Präsident des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV)

Fordert eine komplette Aufhebung der Beschränkungen für den Fußball im Freien: Günter Distelrath, Präsident des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) imago images

Das Wichtigste zuerst: Die Amateurfußball-Saison 2019/20 wird auch im Gebiet des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV) nicht fortgesetzt. Für diesen Schritt stimmte ein außerordentlicher Verbandstag am Samstagvormittag. Die Pokalwettbewerbe sollen indes zu einem späteren Zeitpunkt sportlich zu Ende gebracht werden.

Neben diesem erwartbaren, gleichzeitig gravierenden Beschluss, wurden aber auch einige Anträge abgelehnt: Eine komplette Annullierung der Saison fand ebenso klar keine Mehrheit wie das Ansinnen, dass zusätzlich die Hinrundenersten und die aktuellen Tabellenzweiten aufsteigen. Nur die vor der Corona-Pause Erstplatzierten - sofern es in einer Liga nicht mehrere Aufstiegsplätze gibt - werden auf Grundlage der Quotientenregelung eine Liga höher eingestuft, Absteiger gibt es indes nirgends.

Während die Delegierten am heimischen Rechner saßen, stand NFV-Präsident Günter Distelrath mit der Verbandsspitze in Hannover im Peppermint Pavillon des Expo Parks und richtete folgende Botschaft an die niedersächsischen Amateurklubs: "Wir mussten in einer noch nie dagewesenen Ausnahmesituation alle gemeinsam überlegen, wie wir zu belastbaren und nach Möglichkeit nicht angreifbaren Ergebnissen im Umgang mit der Saison 2019/20 kommen, die den Vereinen zugleich eine gewisse Planungssicherheit bietet. Und dies vor dem Hintergrund, dass natürlich die politischen und behördlichen Anordnungen jederzeit zu beachten sind." Klar sei dem Verband laut Distelrath immer gewesen, dass es keine "allumfassende Patentlösung gibt, die alle Vereine jubeln lässt".

Sämtliche Einschränkungen sollen weg

Doch wann können die Vereine wieder jubeln, und zwar auf dem grünen Rasen? Da muss sich der Verband ganz nach den Vorgaben aus der Politik richten. Distelrath stellte aber klar: "Untersuchungen weisen darauf hin, dass Fußball, anders als Boxen oder Ringen zum Beispiel, keine Kontaktsportart im Sinne langanhaltender, statischer Ganzkörperkontakte mit hohem Infektionsrisiko ist. Vielmehr ist Fußball eine Sportart mit Kontakt über wenige Sekunden mit geringer Kontaktfläche. Vor diesem Hintergrund scheint es vertretbar, die Einschränkungen des Fußballspielens im Freien komplett aufzuheben."

stw

Galerie: Saisons 2019/20 und 2020/21 - so planen die Verbände