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FC St. Pauli

FC St. Pauli

1
:
0

Halbzeitstand
0:0
1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg


FC ST. PAULI
1. FC NÜRNBERG
15.
30.
45.

60.
75.
90.










Nürnberg seit sieben Spielen ohne Sieg

Sobiechs "Lucky Punch" sitzt

Der FC St. Pauli hat am Freitagabend einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert und sich mit 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg durchgesetzt. Über die komplette Spieldauer war der Club zwar die aktivere Mannschaft und erarbeitete sich deutlich mehr Torchancen. Das blieb letztlich aber ohne Wert, denn Hamburgs Innenverteidiger Sobiech gelang ein "Lucky Punch" in der Schlussminute.

Kerk verpasst haarscharf

John Verhoek & Raphael Schäfer
Volles Risiko: Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer (u.) rettet gegen St. Paulis John Verhoek (o.).
© picture allianceZoomansicht

St. Paulis Trainer Ewald Lienen musste nach der 0:3-Niederlage in Karlsruhe auf Halstenberg (Erkältung) verzichten und brachte dafür Schachten. Nürnbergs Coach René Weiler veränderte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen Darmstadt in der Sturmspitze, wo Mlapa für Sylvestr (Bank) begann. Außerdem verletzte sich Mittelfeldmann Polak beim Aufwärmen und wurde kurzfristig durch Mössmer ersetzt.

Der Club nahm das Heft des Handelns sofort in die Hand und verlagerte das Spielgeschehen immer wieder gekonnt in die gegnerische Hälfte. Während die Hamburger lange Zeit überhaupt nicht entlasten konnten, verbuchte der FCN die erste gute Möglichkeit: Kerk verpasste eine Pinola-Flanke am zweiten Pfosten nur um Zentimeter (4.). Burgstaller schoss von der linken Sechzehnerkante knapp am rechten Pfosten vorbei (15.). Ansonsten hatten die Franken zwar deutlich mehr Ballbesitz, schafften es gegen eine wackelige Defensive der Hausherren aber nicht, entscheidend zum Abschluss zu kommen.

Schäfer und Himmelmann reagieren glänzend

Nach etwa 20 Minuten taute St. Pauli dann so langsam auf und traute sich mehr zu. Vor allem Koch entpuppte sich als Mittelfeldmotor und initiierte erste Angriffe. Verhoek (24.) und Schachten (26.) näherten sich dem FCN-Tor an. Wirklich zwingend wurde dann aber erst Verhoek, der nach feinem Daube-Steilpass frei vor Schäfer auftauchte, doch der Torwart stürzte sich am Elfmeterpunkt mutig auf die Kugel und klärte riskant aber fair (28.).

Nach dieser Szene schien der Club wieder wachgerüttelt und hielt besser dagegen. In einer Partie ohne spielerische Höhepunkte neutralisierten sich beide Mannschaften lange im Mittelfeld. Es fehlte jeweils an Durchschlagskraft in der Offensive. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte Nürnberg nochmal ein Ausrufezeichen: Mlapa prüfte Himmelmann mit einem Schuss aus sieben Metern linker Position - der Keeper aber drehte die Kugel mit einer starken Fußabwehr noch um den Pfosten (44.).

Schöpfs Schuss küsst den Pfosten

Direkt nach Wiederbeginn drängte der FCN frech nach vorne: Schöpf zog gefährlich von der Strafraumgrenze ab, doch der Ball küsste nur den linken Außenpfosten (46.). Kurz darauf feuerte Burgstaller einen Flachschuss aus 18 Metern ab - Himmelmann parierte (49.). Diese guten Chancen machten dem Club Mut, denn fortan schob Nürnberg meist mit vier Mann an der vordersten Linie (Schöpf, Burgstaller, Mlapa, Kerk) offensiv nach vorne. St. Pauli überstand diese Drangphase aber schadlos.

Den Hamburgern fehlte es weiterhin an zündenden Ideen und klaren Möglichkeiten. Gonther verzeichnete nach einer Ecke immerhin eine Halbchance (65.). Griffiger blieben hingegen die Franken: Schöpf mit einem Freistoß-Aufsetzer (66.), Joker Blum mit Schnitt vom rechten Strafraumeck (70.) und Burgstaller vom linken Fünfmetereck (74.) näherten sich weiter an - ein Torerfolg blieb aber aus.

Sobiechs Kopfball passt genau

Mehrere Fouls und Spielerwechsel bremsten immer wieder den Spielfluss. In der Schlussphase offenbarten beide Defensivreihen hin und wieder Löcher. Blum prüfte Himmelmann einmal mehr (82.), und auf der anderen Seite zielte der eingewechselte Thy knapp drüber (83.). Unterm Strich fehlte es also auf beiden Seiten an Vollstrecker-Qualitäten - bis zur 90. Minute: Daube trat einen umstrittenen Eckball nach innen, wo der ungedeckte Sobiech aus sechs Metern an den rechten Innenpfosten köpfte, von wo der Ball zum 1:0 ins Tor sprang.

St. Pauli ist nächste Woche Sonntag (13.30 Uhr) in Heidenheim zu Gast. Bereits am Freitag (18.30 Uhr) empfängt Nürnberg den SV Sandhausen.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Himmelmann (1,5) - 
Kalla (3,5) , 
L. Sobiech (2)    
Gonther (3)    
Schachten (4)        
Koch (4) , 
Daube (3,5)    
Sobota (5)    
Buballa (4) - 
Verhoek (5)    
Choi (3,5)

Einwechslungen:
67. Thy für Schachten
77. Cooper für Sobota
85. Nöthe für Verhoek

Trainer:
Lienen
1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (3) - 
Celustka (4) , 
Petrak (3) , 
Hovland (4)    
Pinola (3) - 
Mössmer (2,5)        
Stark (3) - 
Schöpf (3) , 
Kerk (4)    
G. Burgstaller (3,5)    
Mlapa (4)    

Einwechslungen:
68. D. Blum für Mlapa
75. Sylvestr für Kerk
86. Bulthuis für Mössmer

Trainer:
Weiler

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
L. Sobiech (90., Kopfball, Daube)
Gelbe Karten
St. Pauli:
Schachten
(6. Gelbe Karte)
,
Daube
(5., gesperrt)
Nürnberg:
G. Burgstaller
(3. Gelbe Karte)
,
Mössmer
(5., gesperrt)

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Pl. Torhüter Spiele Weisse Westen
1.
Pollersbeck, Julian
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1. FC Kaiserslautern
11
7x
 
2.
Müller, Kevin
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1. FC Heidenheim
14
7x
 
3.
Rensing, Michael
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Fortuna Düsseldorf
15
7x
 
4.
Wulnikowski, Robert
Wulnikowski, Robert
Würzburger Kickers
15
6x
 
5.
Tschauner, Philipp
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Hannover 96
13
5x
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Spielinfo

Anstoß:
17.04.2015 18:30 Uhr
Stadion:
Millerntor-Stadion, Hamburg-St. Pauli
Zuschauer:
23854 (ausverkauft)
Spielnote:  3
viel Tempo durch den FCN, der auch spielerisch überzeugte und turmhoch überlegen war. Sobiechs Treffer stellte die Partie auf den Kopf.
Chancenverhältnis:
3:9
Eckenverhältnis:
2:8
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 3
großzügige Linie, aber jederzeit Herr der Lage. Ein schwer erkennbarer Schönheitsfehler: Anstatt des siegbringenden Eckballs für St. Pauli hätte es Abstoß für Nürnberg geben müssen.
Spieler des Spiels:
Robin Himmelmann
allein der Keeper hielt St. Pauli mit Großtaten in Serie im Spiel.

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