Österreich: Conte nicht zufrieden

Tolle Stadioneröffnung: Rapid schlägt Chelsea

Auf und davon: Wiens Tamas Szanto gegen Nemanja Matic (re.).

Auf und davon: Wiens Tamas Szanto gegen Nemanja Matic (re.). Getty Images

Und die Blues erwiesen sich als dankbarer Gast, unterlagen sie doch mit 0:2. Über das gesamte Spiel hinweg war zu sehen, dass die Wiener von Trainer Mike Büskens in der Vorbereitung weiter sind als Chelsea. Rapid machte den besseren Eindruck, hatte zudem qualitativ mehr Chancen und sorgte so dafür, dass der Puls von Chelsea-Coach Antonio Conte nach oben schnellte. Der Italiener agierte gewohnt dynamisch an der Seitenlinie, konnte die Pleite seiner Elf aber auch nicht verhindern.

Das erste Tor im neuen 53 Millionen Euro teuren Zuhause, das an der Stelle des abgerissenen, kleineren Hanappi-Stadions errichtet worden war, erzielte Wiens brasilianischer Neuzugang Joelinton (19) in der achten Minute. Kurz vor Schluss sorgte der Spanier Tomi auch noch für den vielumjubelten Treffer zum 2:0-Sieg und machte den Tag für alle Rapid-Fans nahezu perfekt (82.). Nahezu perfekt war er, weil das Wetter nicht unbedingt mitspielen wollte: Sprühregen anstatt Kaiserwetter.

So schön der Sieg für die Österreicher auch war, große Aussagekraft dürfte er nicht unbedingt gehabt haben. "Für unsere Jungs war das definitiv ein Highlight", sagte Büskens. "Wir wissen das einzuschätzen: Wir waren am Ende der Vorbereitung und Chelsea ist erst am Anfang." Neben der Tatsache, dass die Londoner erst kürzlich in die Vorbereitung gestartet sind, fehlten ihnen auch zahlreiche Nationalspieler und die nötige Frische. "Nach drei Tagen mit doppelten Trainingseinheiten wusste ich, dass es ein schweres Spiel werden wird", stellte Conte klar: "Es ist normal, dass wir Schwierigkeiten bekommen würden, dennoch mag ich es nicht zu verlieren - das gilt auch für die Spieler. Wir sind froh, dass wir das Stadion eröffnen konnten, aber ich bin nicht froh, dass wir verloren haben. Ich will unsere Fans glücklich sehen."

drm