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VfB Stuttgart

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Werder Bremen

 
VfB Stuttgart

6:3 (2:1)

Werder Bremen
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VfB Stuttgart
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.















Nationalstürmer mit drei Toren - Mertesacker sieht Rot

Gomez nimmt Werder auseinander

Ein packendes und torreiches Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und Werder Bremen sah mit dem amtierenden Meister einen letztlich verdienten Sieger. Zwar offenbarten die Schwaben in der Abwehr nicht nur bei den Gegentoren schwerwiegende Mängel, hatten jedoch mit dem dreifachen Torschützen Gomez und dem eingewechselten Cacau, der den 6:3-Endstand erzielte, die kaltschnäuzigeren Stürmer. Bremen versäumte es, die eigenen hochkarätigen Chancen in Tore umzumünzen und ließ sich auskontern.

Mario Gomez
Ausgekontert: Mario Gomez erzielte drei Treffer gegen Werder Bremen.
© dpaZoomansicht

VfB-Trainer Armin Veh nahm im Vergleich zum 4:5-Pokaldebakel i.E. gegen Jena fünf personelle Wechsel vor. Für den jungen Beck spielte der Mexikaner Osorio auf der rechten Außenverteidiger-Position, links Boka für Magnin. Kapitän Meira fiel aufgrund von Adduktorenproblemen aus und wurde durch Tasci ersetzt, der mit dem Franzosen Delpierre die Innenverteidigung bildete. Für Hilbert rutschte da Silva in die Startformation und Cacau musste für Marica weichen.

Auch bei Werder fünf Neue im Vergleich zum0:2 der Norddeutschen gegen Glasgow Rangers im Team, bei denen Coach Thomas Schaaf mit Owomoyela und Boenisch für Fritz und Pasanen neuen Außenverteidigern vertraute. Borowski rückte für den in der Liga weiterhin rot-gesperrten Spielmacher Diego in die Startformation. Für Vranjes spielte Özil im linken Mittelfeld. Im Angriff ersetzte Almeida Hunt.

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Bremen kam deutlich besser in das Spiel und hatte in der Anfangsphase gegen abwesend und zweikampfschwach wirkende Schwaben mehr Spielanteile und durch den freistehenden Jensen eine erste Schusschance aus 17 Metern (6.). Während Stuttgart mit langen Bällen als einziges Mittel Gomez suchte, agierte Werder schnell und geradlinig vor allem über den linken Flügel. Folgerichtig die Führung für die Schaaf-Elf: Nach einem schönen Doppelpass zwischen Borowski und Rosenberg flankte der Schwede butterweich von links auf den zweiten Pfosten. Dort justierte der völlig ungedeckt stehende Almeida seinen Kopf und setzte das Leder gegen die Laufrichtung von VfB-Keeper Ulreich in das lange Eck des Stuttgarter Gehäuses.

Der amtierende deutsche Meister wirkte auch in Folge im Zusammenspiel verunsichert und bei Werder-Angriffsversuchen anfällig. So brauchten die Schwaben eine Standard-Situation, um durch einen da Silva-Freistoß erstmals das Tor von Werder-Torwart Wiese in Gefahr zu bringen (17.). Doch Stuttgart blieb nun am Drücker und wurde durch Goalgetter Gomez mit dem Ausgleich belohnt. Der Nationalstürmer wurde von Marica mit einer Hackenvorlage in die Gasse geschickt, umkurvte den herauseilenden Wiese und schob sicher ein (20.). Doch speziell auf der rechten Abwehrseite präsentierte sich die VfB-Verteidigung weiter viel zu weit weg von ihren Gegenspielern. So hatte Almeida umittelbar nach dem Ausgleich gegen eine "schwimmende" Stuttgarter Hintermannschaft mit einem Lattenkracher und freistehend gegen Ulereich zweimal die Möglichkeit, die Norddeutschen wieder in Front zu bringen (21./23.). In der 27. Spielminute reagierte Veh und brachte für da Silva Hilbert, der zu seinen Offensiv-Qualitäten auch nach Hinten besser absichern sollte, was zunächst auch gelang.

Allerdings offenbarte Bremen jetzt selbst bei schnellen Kontern des VfB Lücken im Abwehrverband und wurde von den Veh-Schützlingen eiskalt ausgekontert. Wieder leitete der Rumäne Marica einen schnellen Spielzug über Bastürk ein. Der Türke marschierte über den linken Flügel und passte auf den freilaufenden Gomez, der die etwas ungenaue Vorlage des Türken in Torjäger-Manier ins Netz legte (43.). Der Nationalstürmer hatte in der Folge sogar noch die Möglichkeit nach Zuspiel von Hilbert weiter zu erhöhen, rutschte aber knapp am Ball vorbei (45.).

Zu Beginn der 2. Halbzeit das gleiche Bild wie über weite Strecken des ersten Durchgangs. Die VfB-Defensive wieder zu weit weg vom Gegner. Nach einer kurzen Phase beidseitiger Ungenauigkeiten im Kombinationsspiel hatte Werder fortan Chancen im Minuten-Takt. Zweimal konnte der agile Almeida diese guten Möglichkeiten gegen passive Stuttgarter nicht nutzen (49. / 53.). Zuvor traf Rosenberg nach schwerem Ulreich-Fehler aus spitzem Winkel nur das Außennetz (50.). Wenig später ließ Almeida die nächste Großchance aus, als er freistehend per Kopf vergab.

Gegen weiterhin enorm zweikampfschwache Stuttgarter gelang Bremen dennoch der Ausgleich. Boenisch spazierte unangegriffen durch die VfB-Hälfte und zog aus 20 Metern ab. Gegen seinen von Delpierre zudem abgefälschten Rechtsschuss war VfB-Schlussmann Ulreich machtlos (60.). In der 61. Spielminute brachte Veh Cacau, der in der Folge für Angriffsschwung bei den Schwaben sorgen sollte.

Innerhalb von zwei Minuten entschied Stuttgart nun das Spiel. Der laufstarke Cacau drang von links in den Strafraum ein und bediente in der Mitte Gomez, der aus kurzer Distanz sicher den Ball in den Maschen des Werder-Tores unterbrachte (65.). Kaum hatte Schiedsrichter Herbert Fandel die Partie freigeben, das 4:2 für die Gastgeber. Nach schöner, direkter Kombination über Hitzlsperger und Gomez hatte Cacau wenig Probleme, den Ball einzuschieben (66.). Bremen brauchte in der Folge dieses Doppelschlages eine Zeitlang, um wieder ins Spiel zu kommen - schlug aber in diesem Wahnsinns-Spiel erneut zurück. Nach Zuspiel von Hunt verkürzte Rosenberg mit einem Linksschuss von der Strafraumgrenze (77.).

Rosenberg (Bremen)
Bremens Stürmer Rosenberg ist am Boden zersört.
© dpa

Desolat zeigte sich in der Folge die Werder-Defensive. In der 85. Spielminute ließ sich zuerst Nationalspieler Mertesacker vom Schweizer Magnin schwindelig spielen und fälschte dann den Ball nach Klärungsversuch von Fritz in das eigene Gehäuse ab. Cacau setzte diesem höhepunktreichen Spiel die Krone auf. Der Brasilianer ließ nach Zuspiel von Bastürk Wiese mit einem Rechtsschuss keine Abwehrchance (87.).

In der Schlussphase sah Mertesacker nach einer Notbremse gegen Gomez schließlich noch die Rote Karte(89.).

Stuttgart wird versuchen den Rückenwind aus dieser Partie mitzunehmen und tritt bereits am Dienstag im Nachholspiel in Cottbus an. Werder versucht am Donnerstag zu Hause im Uefa-Cup-Rückspiel gegen die Glasgow Rangers das Viertelfinale zu erreichen. Am daraufolgenden Sonntag empfangen die "Grün-Weißen" im Weserstadion die Magath-Elf aus Wolfsburg in der Bundesliga.

08.03.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (4) - 
Osorio (4) , 
Tasci (5) , 
Delpierre (5) , 
Boka (4)    
Pardo (3,5) - 
Bastürk (2,5)    
Hitzlsperger (3,5) - 
da Silva    
Gomez (1)            
Marica (3,5)    

Einwechslungen:
27. Hilbert (3) für da Silva
61. Cacau (1)             für Marica
65. Magnin für Boka

Trainer:
Veh
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (5) - 
Owomoyela (5)    
Mertesacker (6)    
Naldo (6) , 
Boenisch (3,5)    
Baumann (4)    
D. Jensen (4)    
Borowski (4) - 
Özil (4) - 
Rosenberg (3)    
Hugo Almeida (3,5)    

Einwechslungen:
58. Fritz (5) für Owomoyela
58. Hunt (4)     für Baumann

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Hugo Almeida (9., Kopfball, Rosenberg)
1:1
Gomez (20., Rechtsschuss, Marica)
2:1
Gomez (43., Rechtsschuss, Bastürk)
2:2
Boenisch (60., Rechtsschuss)
3:2
Gomez (65., Rechtsschuss, Cacau)
4:2
Cacau (66., Linksschuss, Gomez)
4:3
Rosenberg (77., Linksschuss, Hunt)
5:3
Mertesacker (84., Eigentor, Rechtsschuss)
6:3
Cacau (87., Rechtsschuss, Bastürk)
Rote Karten
Stuttgart:
-
Bremen:
Mertesacker
(89., Notbremse, Gomez)

Gelbe Karten
Stuttgart:
Bastürk
(2. Gelbe Karte)
,
Cacau
(5., gesperrt)
Bremen:
D. Jensen
(7. Gelbe Karte)
,
Hunt
(4.)

Spielinfo

Anstoß:
08.03.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Gottlieb-Daimler Stadion, Stuttgart
Zuschauer:
55000
Spielnote:  1
die temporeiche und offensiv geführte Partie wusste die Zuschauer 90 Minuten lang zu begeistern.
Chancenverhältnis:
9:9
Eckenverhältnis:
1:5
Schiedsrichter:
Herbert Fandel (Kyllburg)   Note 1
lag in der rasanten Begegnung mit allen kritischen Entscheidungen richtig.
Spieler des Spiels:
Mario Gomez
Er riss Lücken, er schlug eiskalt zu, er begeisterte. Die ersten vier VfB-Tore gehen auf sein Konto: drei erzielt, dann eines vorbereitet.
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