National Football League 2019, Woche 2

NFL, Week 2: Tampa Bay gewinnt 20:14 bei den Panthers

Bucs-Defense thront in Charlotte - Frustrierter Newton ist "brutal ehrlich"

Cam Newton

Zweites Spiel, zweite Pleite: Cam Newton. Getty Images

Das ist nicht der gesunde, "alte" Cam Newton, von dem während des Training Camps geschwärmt worden war. Carolinas Quarterback, der in dieser Saison so viele Waffen hat wie lange nicht, hat die Schulterverletzung der letzten zwei Jahre vielleicht auskuriert, und vielleicht auch die Fußverletzung aus der Preseason, aber irgendetwas scheint den MVP von 2015 zu beeinflussen.

Das Eröffnungsspiel der Saison gegen den Super-Bowl-Teilnehmer der NFC zu verlieren (Los Angeles Rams), war keine Schande, im Thursday Night Game gegen die Buccaneers ging es für die Panthers aber darum, die richtige Reaktion zu zeigen. Diese blieb bei einem Match, das im ersten Viertel aufgrund eines aufkommenden Unwetters (inklusive ordentlich Regen) für 26 Minuten unterbrochen worden war, aus. Stattdessen verpasste Newton wiederholt offene Würfe, die Bucs-Defense hatte sich genau eingestellt auf den Gameplan von Head Coach Ron Rivera, sodass nicht mal Powerhorse Christian McCaffrey (53 Total Yards) ein Faktor war.

Während beide Teams im ersten Viertel nur auf je ein Field Goal kamen (und Carolina auch im zweiten Viertel "nur" zwei Field Goals verwandelte), brachte der viel kritisierte Jameis Winston Tampa Bay mit einer 41-Yard-Completion auf Receiver Mike Evans sowie einem 20-Yard-Touchdown-Pass auf Chris Godwin auf Kurs.

Newtons Fumble und McCaffreys misslungener Trick

Von den Panthers kam vor heimischer Kulisse weiter viel zu wenig, nach dem vierten Field Goal vom starken Rookie-Kicker Joey Slye legte Tampa den zweiten Touchdown nach: Einen dreieinhalbminütigen Drive vollendete Running Back Peyton Barber mit einem 16-Yard-Touchdown-Lauf zum 17:12. Newton "antwortete" mit einem Fumble.

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Newton und McCaffrey kein Faktor, Bucs-Defense überzeugt

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Auch ein erzwungener Safety seiner Defense verlieh dem sonst so mobilen Quarterback nicht den nötigen Schwung und die Sicherheit, das Zepter zu übernehmen. "Ich muss besser sein", gestand er später auf der Pressekonferenz. "Egal, in welcher körperlichen Verfassung ich mich befinde; egal, welcher Fuß oder welche Schulter wehtut. Das ist frustrierend."

Nachdem die Buccaneers durch ein Field Goal von Kicker Matt Gay auf 20:14 erhöht hatten, bekam Carolina zweieinhalb Minuten vor Schluss noch eine letzte Chance. Diesmal nahm Newton sie an, brachte fünf Pässe an seine Receiver und die Panthers so an Tampas Zwei-Yard-Linie - bei 4th & 1. Der Snap ging direkt zu McCaffrey, der ein Handoff antäuschte und selbst auf die linke Seite steuerte, doch dort von Bucs-Cornerback Vernon Hargreaves ohne Raumgewinn ins Aus gestoßen wurde. Das Spiel war vorbei.

Tampa Bay Buccaneers

Quarterback Jameis Winston & Co.: Glückliche Spieler der Tampa Bay Buccaneers feiern den Sieg bei den Panthers. imago images

"Ich hatte heute Abend viele Möglichkeiten und habe es nicht hinbekommen"

"Ich wünschte", sagte Newton (24/50 Pässe, 324 Yards) nach dem 0:2-Start seines Teams, "ich könnte etwas Anderes sagen, aber das sind die Fakten. Ich bin eine brutal ehrliche Person, mit anderen und mit mir selbst. Es ist Zeit, in den Spiegel zu schauen. Ich hatte heute Abend viele Möglichkeiten und habe es nicht hinbekommen."

Tampa Bay und Head Coach Bruce Arians haben nach der ernüchternden Auftaktpleite gegen San Francisco die richtigen Mittel gefunden. Auch Quarterback Winston, der den 49ers den Sieg in der Vorwoche mehr oder weniger geschenkt hatte, konnte sich etwas erholen, brachte 16 von 25 Pässen für 208 Yards und einen Touchdown an.

mkr

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