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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

2
:
2

Halbzeitstand
1:2
VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg


EINTRACHT FRANKFURT
VFL WOLFSBURG
15.
30.
45.








60.
75.
90.








Frankfurt profitiert von Leverkusens Sieg beim HSV

Eintracht-Happy-End gegen starke "Wölfe"

In einer intensiven und temporeichen Partie mühte sich Frankfurt gegen Wolfsburg zu einer Punkteteilung. Der VfL beeindruckte gegen nervöse Gastgeber mit kluger Raumaufteilung und sicheren Kombinationen, legte schnell zwei Tore vor, ehe ein Platzverweis und Anschlusstreffer die Eintracht wieder ins Spiel brachten. Doch auch in Überzahl fehlte es den Hessen gegen clevere und zweikampfstarke "Wölfe" an Struktur, erst in der Schlussminute gelang der glückliche Ausgleich.

Polak nickt zur VfL-Führung ein
Nachezu unbedrängt nickt Jan Polak vom linken Fünfereck zur VfL-Führung ein.
© Getty ImagesZoomansicht

Frankfurts Trainer Armin Veh tauschte im Vergleich zum 1:1 in Bremen einmal Personal aus. Meier kehrte nach ausgeheilter Bänderverletzung zurück und führte die Eintracht als Kapitän auf den Platz. Für Matmour wie auch den eigentlichen Spielführer Schwegler (Trainingsrückstand) blieb nur die Bank.

VfL-Coach Dieter Hecking setzte nach dem 3:3 gegen den BVB zum Saisonausklang auf exakt dieselbe Startformation.

Vor der Partie wurde bekanntgegeben, dass Nikolov seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat. Diese Nachricht, strahlender Sonnenschein und ein ausverkauftes Haus sorgten für Super-Stimmung in Frankfurt, die aber alsbald gedämpft wurde: "Wölfe"-Verteidiger Rodriguez brachte eine Ecke von links ans vordere Fünfereck, Polak nickte nahezu unbedrängt ins rechte Eck ein (8.).

Die Eintracht agierte nervös und fahrig. Viele Fehlpässe hemmten die Angriffsversuche gegen einen Gegner, der die bessere Spielanlage zeigte und sicher kombinierte. Und dicht vor dem 2:0 stand, als Vieirinha nach Hasebes Traumpass nur den rechten Pfosten traf (13.).

Frankfurt kam kaum auf Touren, hatte aber zwei Großchancen, die jeweils Inui vergab (16., 19., Pfostenschuss). Dies hätte für die Veh-Schützlinge der Türöffner sein können, so aber bedeutete der direkte Konter das 2:0: Olic enteilte auf der linken Seite, seinen Pass auf Strafraumhöhe schob Diego in der Mitte aus elf Metern cool ins rechte Eck (19.).

Die Hessen präsentierten sich nach wie vor wie in einer Zwangsjacke. Es fehlte nicht am Willen, dafür aber an Leichtigkeit. Gepaart mit Zweikampfstärke, Raumaufteilung und Spielvermögen hatte Wolfsburg gegen einen gelähmten Gegner alles im Griff - Diego verpasste das dritte VfL-Tor (31.), Perisic knallte aus der Distanz knapp drüber (33.).

Nach sehr harter Entscheidung von Felix Zwayer aber waren die Gastgeber wieder im Spiel: Hasebe bedrängte und foulte Inui im Strafraum, der Referee zeigte auf den Punkt und zückte Rot wegen Notbremse, obwohl Naldo noch in der Nähe war. Meier war's egal, der Torjäger verwandelte sicher mit Saisontor Nummer 16 zum 1:2-Pausenstand (36.).

Hecking hatte taktisch nach dem Platzverweis mit dem Personaltausch Träsch für Perisic reagiert, Veh brachte mit Wiederanpfiff Djakpa für Oczipka. Und die Hausherren drängten mit Macht auf den Ausgleich, den Russ nach Andersons Pfostenkopfball auch vermeintlich erzielte, der aber richtigerweise wegen Abseits nicht zählte (49.).

Wolfsburg überstand die erste Angriffswelle der Hessen, agierte im Vorwärtsgang vorsichtig, aber durchaus noch ballsicher und mit Struktur, ohne jedoch Chancen zu kreieren. Den Gegner, nun mit Schwegler für Zambrano, hielten der omnipräsente Diego & Co. aber nach einer Stunde meist erfolgreich fern vom eigenen Strafraum. Dann musste Nikolov mit einer Oberschenkelverletzung raus, Ersatzmann Özer feierte sein Bundesligadebüt (66.).

Frankfurts Offensivaktionen prallten an der der zweikampfstarken und robusten Deckung der Hecking-Elf ab, lediglich Lakics Kppfball versprühte etwas Gefahr (71.). Auf der anderen Seite blockte Russ Olic gerade noch ab (77.), ehe die Endphase anbrach.

In der passierte bis in die Schlusssequenz hinein nicht viel, ehe noch zweimal Jubel ausbrach auf den Rängen. Zunächst nach Leverkusens 1:0 beim HSV. Und wenig später nach Rodriguez' Kopfball-Eigentor nach Schweglers für Aigner gedachten weitem Pass zum 2:2-Endstand (90.). Ende gut, alles gut aus Sicht der Veh-Schützlinge.

Es geht in die Sommerpause. Der erste Spieltag der Bundesliga-Saison 2013/14 findet vom 9. bis 11. August statt.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Nikolov (4)    
S. Jung (3) , 
Zambrano (4,5)        
Anderson (3,5) , 
Oczipka (5)    
Rode (2,5)    
Russ (3)    
S. Aigner (4) , 
Meier (3,5)        
Inui (3,5) - 
Lakic (4,5)

Einwechslungen:
46. Djakpa (2,5) für Oczipka
59. Schwegler (3) für Zambrano
66. A. Özer für Nikolov


Trainer:
Veh
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (3)    
Hasebe (5)    
Naldo (3) , 
Knoche (3) , 
R. Rodriguez (3,5) - 
Medojevic (3) , 
Polak (2)    
Vieirinha (3)    
Perisic (3,5)    
Diego (2)        
Olic (3)    

Einwechslungen:
38. Träsch (3) für Perisic
82. Hasani für Olic
89. Madlung für Vieirinha

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Polak (8., Kopfball, R. Rodriguez)
0:2
Diego (19., Rechtsschuss, Olic)
1:2
Meier (36., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Inui)
2:2
R. Rodriguez (90., Eigentor, Kopfball, Schwegler)
Rote Karten
Frankfurt:
-
Wolfsburg:
Hasebe
(35., Notbremse, Inui)

Gelbe Karten
Frankfurt:
Zambrano
(11. Gelbe Karte)
,
Rode
(8.)
,
Russ
(5., gesperrt)
Wolfsburg:
Diego
(7. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
18.05.2013 15:30 Uhr
Stadion:
Commerzbank-Arena, Frankfurt
Zuschauer:
51500 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
Wolfsburg bot beste Unterhaltung, die Eintracht sorgte für ein spektakuläres Ende.
Chancenverhältnis:
6:5
Eckenverhältnis:
6:9
Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)   Note 2,5
gab zurecht Elfmeter nach Hasebes Foul an Inui. Rot zu zeigen war eine sehr harte, gerade noch vertretbare Entscheidung, weil Naldo fast auf gleicher Höhe mit Hasebe war. Insgesamt eine überzeugende Leistung.
Spieler des Spiels:
Diego
Torschütze, Antreiber, Kämpfer, teilte aus und musste viel einstecken.

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