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FC Schalke 04

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1. FC Nürnberg

 
FC Schalke 04

1:0 (0:0)

1. FC Nürnberg
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FC Schalke 04
1. FC Nürnberg
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.











Galasek sieht in der Schlussphase die Rote Karte

Kuranyi hält Schalke an der Spitze

Mit einer Energieleistung in der zweiten Hälfte bezwingt Schalke den 1. FC Nürnberg. Nach einer höhepunktarmen ersten Halbzeit legten die Gelsenkirchener eine Schippe drauf und hatte Chancen beinahe im Minutentakt. Der Club war ausschließlich mit der Defensive beschäftigt. In der 63. Minute erlöste Kuranyi die Schalker mit seinem zehnten Kopfballtor in dieser Saison. Die Gastgeber ließen zahlreiche Möglichkeiten aus, eine Vorentscheidung zu erzielen. Am Ende reichte es dennoch für "Königsblau".

Eng bewacht: Spiranovic war stets in der Nähe von Schalkes Spielmacher Lincoln.
Eng bewacht: Spiranovic war stets in der Nähe von Schalkes Spielmacher Lincoln.
© dpaZoomansicht

Eine personelle Änderung nahm Trainer Mirko Slomka im Vergleich zur 1:2-Niederlage in Bochum vor. Für Youngster Özil rückte Kobiashvili in die Startelf. Bei Nürnberg gab es nach dem 1:1-Remis gegen Wolfsburg zwei Wechsel zu verzeichnen: Glauber und Pagenburg erhielten eine Verschnaufpause, dafür spielten Beauchamp und Galasek (nach Gelbsperre).

Die Gelsenkirchener taten sich zu Beginn schwer, in die Partie zu finden. Nürnberg versteckte sich keineswegs und zeigte gelegentlich gute Ansätze in der Offensive. Die ausgegebene Taktik von Hans Meyer wurde alsbald ersichtlich. Beinahe alle Nünberger deckten gegen den Mann, Galasek spielte in der Viererkette ein Art Libero - und Schalke hatte mit dieser Art der Verteidigung seine liebe Mühe. Torszenen blieben im Duell der abwehrstärksten Klubs (beide erst 29 Gegentreffer) absolute Mangelware. Eine Ausnahme bildete die 23. Minute: Gleich zweimal kam Kuranyi zum Abschluss. Erst prüfte er Keeper Schäfer aus 17 Metern, der zum Einwurf klärte. Panders folgende "manuelle Flanke" erwischte Kuranyi mit dem Kopf, das Leder ging aber knapp am Club-Gehäuse vorbei. Kurz darauf verfehlte Saenko auf der anderen Seite mit einem 17-Meter-Schuss das Tordreieck der Schalker um einen halben Meter.

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In der letzten Viertelstunde vor der Pause erhöhte Schalke nochmal die Schlagzahl - und wäre für das Engagement beinahe belohnt worden. Nach einer Pander-Flanke sprang das Leder von Kuranyi zu Rodriguez. Sein verunglückter Versuch landete bei Asamoah, der aus kurzer Distanz das Leder mit einer Grätsche über das Tor beförderte (33.). Sechs Minuten später erwischte Bordon eine Freistoß-Flanke seines Landsmann Lincoln mit dem Kopf. Der Kapitän der "Königsblauen" brachte aber den Ball aus kürzester Entfernung nicht im Tor unter und vergab die letzte und gleichzeitig beste Möglichkeit der ersten Hälfte.

Schalkes Trainer Mirko Slomka reagierte zur Pause und brachte Özil für den blassen Kobiashvili. Die "Königsblauen" machten nun richtig Dampf. Vor allem im Luftkampf war S04 den Gästen deutlich überlegen. Rodriguez verfehlte per Kopf das Tor knapp (52.), beim zweiten Versuch des Uruguayers reagierte Schäfer glänzend (58.). Eine Minute zuvor forderten die Gelsenkirchener vehement Elfmeter, da Beauchamp Kuranyi am Trikot festgehalten hatte. Referee Meyer ließ weiterspielen - eine kaum zu vertretende Entscheidung des Referees.

In der 64. Minute hatte es Schalke dann geschafft. Hamit Altintop flankte auf Kuranyi, der sich in der Mitte gegen Wolf durchsetzte. Der Schalker war mal wieder mit dem Kopf zur Stelle - sein zehntes Tor, das er auf diese Art in dieser Saison erzielte. Die Slomka-Truppe drängte auf den zweiten Treffer, doch beste Möglichkeiten wurden leichtfertig vergeben. Immer wieder war Kuranyi der Unruheherd: Ein Lupfer über Schäfer landete auf dem Tornetz (69.), nach einer Hereingabe von Özil konnte Schäfer klären, da Kuranyi aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig traf (72.).

Freude pur: Kuranyi bejubelt den Siegtreffer, FCN-Keeper Schäfer ist geschlagen.
Freude pur: Kuranyi bejubelt den Siegtreffer, FCN-Keeper Schäfer ist geschlagen.
© dpa

Schalke hatte in dieser nun tempo- und chancenreichen Partie noch zahlreiche hochkarätige Gelegenheiten (Kuranyi scheiterte allein vor Schäfer, Hamit schoss Zentimeter am Tor vorbei), verpasste jedoch, den Sack gegen eine sich auflösende Elf aus Franken vorzeitig zuzumachen. Beinahe wäre der Club doch noch zum Spielverderber geworden. Saenko nahm aus 13 Metern halbrechter Position Maß, Neuer war aber auf dem Posten (74.). In der 82. Minute noch ein Aufreger: Hamit Altintop rannte aus der eigenen Hälfte los. Galasek wollte ihn abgrätschen, der Türke sprang in Höhe der Mittellinie über die Beine des Tschechen hinweg, kam aus dem Tritt und ließ sich fallen. Die Rote Karte wegen Notbremse war rein regeltechnisch eine Fehlentscheidung, da der Schalker noch viel zu weit vom Tor entfernt war. Ohne in Bedrängnis zu kommen, brachte die Slomka-Truppe in Überzahl das Ergebnis über die Zeit.

Noch zwei Siege, und Schalke ist nach 49 Jahren wieder Meister. Am kommenden Samstag erwartet S04 beim Revierderby in Dortmund aber noch eine ganz schwere Aufgabe. Nürnberg tritt zeitgleich gegen den Hamburger SV an.

05.05.07
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Schalke 04
Aufstellung:
Neuer (3) - 
Rafinha (4) , 
Bordon (2,5)    
Rodriguez (3) , 
Pander (4) - 
F. Ernst (3,5) - 
Lincoln (4)    
Asamoah (3)    
Kobiashvili (5)    
Kuranyi (1,5)    

Einwechslungen:
46. Özil (3) für Kobiashvili
67. Halil Altintop für Asamoah
88. Varela für Lincoln

Trainer:
Slomka
1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (1,5) - 
Beauchamp (4,5)    
Wolf (4,5) , 
Galasek (3)    
Pinola (4,5)        
Spiranovic (3) - 
Kristiansen (4)    
Engelhardt (5) - 
Polak (4,5)    
Saenko (4) - 

Einwechslungen:
53. Reinhardt (4) für Pinola
67. Pagenburg für Kristiansen
71. Mintal für Polak

Trainer:
Meyer

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Kuranyi (64., Kopfball, Hamit Altintop)
Rote Karten
Schalke:
-
Nürnberg:
Galasek
(82., rohes Spiel, Hamit Altintop)

Gelbe Karten
Schalke:
Bordon
(7. Gelbe Karte)
Nürnberg:
Pinola
(9. Gelbe Karte)
,
Beauchamp
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
05.05.2007 15:30 Uhr
Stadion:
Veltins-Arena, Gelsenkirchen
Zuschauer:
61482 (ausverkauft)
Spielnote:  3
Chancenverhältnis:
11:1
Eckenverhältnis:
7:1
Schiedsrichter:
Florian Meyer (Burgdorf)   Note 4
die Rote Karte für Galasek wegen rohen Spiels war im Grenzbereich, aber durch die Regel gedeckt; verweigerte Kuranyi einen Foulelfmeter (Beauchamp, 58.).
Spieler des Spiels:
Kevin Kuranyi
Zeigte ein unglaubliches Laufpensum, riss kämpferisch mit, köpfte das Siegtor. Kleiner Makel: Hätte mehr Tore machen können.
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