Champions League

"Das Interesse am FC Bayern hat eine neue Dimension erreicht"

Dreesen über PSG, Geld - und ein einmaliges Bankett

"Das Interesse am FC Bayern hat eine neue Dimension erreicht"

Jamal Musiala & Co. begeisterten Bayern-Fans weltweit schon gegen Real Madrid, vorige Woche in Paris erst recht.

Jamal Musiala & Co. begeisterten Bayern-Fans weltweit schon gegen Real Madrid, vorige Woche in Paris erst recht. IMAGO/MIS

Das 5:4 zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern war nicht nur Werbung für den Fußball und die Champions League, es war auch Werbung für die Klubs. Das spürten die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters in den vergangenen Tagen ganz unmittelbar.

"Durch die Spiele gegen Real und Paris haben wir über fünf Millionen neue Follower auf Social Media gewonnen", staunt FCB-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen in einem Interview auf der Klubwebsite. "Wenn dann sogar auch in den USA und in großen internationalen Medien so intensiv über den FC Bayern gesprochen wird, zeigt das: Das globale Interesse am FC Bayern hat eine neue Dimension erreicht. Das ist wichtig für unsere Fans, aber natürlich auch für unsere Partner und Sponsoren."

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Schon das Viertelfinalrückspiel gegen Real Madrid (4:3) hätten "angeblich fast eine Milliarde Menschen weltweit verfolgt", ehe das Halbfinalhinspiel in Paris dann "alle Streaming-Rekorde gebrochen" habe. Das sind wichtige Signale für die Bayern in Zeiten, in denen Geschäftsjahre nicht mehr automatisch mit einem Gewinn abgeschlossen werden und es immer herausfordernder wird, mit der internationalen Konkurrenz mitzuhalten.

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"Wir wirtschaften anders - aber nicht minder erfolgreich", erklärt Dreesen, und trotzdem "sind wir nicht naiv: Es wird immer schwerer, sich vor allem gegenüber der Premier League und ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten zu behaupten. Gleichzeitig zeigt diese Saison, dass Geld allein nicht alles entscheidet. Es haben viele über die sechs englischen Mannschaften im Achtelfinale gesprochen - aktuell ist noch ein englisches Team dabei." Auf Arsenal (1:1 im Hinspiel bei Atletico) könnte Bayern im Finale treffen.

"Lobeshymnen bringen uns nicht nach Budapest"

Wie groß ist die Chance, dass am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) die Wende gegen PSG gelingt? "Zur 'Halbzeit' liegen wir mit einem Tor zurück - und genau so müssen wir es auch angehen: demütig, weil Paris eine herausragende Mannschaft hat, aber gleichzeitig selbstbewusst", hebt Dreesen den Zeigefinger. "Ich kann mich an kein Bankett erinnern, bei dem nach einem Champions-League-Spiel eine vergleichbare Stimmung geherrscht hat wie letzte Woche in Paris. Ich habe die Mannschaft dort gelobt, das hatte sie sich verdient - aber auch gemahnt: Wir müssen ein Tor aufholen. Keine Sekunde werden wir nachlassen dürfen."

Dass die ganze Welt vom Spektakel im Prinzenpark begeistert war, helfe auf dem Rasen nicht. "Lobeshymnen bringen uns nicht nach Budapest. Wir wollen ins Finale - und dafür müssen wir die Fußballwelt gegen dieses immens starke Paris noch einmal begeistern."

jpe