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Deutschland

Deutschland

0
:
1

Halbzeitstand
0:1
Serbien

Serbien


DEUTSCHLAND
SERBIEN
15.
30.
45.







60.
75.
90.











Ampelkarte für Klose - Löws Wechsel ohne Wirkung

Podolski scheitert vom Punkt

Die deutsche Nationalelf ist wieder auf dem Boden der Tatsachen gelandet: In einer intensiven Partie konnten die über eine Hälfte in Unterzahl agierenden Löw-Schützlinge nur phasenweise an die beim Auftaktspiel gezeigte Leistung anknüpfen und mussten gegen kompakte Serben eine 0:1-Niederlage einstecken. Nach Pausenrückstand drehte das DFB-Team zwar auf, wusste aber auch mit besten Chancen nichts anzufangen.

Podolski (li. ) gegen Kuzmanovic
Duell mit Haken und Ösen: Lukas Podolski (li. ) gegen Zdravko Kuzmanovic.
© picture-allianceZoomansicht

Deutschlands Coach Joachim Löw vertraute beim zweiten Gruppenspiel exakt auf seine erfolgreiche Elf, die zum Auftakt 4:0 gegen Australien gewonnen hatte.

Auf Seiten Serbiens drehte Trainer Radomir Antic nach dem 0:1 gegen Ghana dreimal am Personalkarussell: Für Gelb-Rot-Sünder Lukovic feierte der Dortmunder Subotic sein WM-Startelf-Debüt und rückte in die Innenverteidigung. Kuzmanovic (VfB Stuttgart) ersetzte Milijas, und überraschend fand sich Pantelic nur auf der Bank wieder - Ninkovic kam für den Ex-Herthaner zum Zug.

In Port Elizabeth herrschten bei Sonnenschein und 15 Grad gute äußere Bedingungen. Serbien agierte mit Forechecking und versuchte, das Aufbauspiel der deutschen Elf schon in der gegnerischen Hälfte zu stören. Dennoch gelangen dem DFB-Team zumindest teilweise ansehnliche Kombinationen, die in der ersten guten Chance durch Podolskis Volleyschuss mündeten (7.).

Die Antic-Schützlinge operierten häufig mit weiten Pässen auf Sturm-Riese Zigic (2,02 Meter), der die Bälle auf die nachrückenden Akteure ablegen sollte, was zu Beginn nicht gelang. Zweites Mittel waren Angriffe über die rechte Seite, wo Krasic, gegen den Badstuber seine liebe Mühe haben sollte, die erste Torannäherung durch Ninkovics Volleyabnahme einleitete (11.).

Klare Möglichkeiten blieben in der Folge hüben wie drüben Fehlanzeige, weil das Tempo überschaubar blieb und beide Mannschaften wenig Risiko eingingen. Nur selten rückten die Rivalen von ihrer taktischen Grundordnung ab und boten dem Kontrahenten so wenig Raum zur Entfaltung.

Das Geschehen spielte sich weitgehend im Mittelfeld ab, wo sich die Spieler in intensiven Zweikämpfen beharkten. Der spanische Referee Undiano brachte mit etwas kleinlicher Regelauslegung Farbe ins Spiel, zückte binnen kurzer Zeit nicht weniger als viermal Gelb: Klose und Khedira auf der einen, Ivanovic und Kolarov auf der anderen Seite hießen die verwarnten Akteure.

Mitte des ersten Durchgangs hatten die Löw-Schützlinge zwar mehr Ballkontrolle, bissen sich aber spätestens in Strafraumnähe an den starken Verteidigern der "Beli Orlovi" die Zähne aus. Nur wenn es schnell ging, wurde es gefährlich: Klose netzte sogar ein, stand aber beim Zuspiel von Özil vorher klar im Abseits (31.).

Nun nahm die Partie Fahrt auf. Kolarov schoss einen Freistoß aus 25 Metern knapp rechts vorbei (34.), Kloses Kopfballablage flog in aussichtsreicher Position ins Leere (35.).

Referee Undiano zückt die Ampelkarte gegen Klose
Tiefschlag: Referee Undiano zückt die Ampelkarte gegen Klose (11).
© picture-alliance

Der Bayern-Stürmer sollte alsbald wieder im Mittelpunkt stehen, mit einer dummen Aktion erwies der Routinier seinem Team einen Bärendienst: Der bereits gelbverwarnte Angreifer leistete sich an der Mittellinie von hinten ein Allerweltsfoul. Schiedsrichter Undiano blieb aber bei seiner engen Regelauslegung und zückte Gelb-Rot (37.).

Ein Unglück kommt selten allein: Krasic überlief auf der rechten Seite Badstuber und flankte in die Mitte. Dort legte Zigic per Kopf ab auf Jovanovic, der freistehend aus kurzer Distanz Neuer keine Chance ließ (38.).

Noch vor der Pause suchte der dreimalige Weltmeister nach einer Antwort, und fast wäre die auch gelungen: Khedira hämmerte das Leder kurz vor dem Kabinengang aber nur an die Latte.

Das DFB-Team war gefordert, nach Wiederanpfiff sollten zunächst dieselben Akteure die Wende herbeiführen. Auch Serbien begann unverändert.

"Die Weißen Adler" standen nun etwas tiefer und lauerten auf Fehler von Lahm & Co., die nach ihrer Harmonie und Passsicherheit aus dem Auftaktspiel suchten. Der Kampfgeist aber war erwacht, trotz Unterzahl ergriff der Vize-Europameister immer mehr die Initiative. Schweinsteigers 16-Meter-Schuss geriet zu zentral (55.), Podolski hatte sein Visier nach Traumpass von Özil halblinks frei vor Stojkovic nicht genau genug eingestellt (58.) und scheiterte nur eine Minute später am Außennetz.

Wenig später hatte der Kölner erneut die Riesenchance zum Ausgleich: Völlig unmotiviert segelte Vidic in Torwartmanier durch den Strafraum und spielte den Ball mit der Hand. Elfmeter für Deutschland und Gelb für Vidic! Podolski trat an, scheiterte aber mit seinem Flachschuss an Keeper Stojkovic (60.).

Die Antic-Elf hatte sich nach der Pause noch kaum vor dem deutschen Tor gezeigt, holte dies aber Mitte des zweiten Abschnitts nach und sorgte dabei fast für die Vorentscheidung: Jovanovic scheiterte aber zum Glück für Neuer am Pfosten (67.).

Die starke Phase der Löw-Schützlinge war vorbei, auf beiden Seiten folgten die ersten Wechsel: Marin und Cacau kamen für Müller und Özil genau wie auf der Gegenseite Kacar für Ninkovic (70.). Erneut hatten "Beli Orlovi" nach einem Konter die Gelegenheit zum 2:0, doch Zigic traf per Kopf nach Krasics Flanke nur die Oberkante der Latte (74.).

Mit Gomez für Badstuber zog Löw die letzte Offensivoption (77.), die den Schlussspurt einleiten sollte. Doch alles Anrennen half nichts - so richtig zum Abschluss kamen die deutschen Spieler bis auf einen Podolski-Knaller (84., rechts vorbei) nicht mehr. Eine knifflige Szene ereignete sich noch kurz vor Schluss: Stankovic traf Gomez im Strafraum beim versuchten Abwehrschlag, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm.

Am kommenden Mittwoch (23. Juni) findet die Gruppenphase ihren Abschluss. Deutschland erwartet in Soccer City in Johannesburg gegen Ghana ein Endspiel um den Einzug ins Achtelfinale, Serbien hat gute Karten, in Nelspruit gegen Australien die K.o.-Runde zu erreichen. Beide Partien werden um 20.30 Uhr angepfiffen.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Deutschland
Aufstellung:
Neuer (4) - 
Lahm (3)        
Mertesacker (4,5) , 
A. Friedrich (3,5) , 
Badstuber (5,5)    
Khedira (3)    
B. Schweinsteiger (3)    
T. Müller (4,5)    
Özil (3,5)    
Podolski (4,5) - 
Klose (5)    

Einwechslungen:
70. Cacau für Özil
70. Marin für T. Müller
77. M. Gomez für Badstuber

Trainer:
Löw
Serbien
Aufstellung:
Stojkovic (2) - 
Ivanovic (5)    
Vidic (4,5)    
Subotic (3,5)    
Kolarov (3)    
Stankovic (3)    
Kuzmanovic (3,5)    
Ninkovic (4,5)    
Krasic (2) , 
Jovanovic (2,5)        
Zigic (3,5)

Einwechslungen:
70. Kacar für Ninkovic
75. Petrovic für Kuzmanovic
79. Lazovic für Jovanovic

Trainer:
Antic

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Jovanovic (38., Linksschuss, Zigic)
Gelb-Rote Karten
Deutschland:
Klose
(37.)
Serbien:
-
Gelbe Karten
Deutschland:
Khedira
(1. Gelbe Karte)
,
Lahm
(1.)
,
B. Schweinsteiger
(1.)
Serbien:
Ivanovic
(1. Gelbe Karte)
,
Kolarov
(1.)
,
Subotic
(1.)
,
Vidic
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Stojkovic hält Handelfmeter von Podolski (60.)

Spielinfo

Anstoß:
18.06.2010 13:30 Uhr
Stadion:
Port Elizabeth, Port Elizabeth
Zuschauer:
38294
Spielnote:  3,5
die schleppend angelaufene Partie nahm erst nach dem Platzverweis etwas Fahrt auf.
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
7:1
Schiedsrichter:
Alberto Undiano Mallenco (Spanien)   Note 4
mit überaus kleinlicher Regelauslegung, die ein Fußballspiel von gehobenem internationalen Niveau unmöglich machte.
Spieler des Spiels:
Vladimir Stojkovic
Der Torhüter hielt Podolskis Elfmeter und damit den Sieg fest. Er wirkte insgesamt sehr aufmerksam und sicher.

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