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25.12.2016, 15:16

NFL, Week 16, Weihnachten, Saturday: Falcons und Giants sind weiter

Schwere Verletzungen bei Oakland und Seattle

Wahrscheinlich wären etliche NFL-Profis am Weihnachtswochenende lieber bei ihren Familien als auf dem Football-Platz. Doch die sportliche Pflicht rief die Athleten zur Pflicht - und am 24. Dezember in die Stadien. Besonders bitter: Zwei Spieler von bereits für die Play-offs qualifizierten Teams hat es in der samstäglichen Spätschicht von Week 16 auch noch schlimm erwischt: Die Oakland Raiders (12:3) verloren ihren starken Quarterback, während die Seattle Seahawks (9:5:1) bereits auf den zweiten Star verzichten müssen. Grund zur Freude hatten derweil Atlanta und New York.

Wadenbeinbruch bei Carr! Oakland ist geschockt

Schmerzhaft: Oaklands Derek Carr erleidet Wadenbeinbruch.
Schmerzhaft: Oaklands Derek Carr erleidet Wadenbeinbruch.
© picture allianceZoomansicht

20 von 30 Pässen brachte Derek Carr am Samstag für 228 Yards, drei Touchdowns (keine Interception) an den Mann - und bewies damit einmal mehr: Der Quarterback der Oakland Raiders ist in seinem dritten NFL-Jahr auf seinem vorübergehenden Höhepunkt angekommen. 3795 Yards und stolze 25 TD-Pässe (sechs Int., fünf Fumbles) sprechen eine unmissverständliche Sprache, die Oakland vorzeitig in die Play-offs führten und die "Raiders Nation" vom ganz großen Wurf Richtung Super Bowl träumen ließen.

Doch diese Träume scheinen mit einem Schlag geplatzt! Denn im vierten Quarter beim 33:25-Sieg gegen die inzwischen endgültig ausgeschiedenen Indianapolis Colts (7:8), die die "NFL-Piraten" auf 12:3 hievte, verletzte sich Carr bitterböse: Der 25-Jährige musste nach einem "Sack" von Linebacker Trent Cole vom Feld gefahren werden. Nicht viel Zeit verging, ehe die Diagnose bereits herein flatterte: Wadenbeinbruch!

Oaklands Headcoach Jack Del Rio verkündete die traurige Botschaft der Öffentlichkeit: "Derek Carr hat sich das Wadenbein gebrochen und wird schon am Sonntag operiert. Er ist damit definitiv raus." Der Trainer ergänzte: "Ich bin mir sicher, dass er unendlich traurig sein wird, aber er weiß auch, dass wir ihn unterstützen und lieben. Er wird wieder gesund werden und sich uns an irgendeinem Punkt wieder anschließen. Bis dahin bauen wir ihn auf!"

Und bis dahin muss nun Ersatz-Quarterback Matt McGloin ran, der sich die Aufgabe auch zutraut: "Ich bin bereit. Ich habe Jahre mit Derek trainiert, mit ihm zusammengearbeitet und gesehen, was er alles auf dem Feld geleistet hat - und dabei viel von ihm gelernt. Ich bin bereit, da rauszugehen." Coach Del Rio baut dennoch etwas vor: "Keine Frage: Die Offensive Line, die Running Backs, die Defense, die Special Teams - alle müssen sie nun mehr geben. Wir müssen diesen Rückschlag als Team hinnehmen und uns aufrichten."

Beinbruch bei Lockett! Seattle ist geschockt

Anderer Ort, ähnlich traurige Stimmung: Wide Receiver Tyler Lockett von den Seattle Seahawks (9:5:1) hat sich bei der äußerst knappen und hochspannenden 31:34-Niederlage nach Verlängerung, die Kicker Chandler Catanzaro mit seinem Field Goal aus 43 Yards sicherte, gegen die schon vorab in Sachen Play-offs chancenlosen Arizona Cardinals (6:8:1) schwer am Bein verletzt. Wie schwer, das steht ebenfalls fest: gebrochenes Bein - und damit Saisonaus. Lockett muss bereits am Sonntag unters Messer.

Der 24-Jährige fing am Samstag einen Pass von seinem überragenden Quarterback Russell Wilson (350 Yards, vier TDs, keine Int.) und rutschte mit dem "Ei" in der Hand in die Endzone. Dabei fiel ihm allerdings Cards-Cornerback Brandon Williams dermaßen unglücklich auf den Unterschenkel, sodass dieser sich unnatürlich nach außen verdrehte.

Besonders bitter: Die Hawks hatten Anfang Dezember bereits einen ihrer besten Abwehrspieler verloren. Safety Earl Thomas, Mitglied der gefürchteten "Legion of Boom", hatte im Spiel gegen Carolina einen Knochenbruch im Bein erlitten - und hinterher sogar von einem möglichen Karriereende berichtet. Ganz aus dem Kopf war dieser Gedanke beim 27-Jährigen zunächst noch nicht, wie er jüngst kundgetan hatte: "Ich genieße es gerade, morgens ohne den Druck aufzuwachen. Frieden umhüllt mich - und das ist schon immer mein oberstes Ziel. Allerdings kommt auch der Wettkampfgedanke in mir hoch, wenn ich mich dem Trainingsgelände nähere. Ich weiß also noch nicht, was ich machen werden."

Inzwischen weiß es Thomas aber. Auf Twitter schrieb er noch am Samstag: "Ich werde nächste Saison auf jeden Fall zurückkehren." Sein Kollege Richard Sherman behält demnach Recht. Der Cornerback hatte jüngst mitgeteilt: "Er wird nicht aufhören."

Play-offs! Atlanta ist hocherfreut

Atlanta Falcons
Die Atlanta Falcons stehen erstmals seit vier Jahren in der Postseason.
© imago

Vier Jahre lang mussten die Anhänger der Atlanta Falcons (10:5) warten, ehe mal wieder Endrunden-Football genossen werden kann: Mit dem eigenen 33:16-Sieg bei den nun ausgeschiedenen Panthers (6:9) hat das NFL-Franchise allerdings das Ticket gelöst - und zugleich die NFC South gewonnen und ein Heimspiel in den Play-offs ergattert.

Quarterback "Matty Ice" Ryan verhalf seinen Farben mit 277 Yards und zwei TD-Pässen zum Erfolg, während am Rande auch ein klein wenig Schützenhilfe notwendig war: Dank des Sieges der Oakland Raiders über die Indianapolis Colts gehören die Falcons zu jenen Teams, die in den Play-offs stehen.

Play-offs! New York ist hocherfreut

Bedanken dürfen sich auch die New York Giants um Spielmacher Eli Manning, die selbst im Thursday Night Game zum Auftakt von Week 16 noch mit 19:24 bei den Philadelphia Eagles verloren hatten - und somit noch ein wenig bangen mussten. Doch am Samstag war es ebenfalls dank Schützenhilfe soweit: Die G-Men kehren dank der 24:31-Pleite der Tampa Bay Buccaneers bei den New Orleans Saints nach fünf Jahren Abstinenz in den Endrunden-Zirkus der National Football League zurück.

Play-offs! Houston ist hocherfreut

In der Endrunde stehen auch die Houston Texans (9:6), die sich im Saturday Night Game im Heimspiel gegen die bereits ausgeschiedenen Cincinnati Bengals (5:9:1) in einem lange Zeit recht überschaubaren Spiel knapp mit 12:10 durchsetzten.

Das Highlight im mit 71.836 Fans gefüllten NRG Stadium geschah kurz vor Spielende: Die Texaner ergatterten ihren zweiten Divisionstitel (AFC South) in Folge nur, weil Cincy-Kicker Randy Bullock (ehemals Houston) das Field Goal zum möglichen 13:12 für seine Bengals rechts daneben setzte. "Es war uns bestimmt", freute sich Receiver DeAndre Hopkins.


Ergebnisse, Week 16

Thursday Night, 22. Dezember (Ortszeit)

Philadelphia - New York Giants 24:19

Saturday, 24. Dezember

Buffalo - Miami 31:34 n.V.
New England - New York Jets 41:3
Jacksonville - Tennessee 38:17
Green Bay - Minnesota 38:25
Cleveland - San Diego 20:17
Chicago - Washington 21:41
Carolina - Atlanta 16:33
Oakland - Indianapolis 33:25
New Orleans - Tampa Bay 31:24
Seattle - Arizona 31:34
Los Angeles - San Francisco 21:22

Saturday Night

Houston - Cincinnati 12:10

Sunday, 25. Dezember

Pittsburgh - Baltimore

Sunday Night

Kansas City - Denver

Monday Night, 26. Dezember

Dallas - Detroit

mag

 
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