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Vier Tore, aber drei Verletzte: VfB Stuttgart schlägt Straßburg

Kempf, Gonzalez und Kobel müssen vorzeitig raus

Vier Tore, aber drei Verletzte: Stuttgart schlägt Straßburg

Verletzte sich nach einer starken Einzelaktion: Stuttgarts Nicolas Gonzalez.

Verletzte sich nach einer starken Einzelaktion: Stuttgarts Nicolas Gonzalez. imago images

Gegen den französischen Erstligisten, der bereits zwei Spieltage in der Ligue 1 absolviert hat, kehrte beim VfB Wataru Endo nach überstandener Knieprellung in die Startelf zurück. Mateo Klimowicz stand wegen muskulärer Probleme nicht zur Verfügung. Pellegrino Matarazzo schickte sein Team bei eigenem Ballbesitz mit Dreierkette auf den Platz, gegen den Ball ließ sich Endo in die Abwehr zurückfallen, sodass ein 4-1-4-1 entstand. Die Stuttgarter Defensive wurde in der Anfangsphase aber ordentlich durcheinandergewirbelt.

Nach einem Ballverlust von Anton im Spielaufbau schaltete Straßburg schnell um, Ajorque vollendete per Außenrist zum 1:0 (9.). Nur eine Minute später wurde Wamangituka auf der Gegenseite im Strafraum gefoult, Gonzalez verwandelte den fälligen Strafstoß zum Ausgleich (10.).

Matarazzo stellt um - Kempf muss verletzt raus

Hinten präsentierte sich der VfB jedoch weiterhin äußerst anfällig und bekam keinen Zugriff auf die Gäste, die den Gegner mit einer Mittelfeldraute überraschten. Thomasson schloss eine starke Kombination der Gäste zum 2:1 ab (14.), nur zwei Minuten und einen weiteren Stuttgarter Ballverlust später verhinderten erst der Pfosten und dann Kobel das nächste Gegentor.

Kurz darauf gab es für den VfB die nächste schlechte Nachricht: Kempf, der nach einer Schulteroperation erst kürzlich zurückgekehrt war, zog sich in einem Kopfballduell mit Lala eine Platzwunde zu und musste raus. Die Verletzungsunterbrechung nutzte Matarazzo für eine Systemumstellung: Vor der Dreierkette (nun mit dem eingewechselten Kaminski) formierte sich im Mittelfeld eine Raute (Endo - Klement, Castro - Didavi). So gelang es, im Zentrum besseren Zugriff auf die Gegenspieler zu bekommen.

Entwarnung bei Gonzalez

Dank einer starken Einzelaktion von Gonzalez kam der VfB zum Ausgleich. Der Argentinier umdribbelte drei Gegenspieler und drang in den Strafraum ein. Dort wurde er gefoult, der Ball sprang aber zu Daniel Didavi, der ihn zum 2:2 unter die Latte knallte (37.). Der Haken: Gonzalez verletzte sich bei der Aktion am Oberschenkel und musste noch vor der Pause raus. Ersten Erkenntnissen zufolge zog sich der Angreifer wohl nur eine Prellung zu.

VfB kommt schwungvoll und ohne Kobel aus der Pause

Zur Pause musste Matarazzo zum dritten Mal wechseln. Keeper Kobel blieb in der Kabine, weil er nach einem Zusammenprall in der Anfangsphase über Kopfschmerzen klagte. Eine Vorsichtsmaßnahme, ließ der VfB-Coach nach Schlusspfiff wissen. Sein Team kam mit viel Schwung aus der Pause und ging durch einen Doppelschlag in Führung: Endo leitete einen Angriff mit einem Pass auf Didavi ein und vollendete dann auf dessen Vorlage (52.). Der eingewechselte Kalajdzic schob drei Minuten später nach Querpass von Castro zum 4:2 ein (55.).

Straßburg hatte in der Folge noch einige Gelegenheiten zum Anschluss, war vor dem Tor aber nicht präzise genug. Für Stuttgart hätten Wamangituka (83.) und Al Ghaddioui (84.) noch erhöhen können, es blieb aber beim 4:2. Am Sonntag in einer Woche ist der VfB im Pokal bei Hansa Rostock (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) erstmals in einem Pflichtspiel gefordert.

Tore und Karten

0:1 Ajorque (9', Linksschuss)

1:1 Gonzalez (10', Foulelfmeter, Linksschuss, Wamangituka)

1:2 Thomasson (14', Linksschuss, Waris)

2:2 Didavi (37', Linksschuss, Gonzalez)

3:2 W. Endo (52', Didavi)

4:2 Kalajdzic (55', Rechtsschuss, Castro)

VfB Stuttgart
Stuttgart

Kobel - P. Stenzel , Anton , Kempf - Wamangituka , W. Endo , Castro , Coulibaly , Klement , Didavi - Gonzalez

Racing Straßburg
Straßburg

Kamara - Lala , L. Koné , Djiku , Caci - Prcic , Bellegarde , Lienard , Thomasson - Waris , Ajorque

Spielinfo

Stadion

Robert-Schlienz-Stadion

"Unter dem Strich ein gelungener Test" "Der Test war hilfreich", bilanzierte Matarazzo. "Wir hatten in den ersten 30 Minuten keinen Zugriff. Durch die Umstellung kamen wir dann besser rein, haben höher gepresst und eine gute zweite Halbzeit gespielt. Unter dem Strich war es ein gelungener Test."

David Bernreuther

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