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17.10.2016, 00:09

NFL, Week 6: QB-Wechsel der 49ers bleibt effektlos

Panthers endgültig in der Krise - Brady stark

Der Super-Bowl-Finalist Carolina Panthers ist endgültig in der Krise angekommen. Die Mannschaft um Vorjahres-MVP Cam Newton verlor bei den New Orleans Saints bereits ihr fünftes Saisonspiel. Dagegen siegreich waren die New England Patriots, für die Tom Brady sein Heimdebüt nach seiner Sperre gab. Für die vier Teams aus der AFC North setzte es ausschließlich Niederlagen, ebenso für die San Francisco 49ers, die mit einem neuen alten Quarterback antraten.

Tom Brady von den New England Patriots instruiert seinen Kollegen James White.
Tom Brady von den New England Patriots instruiert seinen Kollegen James White.
© Getty ImagesZoomansicht

Was ist nur mit den Panthers los? Carolina unterlag bei den New Orleans Saints 38:41 und verlor damit in Week 6 bereits seine fünfte Partie. Bei den Saints strauchelten der Super-Bowl-Teilnehmer der letzten Spielzeit gewaltig und lag zwischenzeitlich schon mit 21 Punkten im Hintertreffen, ehe Newton (322 Yards, zwei TD-Pässe) zur Aufholjagd blies. Drei Minuten vor dem Ende glichen die Panthers die Partie auch aus (38:38), doch im letzten Drive der Saints sicherte sich Will Lutz mit einem Field Goal aus 52 Yards den Erfolg der Saints.

New Orleans' Quarterback Drew Brees zeigte beim zweiten Saisonsieg erneut seine ganze Klasse: 465 Yards und vier Touchdowns. Auch der deutsche Defensive End Kasim Edebali, der unter der Woche exklusiv mit kicker online über sein NFL-Leben gesprochen hatte (Edebali: "Das ist das Spiel, das ich liebe.") hatte seinen Anteil am Erfolg: Der 27-Jährige verzeichnete seinen ersten "Sack" der Saison.

Emotionaler Brady happy: Zweiter Sieg im zweiten Spiel

Besser als bei den Panthers läuft es derzeit bei den New England Patriots (5:1). In Spiel zwei seit der Rückkehr von Quarterback Brady gewann der viermalige Champion ohne Mühe gegen die Cincinnati Bengals. Der 39 Jahre alte Spielmacher agierte dabei nahezu fehlerlos und brachte 29 seiner 35 Pässe (376 Yards) an den Mann. Sieben Zuspiele erreichten dabei Rob Gronkowski. Der bullige Tight End kam auf 162 Yards (Karriere-Bestwert) und einen Touchdown.

"Es war heute sehr emotional im Stadion. Wir sind nicht sehr gut in die Partie gekommen, aber in der zweiten Hälfte und vor allem im vierten Viertel lief es dann deutlich besser", sagte Brady gegenüber ESPN. Für die Bengals war es schon die vierte Niederlage und damit der schlechteste Start seit 2010/11.

Das Knie! Roethlisberger hofft

Ben Roethlisberger von den Pittsburgh Steelers.
Schmerz im Knie: Ben Roethlisberger von den Pittsburgh Steelers.
© Getty Images

Eine unerwartete Niederlage strichen die Pittsburgh Steelers ein. Die Mannschaft von Star-QB Ben Roethlisberger hatte bei den Miami Dolphins nicht den Hauch einer Chance und verlor letztlich 15:30. "Es gibt nichts zu beschönigen", meinte Steelers-Coach Mike Tomlin: "Wir sind gründlich unter die Räder gekommen."

Auch Roethlisberger hatte dabei wahrlich nicht seinen besten Tag. "Big Ben" kam nur auf 186 Yards Raumgewinn und musste aufgrund einer Knieverletzung kurzfristig in der Kabine behandelt werden. "Ich habe etwas im Knie gespürt. Ich hoffe, dass es nichts Ernsthaftes ist", so Roethlisberger. Bei den Dolphins stach Running Back Jay Ajayi heraus: 23-Jährige rannte für 204 Yards (25 Carries) und zwei Touchdowns. "Wir haben gezeigt, zu was für einer Leistung wir im Stande sind. So müssen wir jede Woche auftreten", sagte Miamis Quarterback Ryan Tannehill.

Beckham Jr.: Erst Hüfte, dann Turbo

Auch die weiteren Teams der AFC North, die Baltimore Ravens und die Cleveland Browns, verloren ihre Spiele. Für die Browns war die 26:28-Pleite bei den Tennessee Titans schon die sechste Niederlage. Die Browns bleiben damit die einzige Mannschaft der NFL, die noch immer auf das erste "W" der Spielzeit 2016/17 warten. Baltimore verlor nach einem 3:0-Start ins Jahr nun auch schon zum dritten Mal in Folge. Bei den New York Giants setzte es für den Meister der Saison 2012/13 eine vermeidbare 23:27-Niederlage.

Giants-Receiver Odell Beckham Jr. avancierte dabei zum Matchwinner. Der Exzentriker, der unlängst gesagt hatte, dass ihm Football keinen Spaß mehr mache, fing sich nach einem frühen Fumble und einer Verletzungspause (Hüfte). OBJ drehte in der zweiten Hälfte aber auf und ebnete mit einem 66-Yard-Turbolauf in der Schlussphase den 700. Sieg in der Franchise-Geschichte der Giants, bei denen Quarterback Eli Manning die Marke von 300 TD-Pässen durchbrach. Auf seinen im Sommer in Rente gegangenen Bruder Peyton (539) fehlen allerdings noch einige Endzonen-Bälle.

Für die Ravens, die mit neuem Offensive-Coordinator antraten, heißt es nach der dritten Schlappe hintereinander, Wunden lecken und es in der kommenden Woche an gleicher Stelle besser zu machen. Dann tritt Baltimore bei den New York Jets an.

Trotz Kaepernick-Rückkehr: 49ers verlieren deutlich

Ebenfalls in der Erfolgslosigkeit befinden sich derzeit die San Francisco 49ers. Auch der Wechsel auf der Spielmacherposition, Colin Kaepernick - gerade erst mit einem neuen Vertrag ausgestattet - übernahm nach der 21:33-Niederlage gegen Arizona für Blaine Gabbert, brachte nicht den erwünschen Effekt. Bills-Running-Back LeSean McCoy (drei Touchdowns) erwies sich dabei als Spielverderber für die Kalifornier, die defensiv desolat auftraten und 312 Rush-Yards der Bills erlaubten.

Die Philadelphia Eagles um QB-Rookie Carson Wentz haben ihre Mojo verloren. Bei den Washington Redskins verloren die Eagles (3:2) ihre zweite Partie in Folge. Zwar warf Wentz keine Interception, doch wurde er von der Redskins-Defensive gleich fünfmal "gesackt". Dazu leisteten sich die Eagles insgesamt 13 Strafen und gaben allein dadurch 114 Yards ab - zu viel, um in der US-Hauptstadt zu gewinnen.

Das letzte Spiel zur frühen Kick-Off-Zeit war keines für schwache Nerven. Matt Prater kickte die Detroit Lions aus 34 Yards zum 31:28-Erfolg über die L.A. Rams. Bitter verlief die Partie dabei für Los Angeles? Quarterback Case Keenum: Der 28-Jährige brachte zwischenzeitlich 20 aufeinanderfolgende Pässe (Franchise-Rekord) bei den Mitspielern an und verfehlte bei nur fünf seiner 32 Wurfversuche sein Ziel. Allerdings warf Keenum in der Schlussphase auch die entscheidende Interception in die Arme von Rafael Bush. "Ich habe den Quarterback genau beobachtet und musste nur noch den Ball fangen", beschrieb Bush die letzten Aktion des Spiels.


Ergebnisse, Week 6

Thursday Night, 13. Oktober (Ortszeit)

San Diego Chargers - Denver Broncos 21:13

Sonntag, 16. Oktober

Buffalo Bills - San Francisco 49ers 45:16
Washington Redskins - Philadelphia Eagles 27:20
Tennessee Titans - Cleveland Browns 28:26
New York Giants - Baltimore Ravens 27:23
New Orleans Saints - Carolina Panthers 41:38
Chicago Bears - Jacksonville Jaguars 16:17
Detroit Lions - Los Angeles Rams 31:28
Miami Dolphins - Pittsburgh Steelers 30:15
New England Patriots - Cincinnati Bengals 35:17
Oakland Raiders - Kansas City Chiefs
Seattle Seahawks - Atlanta Falcons
Green Bay Packers - Dallas Cowboys

Sunday Night

Houston Texans - Indianapolis Colts

Monday Night, 17. Oktober

Arizona Cardinals - New York Jets

ssc

 
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