Champions League 2011/12, Halbfinale
21:33 - 45. + 2 Spielminute

Tor 1:0
Drogba
Linksschuss
Vorbereitung Ramires
Chelsea

22:10 - 66. Spielminute

Spielerwechsel (Barcelona)
Pedro
für A. Sanchez
Barcelona

22:13 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Ramires
Chelsea

22:14 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Pedro
Barcelona

22:17 - 74. Spielminute

Spielerwechsel (Chelsea)
Kalou
für Mata
Chelsea

22:19 - 76. Spielminute

Gelbe Karte
Busquets
Barcelona

22:22 - 78. Spielminute

Spielerwechsel (Barcelona)
Thiago
für Fabregas
Barcelona

22:30 - 86. Spielminute

Gelbe Karte
Drogba
Chelsea

22:30 - 87. Spielminute

Spielerwechsel (Barcelona)
Cuenca
für Xavi
Barcelona

22:32 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Chelsea)
Bosingwa
für Ramires
Chelsea

CHE

BAR

Champions League

Dank Drogba: Chelsea macht großen Schritt in Richtung München

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Dank Drogba: Chelsea macht großen Schritt in Richtung München

Didier Drogba

Tooor! Didier Drogba stellte mit seinem Führungstreffer den Spielverlauf auf den Kopf. getty images

Chelsea-Coach Roberto di Matteo tauschte im Vergleich zum 1:1 beim FC Fulham auf drei Positionen: Ashley Cole ersetzte Bertrand in der linken Verteidigung, Mata bekam den Vorzug vor Kalou und Drogba durfte für Fernando Torres stürmen.

Barcelonas Trainer Josep Guardiola wechselte seine Startelf nach dem 2:1-Auswärtssieg bei UD Levante zweifach: Rechtsverteidiger Dani Alves rückte für Thiago Alcantara in die Mannschaft und Iniesta durfte für Pedro beginnen.

Fabregas vergibt die Führung gleich zweimal

In der Anfangsphase begegneten sich beide Teams mit Respekt und tasteten sich zunächst ab. Die Katalanen ließen den Ball zwischen den beiden Strafräumen zirkulieren. Chelsea stand tief, wartete ab und lauerte auf schnelle Kontermöglichkeiten. Die erste Torchance verbuchten die Gäste nach neun Minuten: Nach feinem Iniesta-Pass tauchte Sanchez frei vor Cech auf, überwand den Torwart mit einem Lupfer, doch der Ball klatschte nur an die Latte (9.).

In der Folge wurden die Londoner mutiger, lockerten ihre massierte Defensive ein wenig auf und trauten sich mehr zu. Gegen taktisch disziplinierte Spanier konnten sich die Hausherren aber keine klaren Torchancen erarbeiten. Stattdessen nutze Barcelona die Räume aus: Iniesta zog im Sechzehner ab. Cech ließ das Leder nach vorne vor die Füße von Fabregas abprallen, doch der Techniker offenbarte ungeahnte Schwächen und traf die Kugel nicht richtig (17.).

In der Folge zog sich der FC Chelsea wieder zurück, riskierte nach vorne nichts mehr, sondern verstärkte seinen Defensivverbund mit bis zu zehn Spielern hinter dem Ball. Die Katalanen gestalteten daraufhin das Spiel, bissen sich am Londoner-Beton aber die Zähne aus. Da der FCB sein Kurzpassspiel auf dem engen Raum nicht durchboxen konnte, probierten es die Gäste mit langen Bällen. Ohne durchschlagenden Erfolg.

Drogba stellt den Spielverlauf auf den Kopf

Die Halbfinal-Hinspiele

Erst kurz vor der Pause wichen dem Geduldsspiel wieder packende Strafraumszenen: Fabregas zirkelte das Leder aufs lange Eck, wo Cole den Ball gerade noch vor der Linie klären konnte (43.). Auf der anderen Seite verwandelte Chelsea seine erste wirkliche Chance in ein Tor: Nachdem Lampard den Ball gegen Messi erobert hatte, nahm Ramires seinen langen Ball mit der Brust an, sprintete bis in den Sechzehner und legte im Fallen auf Drogba am zweiten Pfosten ab. Der ivorische Sturmtank schob aus sieben Metern zur Führung ein (45.+2).

Im zweiten Durchgang zeichnete sich ein Geduldsspiel für den FC Barcelona ab, denn die Londoner zogen sich mit einer Fünferkette vor der Viererabwehrkette zurück und rührten so Beton an. Die Katalanen versuchten, diesen massierten Defensivverbund mit Kurzpass-Kombinationen zu knacken und spielten sich beharrlich die Bälle zu.

Eine Einzelaktion von Adriano führte nach minutenlangem Anrennen zu einem ersten Teilerfolg: Der Linksverteidiger zog vom Flügel in die Mitte und hielt aus 18 Metern drauf. Cech parierte mit einer Flugeinlage (51.). Wenig später tauchte Sanchez nach einem Doppelpass mit Fabregas frei vor dem Londoner Torwart auf, schob das Leder aber am Tor vorbei (57.).

Cech und der Pfosten sichern Chelseas Sieg

Cesc Fabregas & Petr Cech

Kein Durchkommen: Petr Cech (re., gegen Cesc Fabregas) und seine Abwehr ließen gegen Barcelona keinen Gegentreffer zu. getty images

Chelsea stemmte sich bei strömenden Regen nun mit allen elf Mann gegen die unermüdlich anrennenden Gäste. Selbst Stoßstürmer Drogba arbeitete defensiv mit. So kamen die Spanier nur nach Standards zu Torchancen. Messi (65.), Xavi (70.) und Dani Alves (78.) sorgten mit ihren Freistößen aber nicht für Gefahr. Guardiola versuchte, die Kreativität und Frische seiner Mannschaft durch die Hereinnahme der offensiven Pedro, Thiago Alcantara und Cuenca zu verbessern, doch seine Wechsel verpufften.

Erst kurz vor dem Schlusspfiff mussten die Zuschauer an der Stamford Bridge noch einmal den Atem anhalten: Puyol ließ einen Messi-Freistoß über den Scheitel springen und zwang Cech zu einer Glanzparade (87.). In den letzten Sekunden der Nachspielzeit donnerte Joker Pedro den Ball aus knapp 16 Metern an den Pfosten. Busquets kam sogar zum Nachschuss, jagte das Spielgerät aber in den Londoner Nachthimmel (90.+3).

Spieler des Spiels

Petr Cech Tor

2
Spielnote

Nur eine Mannschaft wollte spielen, so geriet das Match nie in Fahrt.

3
Tore und Karten

1:0 Drogba (45' +2, Linksschuss, Ramires)

Chelsea

Cech 2 - Ivanovic 3,5, Cahill 3,5, Terry 3, A. Cole 2 - Mikel 3,5, Lampard 3, Raul Meireles 3 - Mata 4 , Ramires 3 , Drogba 2,5

Barcelona

Victor Valdes 3,5 - Dani Alves 3,5, Puyol 3,5, Mascherano 3,5, Adriano 4 - Busquets 4 , Xavi 3 , Iniesta 3 - Messi 3,5, Fabregas 4 , A. Sanchez 5

Schiedsrichter-Team

Dr. Felix Brych München

2
Spielinfo

Stadion

Stamford Bridge

Zuschauer

38.039

Barca empfängt am Samstag (20 Uhr) im "Clasico" Real Madrid zur möglichen Vorentscheidung um die spanische Meisterschaft. Auch für Chelsea geht es schon am Samstag (13.45 Uhr) weiter. Dann treffen die Blues im Londoner Derby auf den FC Arsenal. Das Rückspiel findet am Dienstag, den 24. April (20.45 Uhr), im Nou Camp statt.

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