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VW T-Roc Cabriolet: SUV als Sonnyboy

Crossover wird Cabrio - Markteinführung 20. März - Preise ab 27.495 Euro

VW T-Roc Cabriolet: SUV als Sonnyboy

VW T-Roc Cabriolet

VW T-Roc Cabriolet: Derzeit das einzige offene SUV auf dem Markt. Hersteller

Wenn man so will, musste das T-Roc Cabriolet schon in Quarantäne, bevor es überhaupt auf den Markt gekommen ist: Das Corona-Virus brachte den neuen Luftikus um seinen ersten großen Auftritt - die Fahrvorstellung für Journalisten musste abgesagt werden. Vorerst also keine Fahreindrücke von dem Crossover, den es jetzt auch als Cabrio gibt.

Erfolglose Vorgänger

VW ist nicht der erste Automobilhersteller, der einem SUV das feste Dach nimmt. 2011 hatte Nissan eine solche Mutprobe mit dem Murano CrossCabriolet unternommen, mangels Erfolg wurde das Experiment aber 2015 auch schon wieder beendet. Eine ähnlich kurze Lebensspanne war dem Range Rover Evoque Cabrio beschieden - 2016 kam es auf den Markt, 2019 erfolgte das Aus.

Dass Wolfsburg die Idee eines offenen Crossovers bzw. SUVs umtreibt, war bereits auf dem Genfer Automobil Salon 2016 zu besichtigen. Dort stand die im Polo-Format angelegte Studie T-Cross Breeze zur Schau - und wurde prompt als Kopie des Evoque Cabrios verspottet.

VW T-Roc Cabrio

Nicht mit Allradantrieb: Der offene T-Roc ist eher zum Flanieren gedacht. Hersteller

Vielleicht hat VW ja aber einmal mehr den längeren Atem. Der offene Murano ist Geschichte, der luftige Evoque ebenso. Doch am 20. März fährt VW sein erstes SUV-Cabrio zum Händler - nicht auf T-Cross-Basis wie die einstige Genf-Studie, sondern mit dem größeren T-Roc als fester Grundlage.

Mit Stoffkapuze

Zwei Türen, vier Sitzplätze, Stoffverdeck: Das sind die wichtigsten Zutaten für den 4,27 Meter langen Sonnyboy. Das Textildach des T-Roc Cabriolets öffnet vollautomatisch binnen neun Sekunden, bis 30 km/h funktioniert das Entblättern auch während der Fahrt.

Die 392 Liter Kofferraumvolumen des geschlossenen Modells schrumpfen bauartbedingt auf 280 Liter. Immerhin, und das ist für Cabrios nicht selbstverständlich, kann zum Preis von 775 Euro eine abnehmbare Anhängerkuppplung geordert werden. Das ist auch für Radl-Freunde interessant, die einen Fahrradträger aufsetzen wollen.

Volldigitales Cockpit

Die Inneneinrichtung wiederum lässt sich auf Wunsch mit dem volldigitalen Cockpit (500 Euro) aufwerten, für das dann aber Multifunktionslenkrad (190 Euro) und das Top-Infotainment "Discover Media" (965 Euro) Voraussetzung sind.

Der Antrieb erfolgt über zwei TSI-Benziner: Einen Einliter-Dreizylinder mit 85 kW/115 PS oder einen 1,5-l-Vierzylinder mit 110 kW/150 PS und automatischer Zylinderabschaltung. In Verbindung mit dem Vierzylinder lässt sich auch ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bestellen.

VW T-Roc Cabrio

Lässt Luft rein: Interieur mit optionalem Digital-Cockpit. Hersteller

Nicht auszuschließen ist, dass VW zu einem späteren Zeitpunkt analog zum geschlossenen Modell eine superstarke "R"-Variante mit 221 kW/300 PS nachschieben wird.

Zwei Ausstattungsvarianten sind für das T-Roc-Cabriolet verfügbar: Einmal "Style" (unter anderem mit Alurädern, Klimaanlage, Spurhalte- und Notbremsassistent, Müdigkeitserkennung und Radio "Composition"), zum zweiten "R-Line", dann beispielsweise mit Sportfahrwerk, Fahrprofilauswahl, Progressivlenkung. Die Preise beginnen bei 27.495 Euro.

Ende der Cabrio-Flaute

VW lässt den offenen T-Roc bei Karmann in Osnabrück bauen. Dort folgt er der Tradition von illustren Vorgängern wie dem Käfer Cabrio, dem Karmann Ghia Cabrio oder dem Golf Cabrio.

Gleichzeitig beendet VW mit dem T-Roc Cabrio seine persönliche Cabrio-Flaute: Nach dem Aus für das Golf- und für das Beetle-Cabriolet hatte es zuletzt kein offenes Modell mehr im Programm gegeben.

Ulla Ellmer

VW T-Roc Cabriolet in Kürze:

Wann es kommt: Marktstart am 20. März 2020

Wen es ins Visier nimmt: Kein Konkurrent am Markt

Was es antreibt: Dreizylinder-Benziner mit 85 kW/115 PS, Vierzylinder-Benziner mit 110 kW/150 PS

Was es kostet: Ab 27.495 Euro

Was noch folgt: Eventuell eine R-Variante mit 221 kW/300 PS