Australien und Irland haben das Nachsehen

Neuseeland und England mit Wucht - Duell im Halbfinale

Englands Jonny May ist schneller als Australiens Samu Kerevi und erzielt seinen zweiten Try.

Englands Jonny May ist schneller als Australiens Samu Kerevi und erzielt seinen zweiten Try. Getty Images

Es war am Ende ein klares Ergebnis von 40:16, mit dem England in Oita gegen Australien siegte und sich dadurch erstmals seit zwölf Jahren wieder für ein Halbfinale einer Rugby-WM qualifizieren konnte. Das Resultat spiegelt aber nicht ganz den Spielverlauf wider.

May kontert Lealiifanos Straftritt doppelt

Denn Australien war besser, als es die 24 Punkte Rückstand ausdrücken. So gingen die Wallabies durch einen Straftritt von Christian Lealiifano früh in Führung. Diese konterte aber Jonny May, der binnen vier Minuten zwei Versuche erzielte und seinen Farben somit ein Polster verschaffte. Ein Straftritt von Owen Farrell sorgte dann für die 17:9-Pausenführung der Engländer.

Nach dem Seitenwechsel kam Australien durch einen Versuch von Marika Koroibete in der 44. Minute bis auf einen Punkt an die Engländer heran und hoffte auf die Wende. Die Freude Australiens währte aber nur kurz, denn Kyle Sinckler schlug nur 120 Sekunden später mit einem Versuch zurück. Die Wallabies wehrten sich zwar auch anschließend nach Kräften, doch England stand in der Defensive sicher und baute durch Straftritte von Farrell seine Führung noch aus. Kurz vor dem Ende legte dann Anthony Watson noch einen Versuch für England nach.

"Australien hat seinen Teil zu einem großartigen Spiel beigetragen", lobte Englands Kapitän Farrell nach der Partie den unterlegenen Gegner. "Sie uns ständig attackiert, aber unsere Defensive stand sicher. Wir wollten eigentlich unser Tempo spielen, was uns erst in der zweiten Hälfte gelungen ist."

Neuseeland setzt Ausrufezeichen gegen Irland

Noch eindeutiger war das zweite Viertelfinale zwischen Neuseeland und Irland. Der Titelverteidiger, der zuletzt zweimal gegen die Iren verloren hatte, dominierte von Beginn an die Partie in Chofu nahe Tokio. Bereits in den ersten 40 Minuten gelangen den All Blacks drei Versuche, die Man in Green hatten dem nichts entgegenzusetzen.

Zweimal war es Aaron Smith, der den Weg in die Endzone der Iren fand, einmal Beauden Barrett. Barrett gilt als einer der schnellsten Spieler in der Rugby-Welt und lief nach einem Kick der Neuseeländer allen Iren auf und davon. Mit 22:0 wurden die Seiten gewechselt.

Die Dominanz des Titelverteidigers setzte sich auch in Durchgang zwei fort, die All Blacks zogen auf 34:0 davon. Den Iren drohte ein punktloses Spiel, doch Robbie Henshaw und ein Penalty Try brachten 14 Punkte für die Iren. Neuseeland hatte aber kein Pardon und erhöhte in der Schlussphase noch auf 46:14

jer