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Hertha BSC

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MSV Duisburg

 
Hertha BSC

0:2 (0:0)

MSV Duisburg
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Hertha BSC
MSV Duisburg
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.











Erste Heimschlappe für die Babbel-Elf - MSV zieht vorbei

Sahan schaltet am schnellsten

Duisburg holte sich mit kluger taktischer Ausrichtung, spielerischem Vermögen und Leidenschaft verdient drei Auswärtszähler im Olympiastadion. Der defensiv kompakte MSV ließ gegen die einfallslose Hertha nur wenig zu und war bei Kontern stets gefährlich.

Branimir Bajic vs. Raffael
Kein Durchkommen: Raffael rennt sich hier an Branimir Bajic fest.
© picture-allianceZoomansicht

Berlins Trainer Markus Babbel brachte im Vergleich zur 0:2-Niederlage beim VfL Osnabrück Domovchiyski für Perdedaj.

Duisburgs Trainer Milan Sasic konnte gegenüber dem 2:2-Unentschieden im Montagabendspiel gegen Energie Cottbus wieder auf Bruno Soares zurückgreifen, der Reiche auf die Bank verdrängte.

Hertha war vom Anpfiff weg im Vorwärtsgang. Duisburg stand tief und lauerte mit allen Akteuren in der eigenen Hälfte auf Konter. Die Berliner hatten zwar viel Ballbesitz, bissen sich aber spätestens Mitte der gegnerischen Hälfte fest und strahlten so keine Torgefahr aus.

Ganz anders die "Zebras", die nach Ballgewinn schnell umschalteten und Schwächen in der Rückwärtsbewegung der Hausherren aufdeckten: Maierhofer setzte einen ersten Nadelstich, Trojans Schlenzer sauste in derselben Minute knapp vorbei (7.). Und Veigneau scheiterte nach feinem Pass Trojans halblinks frei vor Sejna am Keeper (12.).

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Berliner Einfallslosigkeit setzte sich im weiteren Verlauf fort, zumindest aber stellte sich die Babbel-Elf defensiv besser auf den Gegner ein. Mittelfeldduelle, von Duisburg gegen den ballführenden Spieler giftig geführt, prägten das Bild. Echte Chancen blieben Fehlanzeige, mehr als Ansätze bot die "Alte Dame" in der ersten halben Stunde nicht an (Rukavytsya, 27.).

Das letzte Drittel vor dem Kabinengang begann mit einem tollen Konter der Sasic-Schützlinge, Baljaks Flanke auf Maierhofer war dann aber zu ungenau (31.). Auf der Gegenseite hatte Yelldell zweimal Probleme: Zunächst mit Raffaels direkt aufs Tor gezogenen Eckball, dann nach dem unmittelbar folgenden Eckstoß beim Festhalten des Leders - Hubnik konnte im Getümmel die unverhoffte Möglichkeit nicht nutzen (33.).

Einen der wenigen Aufreger lieferte dann Rukavytsya, der einnetzte, beim Pass von Niemeyer aber nach Ansicht des Schiedsrichtergespanns im Abseits stand - knappe, eher falsche Entscheidung (37.).

Das Personal blieb nach Wiederanpfiff auf beiden Seiten dasselbe. Die "Alte Dame" legte an Tempo zu, hatte mehr Zug zum Tor, ohne dass daraus eine Gelegenheit entsprang. Wie's geht, zeigte der MSV: Nach einem Pass von Maierhofer lupfte Trojan den Ball frei vor Sejna über den Keeper an die Latte. Sahan setzte nach und schoss aus sieben Metern flach ins linke Eck ein (52.).

Klar, dass Hertha versuchte, den Schaden zu reparieren. Es fehlte aber weiterhin die zündende Idee, um den Abwehrverbund der Gäste auszuhebeln. Die bessere Spielanlage hatten die "Zebras", die durch Baljak nach Traumkombination ganz dicht vor dem zweiten Treffer standen (59.).

Babbel stellte nach einer guten Stunde vom 4-1-4-1 auf ein 4-1-3-2 um, brachte für Domovchiyski Djuricin, der neben Lasogga in die Spitze rückte (61.). Der Druck nahm zu, aber über eine optische Überlegenheit kamen die Berliner gegen das Abwehrbollwerk der Gäste auch in der Folge nicht hinaus. Mehr als eine Halbchance von Djuricin (72.) gab es nicht zu notieren. Und auch das Schiedsrichtergespann spielte aus Sicht der Hauptstädter nicht mit, der Assistent an der Linie nahm den Gastgebern einen Hochkaräter: Hubnik stand bei seiner Kopfballvorlage auf Ramos nicht im Abseits (76.).

Auf der Gegenseite ließ Maierhofer nach einem Klassekonter und Baljaks Vorlage überhastet die Vorentscheidung liegen (78.). Machte aber nichts, denn kurz vor Schluss machte es ein anderes Duo besser: Der sprintstarke Sahan sicherte die Kugel gegen den langsameren Kobiashvili, Baljak rückte nach und erzielte aus zehn Metern halblinker Position das 0:2 (85.).

Damit zog Duisburg mit Hertha nach Punkten gleich, wegen der besseren Tordifferenz an den Berlinern vorbei und steht nun auf Platz 2.

Am nächsten Spieltag gastiert die Hertha am Sonntag um 13.30 Uhr bei den "Löwen" in München. Duisburg empfängt bereits am Freitag um 18 Uhr den FSV aus Frankfurt.

27.11.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Sejna (2,5) - 
Lell (4)    
Hubnik (4,5) , 
Neumann (4)    
Kobiashvili (5) - 
Niemeyer (4,5) - 
Rukavytsya (5,5)    
Domovchiyski (5)    
Raffael (4) , 
Ramos (5)    

Einwechslungen:
61. Djuricin für Domovchiyski
70. N. Schulz für Rukavytsya
82. Friend für Ramos

Trainer:
Babbel
MSV Duisburg
Aufstellung:
Yelldell (4) - 
B. Kern (3) , 
Bajic (3) , 
Veigneau (2,5)    
Koch (2)    
Sukalo (3) - 
Sahan (2)        
Trojan (2)    
Maierhofer (3,5)    
Baljak (2)            

Einwechslungen:
77. Yilmaz für Trojan
88. Exslager für Sahan
90. + 1 Grlic für Baljak

Trainer:
Sasic

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Sahan (52., Rechtsschuss, Trojan)
0:2
Baljak (85., Linksschuss, Sahan)
Gelbe Karten
Hertha:
Neumann
(1. Gelbe Karte)
Duisburg:
Maierhofer
(4. Gelbe Karte)
,
Veigneau
(3.)
,
Koch
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
27.11.2010 13:00 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
32052
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Giesen)   Note 5
zwei eklatante Fehlentscheidungen der Assistenten zu Ungunsten Herthas verdarben den Gesamteindruck gründlich: Domovchiyski war bei seinem Tor (38., nach Niemeyer-Pass) ebensowenig im Abseits wie Hubnik nach Lells langem Ball (76.).
Spieler des Spiels:
Filip Trojan
klärte gegen Ramos auf der Linie (33.) und setzte in der Offensive seine Technik und sein Auge immer wieder gewinnbringend ein: bereitete Großchancen von Veigneau (12.) und Baljak (57.) vor und war mit seinem Lattentreffer Wegbereiter des ersten Tores.
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