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Juventus Turin

Juventus Turin

Italien
2
:
2

Halbzeitstand
0:1
Bayern München

Bayern München

Deutschland

JUVENTUS TURIN
BAYERN MÜNCHEN
15.
30.
45.



60.
75.
90.











Bayern verpasst bessere Ausgangsposition

Dybala weckt Juves Leidenschaft

Der FC Bayern hat sich nach einer über weite Strecken hervorragenden Vorstellung in Turin mit einem 2:2 eine gute Ausgangsposition für den Einzug ins Viertelfinale geschaffen. Vom Start weg legte die Guardiola-Elf ein furioses Tempo vor, setzte seine klare Dominanz in eine Zwei-Tore-Führung um und schien klar auf der Siegerstraße. Doch das Anschlusstor wie aus dem Nichts weckte nach einer guten Stunde die Lebensgeister der Bianconeri, die mit Leidenschaft noch zum Ausgleich kamen.

Müller netzt zum 1:0 für die Bayern ein
Das 1:0 kurz vor der Pause: Thomas Müller schiebt flach ins rechte Ecke ein.
© Getty ImagesZoomansicht

Juve-Trainer Massimiliano Allegri tauschte im Vergleich zum 0:0 in Bologna, das eine 15 Spiele anhaltende Siegesserie in der Liga beendete, viermal Personal aus: Für Sturaro, Pereyra, Zaza und Morata liefen Khedira, Cuadrado, Mandzukic und Dybala auf.

Bayern-Coach Pep Guardiola hatte nach dem 3:1-Sieg gegen Darmstadt drei Neue an Bord: Lahm (100. Champions-League-Spiel), Juan Bernat und Thiago ersetzten Rafinha, Tasci und Coman.

Bayern attackierte den Kontrahenten vom Start weg ganz früh. Es gelang den Münchnern, bis auf einen Mandzukic-Konter gleich in der ersten Minute, das Aufbauspiel von Juventus bereits im Keim zu ersticken. Vidal feuerte nach Costas Solo kernig, Buffon parierte mit beiden Fäusten (4.).

Müller vergibt Hundertprozenter

Die Alte Dame hinkte dem furiosen Tempo der Guardiola-Elf nur hinterher, rückte nach vereinzelten Befreiungsschlägen gar nicht erst nach, so beeindruckend war die Vorstellung der Gäste, denen allerdings beim finalen Pass die Präzision fehlte. Die Allegri-Elf setzte wieder durch Mandzukic einen der im Verlauf des ersten Durchgangs seltenen Nadelstich (12.), ehe es eigentlich 1:0 stehen musste: Lahm und Lewandowski bereiteten vor für Müller, der aus fünf Metern nur noch einschieben musste, aber an Ballannahme und Koordination scheiterte (13.).

Nach einer Viertelstunde löste sich Juve etwas aus der Umklammerung, die Dominanz der Münchner ebbte aber nur zwischenzeitlich etwas ab. Der FCB war wacher, zweikampfstärker, gierig auf die Balleroberung und gab der Alten Dame überhaupt keinen Platz zur Entfaltung. Das frühe Pressing barg auch Risiken, mit einem weiten Pass überbrückte Bonucci das Feld, aber dem durchgebrochenen Dybala misslang die Ballkontrolle (24.).

Die Bayern schraubten ihre Ballbesitzquote im ersten Abschnitt - immerhin gegen den Tabellenführer der Serie A - auf unglaubliche 71 Prozent hoch, spielten gegen defensiv verharrende Turiner guten Kombinationsfußball, ließen allein die Durchschlagskraft im letzten Drittel oft vermissen oder schlossen nicht platziert genug ab. Buffon parierte Bernats Aufsetzer (31.) und Lewandowskis Kopfball (32.).

Doch alles Müller oder was?

Es dauerte bis kurz vor dem Kabinengang, ehe sich die Bayern für ihren Dauerdruck belohnten: Robben flankte mit rechts von rechts an den zweiten Pfosten. Costa legte volley ins Zentrum zurück, wo Barzaglis Klärungsversuch misslang. Und Müller, bis dorthin sehr unglücklich agierend, nutzte seine Chance aus elf Metern diesmal eiskalt und schob flach ins rechte Eck zur Pausenführung ein (43.).

Mit Hernanes für Marchisio wurde es bei Juve mit Wiederanpfiff zunächst nicht nur nominell offensiver. Die Bianconeri verschoben sich insgesamt weiter nach vorne und schickten sich an, mutiger zu werden. Doch was zunächst nach taktischer Umstellung ausgesehen hatte, entpuppte sich schon nach wenigen Minuten als Strohfeuer.

Robben in typischer Manier - 2:0!

Denn die cleveren Bayern ließen sich nicht beeindrucken und hielten das Heft des Handelns bald wieder in der Hand. Mit viel Ballkontrolle beruhigte der deutsche Rekordmeister das Spiel und schlug bei einem Überzahlkonter mit Lewandowski und Müller das zweite Mal zu. Der Pole entschied sich zum eher mäßigen Pass auf den ebenfalls mitgeeilten Robben nach halbrechts. Der Niederländer kurvte in typischer Manier nach innen, Barzagli konnte das Tempo nicht mitgehen, und aus 13 Metern knallte der Flügelflitzer das Leder ins linke Eck (55.).

Dybala vollstreckt eiskalt

Turin war sichtlich angeknockt, war aber urplötzlich wieder im Spiel: Nach Cuadrados Pass ins Zentrum brachte Kimmich den Ball nicht weg. Mandzukic schaltete blitzschnell und passte auf Dybala, der frei vor Neuer cool ins rechte Eck vollstreckte (63.).

Der Anschlusstreffer weckte bei Juve die Lebensgeister, nun entdeckten die Hausherren ihre Leidenschaft. Mandzukic bereitete mit tollem Einsatz klasse vor für Cuadrado, der aber von halbrechts an Neuer scheiterte, wenig später flog Pogbas Schlenzer knapp drüber (jeweils 68.).

Allegri wechselt den Ausgleich ein

Allegri brachte mit Sturaro und wenig später Morata weitere frische Offensivkräfte. Ein kluger Schachzug, wie sich zeigen sollte. Denn eine Coproduktion der beiden Joker mündete in den Ausgleich: Morata legte nach Mandzukics Zuspiel nach links per Kopf quer nach innen, wo sich Sturaro entschlossen im Zweikampf gegen Kimmich durchsetzte und die Kugel aus fünf Metern unter die Latte nagelte (76.).

Weil die Kraft und Konzentration auf beiden Seiten in der Schlussphase nachließ, blieben zwingende Gelegenheiten zum Siegtreffer lange aus. Bonucci kam noch einmal frei zum Schuss, platzierte aber von der Strafraumkante genau auf Neuer (90.+1). Dann war Schluss.

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) ist Bayern in der Liga zu Gast beim VfL Wolfsburg. Juve empfängt tags darauf (20.45 Uhr) Inter in der Serie A. Das Rückspiel beider Teams in München findet am 16. März statt (Anpfiff: 20.45 Uhr).

Champions League, 2015/16, Achtelfinale
Juventus Turin - Bayern München 2:2
Juventus Turin - Bayern München 2:2
Es ist angerichtet

Die Juventus-Arena vor dem Anpfiff.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Juventus Turin
Aufstellung:
Buffon (3)    
Lichtsteiner (4) , 
Barzagli (4) , 
Bonucci (3) , 
Evra (4,5) - 
Khedira (5)    
Marchisio (4,5)    
Cuadrado (3) , 
Pogba (3) - 
Mandzukic (2) , 
Dybala (2,5)        

Einwechslungen:
46. Hernanes (2,5) für Marchisio
69. Sturaro     für Khedira
75. Morata     für Dybala

Trainer:
Allegri
Bayern München
Aufstellung:
Neuer (3) - 
Kimmich (4,5) , 
Alaba (2,5) - 
Lahm (2)    
Juan Bernat (3)    
Vidal (2)    
Robben (1,5)    
T. Müller (2)    
Thiago (3,5) , 
Douglas Costa (4)        
Lewandowski (2,5)    

Einwechslungen:
74. Benatia für Juan Bernat
84. F. Ribery für Douglas Costa

Trainer:
Guardiola

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
T. Müller (43., Rechtsschuss)
0:2
Robben (55., Linksschuss, Lewandowski)
1:2
Dybala (63., Linksschuss, Mandzukic)
2:2
Sturaro (76., Rechtsschuss, Morata)
Gelbe Karten
Juventus:
Morata
(1. Gelbe Karte)
Bayern:
Douglas Costa
(1. Gelbe Karte)
,
Lewandowski
(1.)
,
Vidal
(1.)

Spieldaten

Juventus Turin       Bayern München
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 11 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 330 : 675 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 259 : 603 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 71 : 72 Fehlpässe
 
Passquote 78% : 89% Passquote
 
Ballbesitz 33% : 67% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 55% : 45% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 13 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 17 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 0 Abseits
 
Ecken 3 : 4 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
23.02.2016 20:45 Uhr
Stadion:
Juventus Arena, Turin
Zuschauer:
41332 (ausverkauft)
Spielnote:  1
gut 60 Minuten ein taktisch hochwertiger Vortrag der Bayern, ein mitreißendes Kampfspiel mit packenden Strafraumszenen. Bestes Entertainment.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
3:4
Schiedsrichter:
Martin Atkinson (England)   Note 2
in einem extrem intensiven Spiel souverän, mit richtigem Strafmaß. Als der Ball an Vidals Arm ging, war sein Nein zu einem Juve-Elfmeter vertretbar.
Spieler des Spiels:
Arjen Robben
Beim 0:2 zog Arjen Robben gewohnt gekonnt nach innen, das 0:1 leitete er ein. Insgesamt gefiel er mit enormem Engagement, sogar grätschend.

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