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Europacup: UEFA benennt zwei Optionen - aber Ligafußball hat Vorrang

Verband unterstreicht Dringlichkeit der sportlichen Entscheidung

Europacup: UEFA benennt zwei Optionen - aber Ligafußball hat Vorrang

Die begehrteste Trophäe im europäischen Vereinsfußball: Hält sie dieses Jahr ein Klub hoch? imago images

Die Europäische Fußball-Union gab im Anschluss an die Sitzung des Exekutivkomitees am Donnerstag bekannt, dass die Partien im Europacup im Falle einer Liga-Aufnahme parallel gespielt werden sollen. Als Alternative benannte der Verband, dass der Wettbewerb auch nach Beendigung des jeweiligen Ligabetriebs im August beendet werden könne. Dabei hätten die Ligen weiterhin Vorrang.

Nachdem in Schottland und Belgien jeweils ein Abbruch der Saison droht - in den Niederlanden ist dieser aufgrund einer Regierungsentscheidung ja schon beschlossen -, forderte die UEFA seine Verbände erneut "nachdrücklich" dazu auf, "alle möglichen Optionen" für eine Wiederaufnahme zu prüfen. Hintergrund ist die Qualifikation zur kommenden Europapokal-Saison 2020/21, die idealerweise auf sportlichem Weg erfolgen solle.

UEFA betont Dringlichkeit der sportlichen Entscheidung

Wie wichtig dieses Thema für die UEFA ist, zeigt die Anregung, im Notfall das Format der Liga zu ändern, um doch noch eine sportliche Entscheidung herbeiführen zu können. Kommt es doch zu einem Saisonabbruch, ist der nationale Verband Entscheidungsträger, was die Europapokal-Teilnehmer anbelangt. Dabei sollen die "sportlichen Erfolge" der Saison 2019/20 ausschlaggebender Faktor bleiben.

Spekulationen darüber, ob ein mögliches Champions-League-Finale am 29. August stattfinden könne, wurden nicht offiziell bestätigt. Das Endspiel der Europa League könnte dann am 27. August ausgetragen werden. Die Austragungsorte mit Istanbul für die Königsklasse und Danzig stehen bislang nicht infrage.

jch/dpa