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Bergdorf-EM: Thüringer Team will auf den Gipfel

Mit dem Bürgermeister als Kapitän

Bergdorf-EM: Thüringer Team will auf den Gipfel

In Gspon im Schweizer Kanton Wallis soll die Bergdorf-Europameisterschaft über die Bühne gehen. imago images / Geisser

Eine Fußball-EM ohne Deutschland? Nein, das kann es nicht geben. Auch nicht beim selbsternannten "außergewöhnlichsten Fußballturnier der Alpen", der Bergdorf-Europameisterschaft 2020 in Gspon im Schweizer Kanton Wallis, hoch in den Bergen in 1893 Metern über dem Meeresspiegel.

Nachdem das ursprünglich aus Mainleus im Landkreis Kulmbach/Bayern angekündigte "Team Deutschland" wegen der nach wie vor Corona-bedingten Einschränkungen in diesem Jahr auf eine Teilnahme verzichten muss, freut sich Turnier-Organisator Fabian Furrer auf die Vertretung des FC Steinbach-Hallenberg aus dem Thüringer Wald. Gemeinsam mit Sportbuch-Autor Mirco Robus ("Was hat das alles mit Fußball zu tun?") hat dort die Sängerin und TV-Moderatorin Kristin Lenk die Kontakte zu den Eidgenossen geknüpft und fungiert nunmehr als "Gesicht des Teams" bei dieser nationalen Aufgabe. "Kristin ist ein Aushängeschild für unsere Region und hat mit dem Talk im Thüringer Wald die Bekanntheit unserer Heimat enorm gesteigert", lobt Markus Böttcher die Künstlerin und ihre Gesprächsreihe mit prominenten Gästen. Der Bürgermeister von Steinbach-Hallenberg selbst fungiert unterdessen als Kapitän der Mannschaft, die bei dem seit 2008 stattfindenden Traditionsturnier die deutschen Farben leuchten lassen soll.

Im Unterschied zur "großen" EM machte die Pandemie dem Event oberhalb der Gemeinde Staldenried keinen Strich durch die Rechnung. Nicht, wie ursprünglich geplant, schon im Juni, sondern am letzten Augustwochenende soll der Ball in der "Ottmar-Hitzfeld-Gspon-Arena" rollen. Vertretungen aus Belgien, Spanien, England, Schweden, Frankreich, Italien, Österreich und eben Deutschland wollen mit den Schweizer Gastgebern, gecoacht vom ehemaligen Bundesligatrainer und -manager Martin Andermatt, in den Gruppen- und Finalspielen von jeweils 15 Minuten Länge auch auf den sportlichen Gipfel klettern. Das Geschehen auf dem Kunstrasen-Kleinfeld können dabei bis zu 1200 Fans von einer Naturtribüne aus mitverfolgen.

Michael Richter