19:39 - 3. Spielminute

Tor 1:0
Ballack
Kopfball
Vorbereitung Hargreaves
Bayern

19:45 - 10. Spielminute

Tor 2:0
Ballack
Foulelfmeter,
Rechtsschuss
Vorbereitung Hargreaves
Bayern

19:54 - 18. Spielminute

Gelbe Karte
Jeremies
Bayern

19:59 - 24. Spielminute

Gelbe Karte
Anfang
K'lautern

20:19 - 44. Spielminute

Gelbe Karte
H. Koch
K'lautern

20:39 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Riedl
für H. Koch
K'lautern

20:44 - 50. Spielminute

Tor 3:0
Pizarro
Rechtsschuss
Vorbereitung Ballack
Bayern

20:55 - 61. Spielminute

Gelbe Karte
Klose
K'lautern

20:57 - 63. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Timm
für Lincoln
K'lautern

21:09 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Scholl
für Zé Roberto
Bayern

21:09 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Fink
für Jeremies
Bayern

21:11 - 78. Spielminute

Rote Karte
Hristov
K'lautern

21:14 - 79. Spielminute

Tor 3:1
Klose
Kopfball
Vorbereitung Tchato
K'lautern

21:15 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (K'lautern)
Teber
für Dominguez
K'lautern

21:17 - 84. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Tarnat
für Lizarazu
Bayern

FCB

FCK

Finale, FC Bayern München - 1. FC Kaiserslautern 3:1 (2:0)

Bayern München holt das "Double"

Trainer Ottmar Hitzfeld musste beim deutschen Meister Bayern München zwei Umstellungen gegenüber der 0:1-Niederlage im letzten Ligaspiel bei Schalke vornehmen: Für die verletzten Robert Kovac (Adduktoren-Anriss) und Deisler (leidet noch an den Folgen einer Grippe) spielten Kuffour und Hargreaves. Gleich drei Neue nach dem 0:2 gegen Hertha BSC präsentierte FCK-Coach Erik Gerets: Für den gesperrten Grammozis kehrte Tchato in die Startelf zurück, Basler wurde von Dominguez ersetzt, im Angriff stürmte Nationalspieler Klose an Stelle von Mifsud.


Das Spiel im Live-Ticker Stimmen zum 60. Pokalendspiel


Immerhin konnte Hitzfeld auf die leicht angeschlagenen Pizarro und Zé Roberto zurückgreifen, während sein Gegenüber Gerets gänzlich auf Sforza (Achillessehnen-Probleme) verzichten musste, der etatmäßige Kapitän Knavs saß nach seiner langen Pause zunächst nur auf der Bank.

Ehe sich Kaiserslautern im mit 70 490 Zuschauern ausverkauften Berliner Olympiastadion überhaupt sortieren konnte, lagen die „Roten Teufel“ auch schon mit 0:2 zurück. Die Bayern begannen aggressiv und mit viel Druck, waren besonders geistig deutlich mehr auf der Höhe als die Pfälzer. Und bereits nach drei Minuten ging der deutsche Rekordmeister in Führung. Freistoß-Flanke von Hargreaves aus dem Mittelfeld, im Strafraum entschwand Ballack seinem Bewacher Lokvenc und überwand den zu zögerlich herauslaufenden FCK-Keeper Wiese per Kopf zum 1:0 für die Bayern.

Nur sieben Minuten später erhöhte Ballack per Foulelfmeter auf 2:0. Tchato hatte zuvor Hargreaves im Strafraum von den Beinen geholt, Schiedsrichter Fröhlich entschied auf Strafstoß. Der Nationalspieler ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte sicher ins linke obere Toreck.

Damit standen die Lauterer bereits nach zehn Spielminuten mit dem Rücken zur Wand. Die Bayern ließen sich in der Folgezeit etwas zurückfallen und versuchten das Spiel zu kontrollieren. Zunächst kamen die Gerets-Schützlinge auch zu zwei guten Gelegenheiten durch Dominguez (11.) und Lincoln (15.), doch damit war der Angriffsschwung des FCK bereits verpufft. Zu zerfahren und planlos waren die Offensivbemühungen der Pfälzer, das Fehlen von Sforza, der dem Spiel Ordnung hätte geben können, machte sich in dieser Spielphase deutlich bemerkbar. Die Bayern-Defensive hatte wenig Mühe, die meist lang auf Lokvenc und Klose geschlagenen Bälle abzuwehren.

Der FC Bayern tat nach der turbulenten Auftaktphase bis zum Seitenwechsel nicht mehr als nötig, um den Vorsprung zu verwalten. Allerdings wurden die Hitzfeld-Schützlinge vom Gegner auch nicht großartig gefordert.

Nach der Pause reagierte Erik Gerets und brachte mit Riedl an Stelle von Harry Koch einen frischen Mann. Doch die Maßnahme brachte nicht den gewünschten Effekt, im Gegenteil, Bayern sorgte nach fünf gespielten Minuten im zweiten Durchgang für die Entscheidung. Ballack spielte den Ball Pizarro in die Gasse. Der Peruaner tunnelte Lembi und traf mit einem frechen Lupfer zum 3:0 für den FC Bayern (50.).

Das 60. Pokalendspiel war spätestens zu diesem Zeitpunkt gelaufen. Mit der sicheren 3:0-Führung im Rücken spielte der FC Bayern nun locker auf, Kaiserslauterns Gegenwehr war endgültig gebrochen. Der Ball lief nun zügig durch die Reihen des „weißen Balletts“, etliche Tormöglichkeiten waren die Folge. Doch Pizarro (54.), Ballack (58.), Sagnol (60.) und Elber (64.) verpassten eine durchaus mögliche Resultatsverbesserung.

Eine Viertelstunde vor Ende der Partie brachte Ottmar Hitzfeld den lange Zeit verletzten Scholl für Zé Roberto sowie Fink und Tarnat, die jeweils zu ihren letzten Auftritten im Profi-Team der Bayern kamen.

Doch nun war es der FCK, der noch einmal Farbe ins Spiel brachte. Zunächst folgte der unrühmliche Höhepunkt des insgesamt enttäuschenden Auftretens der Pfälzer, als Hristov nach einer rüden Attacke gegen Elber die Rote Karte sah (78.). Zwei Minuten später dann aber positivere Schlagzeilen: Weite Flanke von Tchato, im Strafraum gewann Klose das Kopfballduell gegen Lizarazu und erzielte den Ehrentreffer.

Spieler des Spiels

Michael Ballack Mittelfeld

1
Spielnote

3,5
Tore und Karten

1:0 Ballack (3', Kopfball, Hargreaves)

2:0 Ballack (10', Foulelfmeter, Rechtsschuss, Hargreaves)

3:0 Pizarro (50', Rechtsschuss, Ballack)

3:1 Klose (79', Kopfball, Tchato)

Bayern

Kahn 3 - Kuffour 3, Linke 3, Sagnol 3, Lizarazu 3,5 - Jeremies 3 , Hargreaves 2, Ballack 1 , Zé Roberto 2,5 - Pizarro 2 , Elber 4,5

K'lautern

Wiese 4,5 - H. Koch 5 , T. Klos 4, Lembi 5, Tchato 5 - Anfang 4,5 , Hristov 5 , Lincoln 5 , Klose 4 , Dominguez 3,5 - Lokvenc 4,5

Schiedsrichter-Team

Lutz Michael Fröhlich Berlin

2,5
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

70.490 (ausverkauft)

Bayern München hat durch den zu keinem Zeitpunkt gefährdeten 3:1-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern zum elften Mal den DFB-Pokal gewonnen. Matchwinner im 60. Endspiel war Nationalspieler Ballack, der zwei Tore selbst erzielte und eines vorbereitete. Kaiserslautern, das zu keinem Zeitpunkt an die zuletzt in der Rückrunde der Bundesliga gezeigten Leistungen anknüpfen konnte, kann als „Trostpflaster“ den Einzug in den UEFA-Cup aus Berlin mitnehmen.