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Japan

Japan

1
:
0

Halbzeitstand
1:0
Kamerun

Kamerun


JAPAN
KAMERUN
15.
30.
45.

60.
75.
90.








Kamerun mit verkorkstem Turnierbeginn

Honda sichert wichtigen Sieg

In einem von vielen individuellen Fehlern geprägten Spiel hatten die "Samurai Blue" das Glück auf ihrer Seite. Eine der wenigen Torchancen nutzte Honda kurz vor der Pause zum Führungstreffer. Die "Unbezähmbaren Löwen" aus Kamerun fanden bis zum Schlusspfiff kein Mittel gegen die japanische Defensive und enttäuschten auf der ganzen Linie.

Der Führungstreffer für Japan: Honda lässt Torwart Souleymanou keine Chance. auch Mbia kommt zu spät.
Der Führungstreffer für Japan: Honda lässt Torwart Souleymanou keine Chance, auch Mbia kommt zu spät.
© picture-allianceZoomansicht

Japans Trainer Takeshi Okada vertraute zum WM-Auftakt der "Blue Samurai" überwiegend auf Spieler aus der heimischen J-League. Lediglich Matsui (Grenoble), Honda (ZSKA Moskau) und der Wolfsburger Hasebe verdienen ihr Geld nicht auf den japanischen Inseln.

Auf Seiten Kameruns setzte der Franzose Paul Le Guen ausschließlich auf Legionäre. Neben Superstar Eto'o von Inter Mailand liefen mit Matip (Schalke 04) und Choupo-Moting (1.FC Nürnberg) auch zwei Bundesliga-Profis in der Startformation auf.

Beide Mannschaften agierten vom Anpfiff an nervös. Der Druck, der auf den Akteuren lastete, war deutlich zu spüren. Zunächst versuchten beide Seiten die Defensive zu etablieren, so dass Torchancen Mangelware blieben. Erst ein Fehler des japanischen Torhüters Kawashima eröffnete Choupo-Moting eine erste kleine Chance, die aber Hasebe zu vereiteln wusste (15.).

Die Partie blieb auch in der Folgezeit zerfahren. Viele Offensiv-Aktionen waren auf Zufälle aufgebaut. Die jeweiligen Abwehrreihen hatten wenig Probleme, den Gegner vom Tor fern zu halten. Zudem entwickelte sich mit Fortdauer der ersten Hälfte ein wahres Fehlpass-Festival.

Während Kameruns Aufbauspieler immer wieder Probleme hatten, gegen die gut gestaffelt agierende japanische Abwehr die Stürmer in Szene zu setzen, hatten die Japaner noch nicht einmal eine echte Anspielstation in der Spitze und lauerten fast ausschließlich auf Konter.

Ohne Höhepunkte schleppte sich die Partie durch die erste Halbzeit, bis in der 38. Minute Enoh für Kamerun mit einem Flachschuss Kawashima zum ersten Mal prüfte.

Die Japaner wurden davon scheinbar aufgeweckt, denn keine 60 Sekunden später erzielten die "Samurai Blue" den Führungstreffer. Matsui flankte von der rechten Seite über die Abwehr der Afrikaner hinweg an den zweiten Pfosten, wo Honda völlig vergessen wurde. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten, nahm den Ball gekonnt an und verwandelte abgeklärt aus kurzer Distanz zum 1:0.

Danach konzentrierte sich Nippon darauf, die Führung in die Pause zu bringen. Dieses Unterfangen wurde vereinfacht, da die geschockt wirkenden "Unbezähmbaren Löwen" ihre Krallen überhaupt nicht mehr ausfahren konnten.

Zweite Halbzeit: Kamerun besser, aber im Pech

Mit etwas mehr Schwung kamen die Kameruner aus der Kabine und hatten auch gleich eine gute Möglichkeit. Eto'o setzte sich auf dem rechten Flügel durch und legte von der Grundlinie für Choupo-Moting auf. Der Nürnberger kam aber bei seinem Schussversuch in Rücklage und traf das Tor nicht (49.).

Nachdem in der 54. Minute auch noch Webo in aussichtsreicher Position den Ball am Tor vorbei schob, schienen die Westafrikaner ihr Pulver bereits wieder verschossen zu haben. Die japanische Defensive war Herr der Lage.

Erschreckend war mit zunehmender Spieldauer aber vor allem die Fehlerquote auf beiden Seiten. Sowohl die Akteure Kameruns, als auch die Japaner verschenkten leichtfertig Bälle oder traten Ecken und Freistöße unmotiviert ins Aus.

Sicher konnten sich, trotz der Probleme die Kamerun in der Offensive hatte, auch die Japaner nicht sein, zumal Torwart Kawashima nicht den besten Tag erwischt hatte und fast an jeder Flanke vorbei segelte.

Dadurch blieb das Spiel bis in die Schlussminuten spannend, zumal Okazaki in der 82. Minute die endgültige Entscheidung auf dem Fuß hatte, freistehend aber nur den Pfosten von Souleymanous Gehäuse traf.

Kamerun gab bis zum Schlusspfiff nicht auf, hatte aber Pech, als in der 86. Minute Mbia einen Distanzschuss an das Lattenkreuz nagelte. Doch auch das letzte Aufbäumen der Afrikaner in der Nachspielzeit wurde von der japanischen Defensive abgeschlagen, zumal Torwart Kawashima in der Nachspielzeit gegen Webo den Sieg mit einer Glanzparade festhielt.

Die Japaner bekommen es im zweiten Gruppenspiel am Samstag, den 19. Juni in Durban mit den Niederlanden zu tun (13.30 Uhr). Für Kamerun steht am gleichen Tag der Vergleich mit Dänemark an (20.30 Uhr).

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Japan
Aufstellung:
Kawashima (4) - 
Komano (3,5) , 
Nakazawa (3,5) , 
Tulio (3) , 
Nagatomo (4) - 
Abe (3,5)    
Hasebe (3)        
Y. Endo (4) - 
Matsui (3,5)    
Okubo (5)    
Honda (4)    

Einwechslungen:
69. Okazaki für Matsui
82. Yano für Okubo
88. Inamoto für Hasebe

Trainer:
Okada
Kamerun
Aufstellung:
Souleymanou (5) - 
Mbia (4,5) , 
Nkoulou (4,5)    
Bassong (4,5) , 
Assou-Ekotto (4,5) - 
J. Matip (4)    
Makoun (5)    
Enoh (5) - 
Eto'o (4)    
Choupo-Moting (4)    
Webo (4,5)

Einwechslungen:
63. Emana für J. Matip
75. Geremi für Makoun
75. Idrissou für Choupo-Moting

Trainer:
Le Guen

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Honda (39., Linksschuss, Matsui)
Gelbe Karten
Japan:
Abe
(1. Gelbe Karte)
Kamerun:
Nkoulou
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
14.06.2010 16:00 Uhr
Stadion:
Free State, Bloemfontein
Zuschauer:
30620
Spielnote:  6
Kamerun fand gegen die gut organisierte japanische Defensive kein Rezept, es gab nur sehr wenige flüssige Kombinationen und noch weniger Torchancen, erst in der Schlussphase stieg der Unterhaltungswert, als die Afrikaner etwas mehr Druck entwickelten.
Chancenverhältnis:
2:3
Eckenverhältnis:
0:3
Schiedsrichter:
Olegario Benquerenca (Portugal)   Note 2,5
sehr souveräne Spielleitung, jederzeit Herr des Geschehens, kam ohne Theatralik und viele Karten aus, hatte allerdings auch wenige knifflige Entscheidungen zu treffen.
Spieler des Spiels:
Marcus Tulio
Chef der japanischen Abwehr, zweikampf- und kopfballstark, in der Schlussphase der Turm in der Abwehrschlacht.

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