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TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

3
:
3

Halbzeitstand
2:1
Bor. Mönchengladbach

Bor. Mönchengladbach


TSG HOFFENHEIM
BOR. MÖNCHENGLADBACH
15.
30.
45.







60.
75.
90.










Hoffenheim erinnert an frühere Tage und trumpft offensiv auf

Johnson hat das erste und das letzte Wort

Die TSG Hoffenheim hat Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach ein Remis abgerungen. Die Kraichgauer erinnerten mit teilweise erfrischendem Offensivfußball an frühere Tage, drehten einen frühen Rückstand noch vor der Halbzeit um und legten unmittelbar nach dem Seitenwechsel den dritten Treffer nach. Dann kamen die Fohlen zurück - mit schnellen Anschlusstreffer und einem Lucky Punch in den Schlussminuten.

Der Ausgleich: Steven Zuber (3.v.l.) steigt hoch und nickt für Hoffenheim zum zwischenzeitlichen 1:1 ein.
Der Ausgleich: Steven Zuber (3.v.l.) steigt hoch und nickt für Hoffenheim zum zwischenzeitlichen 1:1 ein.
© imagoZoomansicht

Hoffenheims Trainer Huub Stevens wartete im Vergleich zum jüngsten 0:1 in Berlin mit vier Änderungen auf: Anstelle von Bicakcic, Rudy, Schmid und Uth spielten Schär, Schwegler, Elyounoussi und Zuber. Für Elyounoussi war es die Saisonpremiere, für Zuber der erste Startelf-Einsatz seit dem 4. Spieltag - ein Schachzug, der sich auszahlen sollte.

Gladbachs Coach Andre Schubert musste nach dem 4:2 in der Champions League gegen Sevilla einen Wechsel vornehmen: Traoré, gegen die Andalusier mit einer Oberschenkelblessur zeitig ausgewechselt, musste passen. Ihn ersetzte Drmic.

Die Borussia begann furios und ergriff vom Anstoß an die Initiative in der Rhein-Neckar-Arena. Schon nach wenigen Sekunden schoss Xhaka zum ersten Mal aufs TSG-Tor, sein Flachschuss blieb aber harmlos (1.). Wenig später die frühe Führung: Nach Traumpass von Dahoud vollstreckte Johnson aus halblinker Position mit einem Flachschuss aufs lange Eck (5.). Die Elf vom Niederrhein hatte weitaus mehr Ballbesitz (bis zu 70 Prozent), spielte gefällig nach vorne und gab den Ton an.

Zuber und Elyounoussi - zwei Aktivposten

Doch die Kraichgauer nutzten ihre erste Torchance aus und trafen zum Ausgleich: Nach einer Amiri-Ecke schraubte sich Zuber hoch und traf per Kopf - 1:1 (11.). 1899 spielte aus einer defensiven Grundordnung heraus, trug im Gegensatz zu den ernüchternden und erfolglosen Vorwochen aber nach Ballgewinnen immer wieder schnelle Gegenstöße vor. So war Gladbach zwar optisch überlegen, musste aber stets auf der Hut vor Kontern sein. Elyounoussi und Zuber sorgten auf den Außenbahn gehörig für Wirbel - meist von Volland und Amiri in Szene gesetzt.

Nach 21 Minuten hatte Stindl die abermalige Gladbacher Führung auf dem Fuß, sein Flachschuss streifte aber knapp am Pfosten vorbei. Kurz darauf boten sich Zuber binnen einer Minute drei Möglichkeiten - per Schlenzer (25.), Kopfball (26.) und Flachschuss (26.). Erfolgreich war er aber nicht. Im Gegensatz zu Polanski, der nach herrlicher Vorarbeit von Amiri per Flachschuss aus rund zehn Metern zum 2:1 einnetzte (35.). Die Partie hatte kaum Leerlauf, war vielmehr kurzweilig und abwechslungsreich. Mit einer knappen, aber nicht gänzlich unverdienten Führung für Hoffenheim ging es in die Kabinen.

Stindl auf Amiri - 3:1

Nach dem Seitenwechsel legte eine Mannschaft wieder einen Blitzstart hin - allerdings nicht Gladbach. Stindl missglückte ein Rückpass völlig, er passte das Leder genau zu Amiri, der frei vor Sommer die Nerven bewahrte und mühelos einschob - 3:1 (47.). Gladbach war auch nach dem dritten Gegentor gewillt, mit spielerischen Mitteln Lösungen zu finden. Das machte sich schnell bezahlt: Raffael ließ zwar erst eine Möglichkeit aus (51.), dann aber verkürzte Drmic nach Stindl-Flanke auf 2:3 - sein erstes Tor für die Borussia (56.).

Die Schubert-Elf ließ nun eine Angriffswelle nach der anderen auf das TSG-Gehäuse zurollen und machte zehn Minuten Dauerdruck. Hoffenheim kam zwar kaum noch aus der eigenen Hälfte, ließ aber auch nicht allzu viel zu. Nach 65 Minuten befreiten sich die Kraichgauer wieder etwas aus der Umklammerung und entlasteten die Defensive. Polanskis flacher Distanzschuss (70.) verfehlte sein Ziel aber ebenso wie Amiris Schuss (73.).

Johnson schlägt nochmal zu

Erst in den Schlussminuten baute Gladbach wieder Druck auf und drängte 1899 zurück. Hazard prüfte Baumann mit einem flachen Distanzschuss (81.), dann glich Johnson aus: Raffael bediente den US-Amerikaner nach einem Konter, dieser ließ Kim aussteigen und jagte den Ball unter die Latte, der Schlusspunkt unter einem wahren Spektakel (87.).

Für Hoffenheim war die Leistung ein klarer Fortschritt. Diesen will die Stevens-Elf kommenden Samstag (15.30 Uhr) bestätigen - beim Gastauftritt beim FC Ingolstadt. Gladbach empfängt zur gleichen Zeit im Spitzenspiel den FC Bayern.

1. Bundesliga, 2015/16, 14. Spieltag
TSG Hoffenheim - Bor. Mönchengladbach 3:3
TSG Hoffenheim - Bor. Mönchengladbach 3:3
Unter Zugzwang

TSG-Coach Huub Stevens traf auf die starke Mönchengladbacher Borussia.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (3) - 
Strobl (3,5) , 
Schär (2,5) , 
Süle (2,5) , 
J.-S. Kim (4)    
Schwegler (3)    
Polanski (2,5)    
Elyounoussi (3) , 
Zuber (2,5)        
Nad. Amiri (1,5)        
Volland (3,5)    

Einwechslungen:
80. Szalai für Volland
86. Schmid für Zuber

Trainer:
Stevens
Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Sommer (4) - 
Korb (3)    
Nordtveit (3,5) , 
Wendt (2,5) - 
Dahoud (2,5)        
G. Xhaka (2,5)    
Drmic (2,5)        
F. Johnson (1,5)        
Stindl (3,5) , 
Raffael (2,5)

Einwechslungen:
49. Hazard (2) für Dahoud
80. Elvedi für Korb
84. Hrgota für Drmic

Trainer:
Schubert

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
F. Johnson (5., Rechtsschuss, Dahoud)
1:1
Zuber (11., Kopfball, Nad. Amiri)
2:1
Polanski (35., Rechtsschuss, Nad. Amiri)
3:1
Nad. Amiri (47., Linksschuss)
3:2
Drmic (56., Kopfball, Stindl)
3:3
F. Johnson (87., Linksschuss, Raffael)
Gelbe Karten
Hoffenheim:
Nad. Amiri
(1. Gelbe Karte)
,
J.-S. Kim
(2.)
Gladbach:
Dahoud
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

TSG Hoffenheim       Bor. Mönchengladbach
Tore 3 : 3 Tore
 
Torschüsse 18 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 308 : 686 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 206 : 578 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 102 : 108 Fehlpässe
 
Passquote 67% : 84% Passquote
 
Ballbesitz 31% : 69% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 55% : 45% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 10 : 14 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 
Ecken 8 : 6 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
28.11.2015 15:30 Uhr
Stadion:
Wirsol Rhein-Neckar-Arena, Sinsheim
Zuschauer:
30150 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
spannend, mitreißend, mit hohem Tempo und vielen Torraumszenen. Eine Klassepartie.
Chancenverhältnis:
8:7
Eckenverhältnis:
8:6
Schiedsrichter:
Michael Weiner (Hasede)   Note 1,5
sicherer Leiter mit guter Vorteilsauslegung. Richtig, dass er bei Nordtveit (Ellbogeneinsatz gegen Amiri, 73.) und Süle (unabsichtliches Handspiel, 81.) jeweils keinen Strafstoß gab.
Spieler des Spiels:
Fabian Johnson
überragend, mit welcher Kaltschnäuzigkeit sich Fabian Johnson als Torjäger präsentierte. Erst im Zentrum, dann als dribbelstarker Konterstürmer.

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