Bundestrainer mit Neulingen zufrieden - Kimmich fühlt sich geehrt

Löw: "Heute muss man das nachsehen"

Joshua Kimmich (Mi.), Joachim Löw

Kapitän und Bundestrainer: Joshua Kimmich (Mi.) und Joachim Löw nach der Partie gegen Argentinien. imago images

"In der ersten Halbzeit waren wir sehr mutig, beherzt, haben viel Tempo in den Aktionen gehabt und auch gut verteidigt. Das war richtig gut. In der zweiten Halbzeit war Argentinien dann stark, hat sehr gute Qualität eingewechselt. Sie sind dann in die Tiefe gegangenen, während wir ein paar Ballverluste mehr hatten und dann ins Schwimmen gekommen sind. Wir konnten unsere Leistung nicht über 90 Minuten halten. Innerhalb der Mannschaft hätte ich mir da noch ein bisschen mehr Ruhe gewünscht, aber mit den Ansätzen war ich sehr zufrieden", konstatierte Joachim Löw, der nach zahlreichen Absagen am Ende nur noch auf fünf Feldspieler auf der Auswechselbank bauen konnte.

Dass seine Elf gegen die Südamerikaner erneut einen Vorsprung nicht hatte halten können, störte auch den Bundestrainer, wenn auch mit Einschränkung: "Natürlich ärgert es einen immer, wenn man ein 2:0 noch verspielt. Aber heute muss man das ein wenig nachsehen", spielte Löw auf die zahlreichen Umstellungen an. Zumal mit Robin Koch, Luca Waldschmidt, Nadiem Amiri und Suat Serdar gleich vier Spieler in Dortmund ihr Debüt im A-Nationalteam gaben. "Es war sehr positiv, wie sich die wenig erfahrenen Spieler gezeigt haben", sagte Löw, der als Schlussfazit meinte: "Insgesamt haben die Zuschauer, denke ich, ein unterhaltsames und schnelles Spiel gesehen."

Kapitän Kimmich: Zwiegespalten und stolz

Joshua Kimmich war, wie Löw, ebenfalls nur zum Teil zufrieden. "Das Spiel war zweigeteilt. In der ersten Halbzeit standen wir sehr gut, in der zweiten sind wir sehr viel hinterhergelaufen und haben die Bälle zu oft verloren. Dann kriegen wir die Gegentore. Das ist uns jetzt mit der Nationalmannschaft schon ein paar Mal passiert", so der Münchner.

Für den 24-jährigen Kimmich war die Partie gegen die Argentinier - in Vertretung von Manuel Neuer (Bank) - sein erstes Spiel von Beginn an als DFB-Kapitän: "Es ist eine große Ehre. Auch wenn ich vom Alter her noch jung bin, war ich, glaube ich, aber heute schon der Spieler mit den meisten Länderspielen. Es ist in jedem Fall ein ganz besonderes Gefühl, die Kapitänsbinde tragen zu können."

jom

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