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Casillas über Herzinfarkt: "Ich hatte Angst zu schlafen"

Torwart-Ikone hält Rückkehr auf den Platz für unwahrscheinlich

Casillas über Herzinfarkt: "Ich hatte Angst zu schlafen"

Iker Casillas

Karriereende in Sicht: Iker Casillas wird wohl nicht mehr in einem Pflichtspiel auf dem Rasen stehen können. imago images

"Nach dem Herzinfarkt war ich ungefähr einen Monat lang traurig", erzählte Casillas in einem Interview mit dem Klub-TV des FC Porto. "Ich hatte Angst zu gehen, zu schlafen und mich körperlich anzustrengen. Es war unmöglich." Zwar fühle er sich mittlerweile wieder gut, doch das sei auch bedingt durch Medikamente, die er nehme, sagte der Weltmeister von 2010. "Ich denke, nur Ärzte können sagen, was ich kann oder nicht", so Casillas.

Am 1. Mai 2019 hatte der fünfmalige Welttorhüter im Mannschaftstraining des FC Porto eine Herzattacke erlitten. "Einige Dinge haben sich seitdem geändert, hauptsächlich in meinem Kopf", erklärte der 38-Jährige nun. Er habe unter anderem "begonnen, Momente mehr zu schätzen".

Karriereende wahrscheinlich - doch der nächste Job wartet

Nach dem Infarkt hatte Casillas zunächst sein Karriereende bekanntgegeben, dieses später aber aufgeschoben. Im vergangenen November konnte der Spanier erstmals wieder ein verkürztes Training absolvieren. In einem Spiel stand der 38-Jährige seit dem Vorfall aber nicht mehr auf dem Platz. Es sei auch unwahrscheinlich, dass sich das noch ändere, sagte Casillas nun: "Man muss realistisch sein: Das Wichtigste ist meine Gesundheit."

Sein Vertrag beim FC Porto läuft am 30. Juni aus. Sollte er seine Spielerkarriere dann endgültig beenden, könnte der nächste Job bereits warten: Am Freitag gab Casillas bekannt, für den Vorsitz des spanischen Fußballverbands zu kandidieren. Die Wahl soll im Mai oder Juni stattfinden.

mib/dpa