Leipzig feiert neunten Auswärtssieg in Folge

Rangnick und das Haar in der Suppe: "Normalerweise ..."

Ralf Rangnick

Perfektionist durch und durch: RB-Trainer Ralf Rangnick. picture alliance

Neuntes Auswärtsspiel im Kalenderjahr, neunter Sieg! RB Leipzig ist 2019 wahrlich kein gerngesehener Gast. Nach Düsseldorf (4:0), Hannover (3:0), Stuttgart (3:1), Nürnberg (1:0), Schalke (1:0), Augsburg (2:1 n.V.), Leverkusen (4:2) und Mönchengladbach (2:1) musste nun auch der HSV (3:1) dran glauben. "Das ist eine Wahnsinnsmannschaft, mit Bayern das Beste in Deutschland", gratulierte Hamburgs Schlussmann Julian Pollersbeck am ARD-Mikrofon.

Insgesamt war es schon das 15. Pflichtspiel in Serie, das Leipzig nicht verlor. Kein Wunder also, dass die Stimmung nach dem Schlusspfiff extrem gut war. "Ich bin richtig stolz", sagte Siegtorschütze Emil Forsberg; "es (das Finale, Anm. der Red.) wird geil", fügte Angreifer Yussuf Poulsen hinzu, der mit seinem Treffer zum 1:0 den Grundstein gelegt hatte.

Leipziger feiern, Rangnick analysiert

Während sich die Spieler noch auf dem Rasen von den knapp 4.500 mitgereisten Fans feiern ließen, ging Trainer Rangnick derweil schon in die erste Analyserunde. "Normalerweise muss das Spiel nach 20 Minuten entschieden sein. Da hätte sich der HSV nicht beklagen können", so der 60-Jährige, der damit wohl allen voran eine kuriose Triple-Chance aus der 16. Minute ansprach, als Poulsen, Werner und Sabitzer innerhalb weniger Augenblicke zweimal Aluminium trafen und damit das 2:0 versäumten. "Es war die schwerere Tour, die wir gewählt haben", setzte Rangnick seine Analyse fort und fügte noch lobende Worte hinzu: "So mussten die Jungs noch einmal richtig Mentalität zeigen."

Das taten sie, gerade weil RB ein "Gegentor aus heiterem Himmel" kassierte, wie es Rangnick nannte. Gerade dem technisch starken Kevin Kampl, der den Treffer zum 1:1 einleitete, dürfte am Ende ein Stein vom Herzen gefallen sein, dass sein Fauxpas nicht den Finaleinzug kostete.

So aber hielt die Leipziger Serie und RB steht kurz vor seinem womöglich ersten Titel der Vereinsgeschichte. "Hoffentlich können wir den letzten Schritt auch noch gehen", meinte Poulsen zum Endspiel, das am 25. Mai im Berliner Olympiastadion stattfinden wird. Gegner wird dann entweder Bayern München oder Werder Bremen sein. Einen Wunschgegner habe Rangnick nicht, ihm sei es "egal" wer kommt.

ssc