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SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
FC Augsburg

FC Augsburg


SC PADERBORN 07
FC AUGSBURG
15.
30.
45.





60.
75.
90.










Augsburg zum vierten Mal ohne Sieg

Lakic impft dem SCP neue Hoffnung ein

Der SC Paderborn beendete seine Torflaute gegen den FC Augsburg und fuhr einen verdienten 2:1-Heimsieg ein. Nach sechs Partien ohne Tor und sieben Heimspielen ohne Dreier platzte der Knoten bei den Ostwestfalen gleich doppelt. Augsburg verliert im Kampf um die Europa-Startplätze weiter an Boden, einzig Höjbjerg wehrte sich gegen die Niederlage.

Elias Kachunga feiert seinen Führungstreffer
Himmlische Freude: Elias Kachunga ließ den Knoten im Paderborner Sturm platzen, am Ende entschied Srdjan Lakic die Partie.
© picture allianceZoomansicht

Paderborns Coach André Breitenreiter nahm nach der 0:2-Niederlage in Berlin gleich fünf personelle Änderungen vor: Links verteidigte Hartherz für Brückner, vor der Abwehr ersetzte Bakalorz den gelbgesperrten Ziegler. In der Viererreihe hinter Sturmspitze Lakic begannen Kachunga, Ouali und Koc für Wemmer, Rupp und Meha. Auf der Gegenseite wechselte Augsburgs Trainer Markus Wienzierl im Vergleich zum 0:0 gegen Schalke 04 einmal: Baba meldete sich fit für die Startelf, Feulner rotierte raus.

Weinzierl hatte im Vorfeld ein Kampfspiel angekündigt, sein Mittelfeldstratege Baier erwartete gar einen Gegner mit dem "Messer zwischen den Zähnen." Davon war zu Beginn nichts zu sehen. Sichtlich um Dominanz bemüht starteten die Augsburger in die Partie und drängten den SCP in dessen Hälfte. Der erste Blick ging direkt nach vorne, bei Ballverlust wurde das Leder postwendend zurückerobert, Paderborn wirkte überrascht ob des rasanten Tempos. Nach einem Eckball von links fasste Bobadilla das Leder direkt ab, einzig Hartherz verhinderte den frühen Einschlag auf der Torlinie (9.). Die Gäste drängten und stürmten weiter, ohne allerdings wirklich gefährlich in den Strafraum zu gelangen.

Heinloths Wachmacher

Nachdem die Drangphase überstanden war, wagten sich die Paderborner selbst zum ersten Mal nach vorne. Als Wachmacher fungierte dabei Heinloths Sololauf über die rechte Seite, den Bakalorz mit einem wuchtigen Schuss weit über die Querlatte abschloss (19.). Von diesem Moment an traute sich der Außenseiter mehr, spielte vor allem über die Außenpositionen nach vorne und suchte Lakic und Kachunga im Zentrum.

Nachdem Kohr und Werner zwei Halbchancen aus der Distanz zu unplatziert abgeschlossen hatten, wurde es ruhig um die Offensivabteilung der Fuggerstädter. Die Defensive wurde gefordert: Lakic machte einen Ball 18 Meter vor dem Tor fest und legte quer auf Kachunga. Dessen Gegenspieler Baba rutschte erst weg, fälschte den Zehn-Meter-Schuss aber gerade noch rechtzeitig über den Querbalken ab (30.). Nur zwei Minuten später zog Bakalorz aus 13 Metern per volley ab, traf erst Lakics Rücken und dann die Latte - Glück für den FCA (32.).

Höjbjerg nach Geniestreich zurückgepfiffen

Augsburg gehörte der Beginn, dann nahmen die Ostwestfalen das Zepter in die Hand, und das letzte Drittel gestaltete sich ausgeglichen. Das Spiel beruhigte sich und beide beharkten sich fernab der gefährlichen Zonen. Einen Aufreger hatte das Duell aber noch parat: Höjbjerg setzte sich an der Torauslinie gegen Vrancic durch und hämmerte den Ball aus maximal spitzem Winkel ins Netz - wurde aber zurückgepfiffen, da der Däne Vrancic zuvor im Zweikampf ins Gesicht gegriffen hatte (44.).

Was auch immer die beiden Trainer ihren Spielern in der Kabine auf den Weg mitgegeben hatten - es zeigte Wirkung. Nur knapp drei Minuten waren gespielt, als Augsburg die Defensive entblößte und Vrancic Heinloth auf rechts in Szene setzte. Der Rechtsverteidiger flankte halbhoch in die Mitte, und Kachunga nickte aus kurzer Distanz ein (48.).

Höjbjerg kontert die Euphorie

Der Knoten war geplatzt, der Jubel frenetisch - doch die Freude sollte vorerst nur vier Minuten andauern. Höjbjerg gab den Spielverderber, als er am linken Strafraumeck Lopez auswackelte, in die Mitte zog und den Ball mit rechts fulminant ins lange Eck zimmerte (52.).

Die Fuggerstädter schienen nach dem Ausgleich gleich nachlegen zu wollen, doch auch der SCP hatte Blut geleckt. Als Hartherz beherzt über links marschierte und ins Zentrum flankte, schraubte sich Lakic unbehelligt in die Luft und köpfte schulbuchmäßig ins linke, obere Eck ein (60.). Augsburg reagierte wütend und rannte an. Meist ohne Plan im Spiel nach vorne konnte der FCA keine gefährlichen Szenen generieren, oft blieben Einzelaktionen im Geäst der Abwehrbeine hängen.

Auf der Gegenseite wechselte Breitenreiter mit Rupp neuen Schwung ein. Der Joker selbst zielte aus 17 Metern zu ungenau (77.), dann boten sich dem Aufsteiger Hochkaräter nach Kontern. Erst scheiterte Rupp an Hitz, im Nachfassen spitzelte er den Ball auf den mitgelaufenen Kutschke, der aus fünf Metern über das leere Tor zielte (81.). Augsburg präsentierte sich ideenlos, die Ostwestfalen konterten - und Ouali vergab frei vor Hitz die nächste Hundertprozentige (86.).

Den letzten Schuss des Spiels setzte Parker aus 17 Metern rechts neben das Gehäuse (88.), dann war Schluss. Paderborn feiert den sechsten Saisonsieg und schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf. Am Samstag (15.30 Uhr) werden die nächsten Zähler in Dortmund angepeilt, Augsburg muss im Abendspiel (18.30) gegen den VfB Stuttgart ran.

1. Bundesliga, 2014/15, 28. Spieltag
SC Paderborn 07 - FC Augsburg 2:1
SC Paderborn 07 - FC Augsburg 2:1
Feines Füßchen

Augsburgs Caiuby behauptet sich im Zweikampf mit Paderborns Kapitän Uwe Hünemeier.
© getty images

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11.04.15
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Paderborn 07
Aufstellung:
L. Kruse (4) - 
Heinloth (2,5) , 
Rafa Lopez (3,5) , 
Hünemeier (3)        
Hartherz (3) - 
Bakalorz (3,5) , 
Vrancic (2) - 
Koc (3,5)    
Ouali (3,5) - 
Kachunga (3)        
Lakic (3,5)        

Einwechslungen:
71. Rupp für Koc
77. Kutschke für Lakic
89. Strohdiek für Kachunga

Trainer:
Breitenreiter
FC Augsburg
Aufstellung:
Hitz (2,5) - 
Verhaegh (3)    
Hong (4,5) , 
Klavan (4,5) , 
Baba (4,5) - 
Kohr (4)    
Baier (3,5) - 
Bobadilla (3,5)    
Höjbjerg (3)        
To. Werner (4,5) - 
Caiuby (4,5)    

Einwechslungen:
40. Matavz (4) für Caiuby
63. Esswein für Kohr
76. S. Parker     für Bobadilla

Trainer:
Weinzierl

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Kachunga (48., Kopfball, Heinloth)
1:1
Höjbjerg (52., Rechtsschuss, Bobadilla)
2:1
Lakic (60., Kopfball, Hartherz)
Gelbe Karten
Paderborn:
Hünemeier
(4. Gelbe Karte)
Augsburg:
S. Parker
(1. Gelbe Karte)
,
Höjbjerg
(4.)

Spieldaten

SC Paderborn 07       FC Augsburg
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 14 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 293 : 519 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 201 : 405 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 92 : 114 Fehlpässe
 
Passquote 69% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 37% : 63% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 14 : 21 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 21 : 14 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
11.04.2015 15:30 Uhr
Stadion:
Benteler-Arena, Paderborn
Zuschauer:
14446
Spielnote:  3
abwechslungsreich und intensiv, wenn auch spielerisch nicht immer hochwertig.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
6:7
Schiedsrichter:
Tobias Stieler (Hamburg)   Note 2
zurückhaltend und souverän. Die Entscheidung, Höjbjergs Treffer wegen Fouls an Vrancic (44.) nicht anzuerkennen, war in Ordnung.
Spieler des Spiels:
Mario Vrancic
Sehr präsent, mit Ideen und guter Übersicht, fädelte prima das 1:0 ein: Mario Vrancic war der große Antreiber beim ersten Heimsieg des SCP 2015.