U 21: Baku und Hack wieder Optionen

Kuntz streicht Trio vor Bosnien-Reise

Stefan Kuntz

Fliegt mit 21 Spielern nach Bosnien-Herzegowina: Stefan Kuntz. picture alliance

"Felix Agu, Orestis Kiomourtzoglou und Mats Köhlert werden die Reise nach Bosnien-Herzegowina nicht mit uns antreten. Wir können nur 21 Jungs auf den Spielberichtsbogen schreiben, deshalb werden die Drei schon am Montagmorgen zu ihren Vereinen zurückkehren", informiert Kuntz und erläutert seine Personalentscheidungen: "Statt Felix Agu haben wir uns für Josha Vagnoman entschieden, da er auf beiden Außenverteidigerpositionen einsetzbar ist. Außerdem ist Ridle Baku wieder fit, der ebenfalls rechts hinten spielen kann. Robin Hack ist mittlerweile wieder komplett einsatzfähig, weshalb Mats Köhlert wenig Einsatzchancen gehabt hätte."

Neben dem Osnabrücker Agu müssen in Person von Köhlert (Willem II) und Kiomourtzoglou (Heracles Almelo) gleich zwei Holland-Legionäre die Heimreise antreten. "Mit den ersten Eindrücken von Orestis Kiomourtzoglou sind wir komplett zufrieden. Er hat seine Chance hier genutzt und sich super präsentiert. Es gibt auf seiner Position aber Spieler, die noch mehr Erfahrung haben", urteilt Kuntz über den Debütanten, der im Klub unter dem deutschen Coach Frank Wormuth zu den Stammspielern gehört, in Spanien tatsächlich lange ordentlich im Mittelfeldzentrum spielte, sich dann aber eine unnötige Gelb-Rote-Karte wegen wiederholten Foulspiels innerhalb kürzester Zeit abholte.

Die Automatismen dauern hier gewöhnlich länger, aber wir haben eine hohe Qualität.

Stefan Kuntz

Im kommenden Spiel wird eine gute Balance aus Zweikampfhärte und Cleverness vonnöten sein. Kuntz erwartet ausgeruhte Gastgeber: "Sie haben den Vorteil, dass sie kein weiteres Spiel hatten und so die ganze Woche nutzen konnten, um sich auf das Duell mit uns vorzubereiten. Wir erwarten eine sehr motivierte und taktisch gut eingestellte Mannschaft." Hinzu kommt die typische aggressive Kämpfer-Mentalität einer Balkan-Nation, gepaart mit technischen Stärken durch die vorherrschende Straßenfußball-Kultur.

Kuntz hofft auf gute Abschlüsse

Kuntz formuliert konkrete Erwartungen an sein Team: "In der Defensive müssen wir so arbeiten wie gegen Spanien, mit viel Einsatz und Bereitschaft. In der Offensive sollten die Abläufe jetzt besser funktionieren, da wir nun schon einige gemeinsame Trainingseinheiten hatten und vieles einstudiert wurde. Die Automatismen dauern hier gewöhnlich länger, aber wir haben eine hohe Qualität." Dem 56 Jahre alten ehemaligen Torjäger geht es vor allem darum, dass seine Spieler "sich in der gegnerischen Hälfte früher vom Ball trennen, um eine Dynamik auszulösen und so zu guten Abschlüssen zu kommen."

Carsten Schröter-Lorenz