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18.11.2018, 23:30

NFL, Week 11: Maher lässt Dallas jubeln

Roethlisbergers zwei Gesichter - Smiths Horror-Verletzung

Ben Roethlisberger, Star-Quarterback der Pittsburgh Steelers, erlebte bei den Jacksonville Jaguars zuerst einen Tag zum Vergessen, avancierte dann aber in einer dramatischen Schlussphase zum großen Helden. Ein dramatisches Finale gab es auch in Atlanta beim Gastspiel der Cowboys. In Washington überschattete derweil eine Horror-Verletzung das Sportliche.

Erst desolat, dann herausragend: Ben Roethlisberger.
Erst desolat, dann herausragend: Ben Roethlisberger.
© Getty ImagesZoomansicht

Sechs Niederlagen in sieben Spielen - die Saison der Jacksonville Jaguars läuft alles andere als nach Plan. Für das Team aus dem Sonnenstaat Florida ging es am Sonntag schon um Alles oder Nichts. Nur ein Sieg gegen die Pittsburgh Steelers würde weiterhelfen. Das war leichter gesagt als getan, denn das Team aus "Steel City" präsentierte sich zuletzt in blendender Form und stellte in der NFL so etwas wie das Kontrastprogramm zu Jacksonville dar. Sechs Siege aus sieben Spielen, in der Vorwoche dann noch ein beeindruckendes 52:21 gegen die Carolina Panthers.

Bei den Jags wollten die Steelers nun ihre Vormachtstellung in der AFC North untermauern, erwischten dann aber einen rabenschwarzen Tag - und Jacksonville kam das gelegen. Die in dieser Saison so arg gebeutelte Defensive versprühte wieder etwas von dem längst vergessenen alten Glanz, als man noch landesweit "Sacksonville" genannt wurde. Und auch die Offensive funktionierte: Zuerst sorgte Josh Lambo mit drei Field Goals im zweiten Viertel für eine 9:0-Führung, ehe im dritten Abschnitt Leonard Fournette einen Touchdown verbuchte und Lambo den Extra-Punkt sicherte.

78-Yards-Touchdown-Pass ist der Wendepunkt

Es sah nicht gut aus für die Steelers, deren Offense über weite Strecken kein Bein auf den Boden brachte. Doch das sollte nicht so bleiben, denn die Gäste wachten auf und bliesen zur Aufholjagd. Beim Stand von 0:16 packte Ben Roethlisberger einen Touchdown-Pass über 78 Yards auf Antonio Brown aus und setzte so ein erstes dickes Ausrufezeichen - da waren noch 91 Sekunden in Durchgang drei auf der Uhr. Die anschließende Two-Point-Conversion ging zwar schief, das 6:16 stellte dennoch den Wendepunkt des Spiels dar.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte "Big Ben" einen miserablen Auftritt gehabt (66 Yards und drei Interceptions), doch nun drehte er auf: Zuerst sorgte er mit einem Pass über 11 Yards auf Vance McDonald dafür, dass die Steelers wieder in Schlagdistanz kamen. McDonald bejubelte den Touchdown, Boswell sorgte für den Extra-Punkt. Nun kam endgültig Spannung auf, die Jags gerieten aus dem Tritt und sahen acht Sekunden vor Schluss ihre Felle davonschwimmen. Was war passiert? Ben Roethlisberger beförderte das Ei aus einem Yard Entfernung höchstpersönlich über die Linie - die Referees schauten sich die Szene noch einmal an und entschieden letztlich auf Touchdown! Jacksonville blieb anschließend nur noch die Option "Hail Mary" - letztlich ein unerfüllter Traum, weil die Jaguars den Ball verloren und am Ende mit 16:20 verloren.

Dallas - oder wenn der Kicker zum Held wird

Umjubelter Kicker: Dallas' Brett Maher wird nach seinem Field Goal zum Sieg gefeiert.
Umjubelter Kicker: Dallas' Brett Maher wird nach seinem Field Goal zum Sieg gefeiert.
© Getty ImagesZoomansicht

Unzufrieden mit der Saison dürften auch die Atlanta Falcons und die Dallas Cowboys sein. Beide Teams hatten vor dem direkten Duell eine Negativbilanz von 4:5. Beide Teams lieferten sich ein ausgeglichenes Duell, in dem die Fans lange auf den ersten Touchdown warten mussten, nicht aber auf Punkte. Field Goals waren hüben wie drüben Trumpf - dreimal trafen die Falcons, zweimal die Cowboys, die dann aber im Schlussabschnitt durch Dak Prescott (4-Yard-Lauf) und Ezekiel Elliott (23-Yard-Lauf) zwei Touchdowns verbuchten.

Kicker Brett Maher bescherte den Texanern zudem noch einen Extra-Punkt. Atlanta bäumte sich dann aber noch einmal auf und egalisierte über Matt Bryant (Field Goal über 21 Yards) sowie Julio Jones (34-Yards-Touchdown-Pass von Matt Ryan, Bryant sorgte für den Extra-Punkt). Bis zum Schluss stand es dann 19:19, doch dann schwang sich Dallas' Kicker Maher zum Held des Tages auf, als er quasi mit der Schlusssirene aus 42 Yards ein Field Goal erzielte. Durch den Sieg schöpften die Cowboys neue Hoffnung im Rennen um die Play-offs, ganz im Gegesatz zu den Falcons, für die es düster aussieht, zumal sie in der NFC South New Orleans und Carolina verfolgen.

Alex Smith erleidet Horror-Verletzung

Die 21:23-Niederlage der Washington Redskins gegen die Houston Texans geriet derweil zur reinen Nebensache. Eine schwere Verletzung von Alex Smith, dreimaliger All-Star, überschattete alles. Der Quarterback der Redskins erlitt bei einer Attacke von Kareem Smith einen Knöchelbruch. Die Szenen, die sich den Fans und Zuschauern auf den Bildschirmen darauf boten, waren nichts für schwache Gemüter: Der Unterschenkel des 34-Jährigen stand in einem unnatürlichen Winkel ab und musste noch auf dem Feld provisorisch geschient werden. Für Smith dürfte die Verletzung das sichere Saison-Aus bedeuten.

drm

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Schier endlos viele Touchdowns

In der National Football League tragen sie Teams auf ihren Schultern - und sind hauptverantwortlich für Erfolg oder eben Misserfolg: die Quarterbacks. Ihr oberstes Ziel ist es, Touchdown-Pässe zu werfen. In der Geschichte der NFL haben das besonders elf Spielmacher eindrucksvoll getan und jeweils mindestens 300 TDs erreicht. Das Besondere: Sechs QBs darunter sind immer noch aktiv. Ob sie die Nummer 1 noch schnappen können?
© Getty Images

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