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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

3
:
0

Halbzeitstand
2:0
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim


VFL WOLFSBURG
TSG HOFFENHEIM
15.
30.
45.



60.
75.
90.









Zwei Ex-Chelsea-Spieler zeigen es Hoffenheim

Schürrle und De Bruyne euphorisieren Wolfsburg

Ein Name dominierte in den letzten Tagen in Wolfsburg - und das trotz des deutlichen 4:1 zum Rückrundenstart gegen Bayern: André Schürrle. Der Weltmeister, der unter der Woche endlich fix für 32 Millionen Euro bis Juni 2019 zum VfL gelotst worden war. Im Heimspiel gegen die leicht geplagte TSG 1899 Hoffenheim durfte der Flügelstürmer direkt von Beginn an ran. Sein Einstand mit den Wölfen hätte kaum besser verlaufen können: zwei Assists. Weil auch noch der zweite Ex-Chelsea-Spieler De Bruyne zwei Tore markierte, dürfte sich der VfL in der Transferpolitik bestätigt fühlen.

André Schürrle
Debüt für den VfL: Weltmeister André Schürrle.
© Getty ImagesZoomansicht

Wolfsburgs Coach Dieter Hecking veränderte seine Startelf im Gegensatz zum jüngsten 1:1 bei Eintracht Frankfurt in der englischen Woche auf einer Position: Flügelstürmer Schürrle debütierte für Perisic. Ferner hatte jüngst noch Manager Klaus Allofs die Ziele mit dem mittlerweile mit Qualität prall gefüllten Kader verankert: "Wir müssen jetzt in Richtung Champions League marschieren. Wir haben einen Kader zusammen, mit dem wir die Königsklasse in dieser Saison erreichen sollten."

Hoffenheims Trainer Markus Gisdol tat es seinem Gegenüber nach dem 1:2 gegen Werder Bremen, der zweiten Rückrundenniederlage, gleich. Und auch er brachte einen Debütanten: Mittelfeldmann Amiri, 18 Jahre jung, durfte für Szalai (Bank) ran. Weil trotz des schlechten Starts ins Jahr 2015 vorab immer noch Rang sieben zu Buche stand, erkannte Gisdol keine Dramatik: "Ich bin mir sicher, dass wir wieder in die Spur finden werden."

Schürrles Sahnestück eins

André Schürrle (Mitte)
Was für ein Auftakt für André Schürrle in seinem ersten Spiel für den VfL: zwei Torvorlagen in einer Hälfte.
© Getty Images

Diesen Worten folgte gerade einmal nach zwei Minuten und drei Sekunden die bittere Erkenntnis, dass Wolfsburg wohl kein Gradmesser für die TSG ist. 1:0 für den Gastgeber stand es zu diesem Zeitpunkt. Am meisten gefeiert wurde in der Volkswagen-Arena aber nicht Torschütze Dost, der einmal mehr seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte, sondern Vorlagengeber Schürrle. Der Weltmeister brachte seine Qualitäten direkt auf den Rasen, schlug von links eine enorm präzise Flanke an die Fünfmeterraumkante zu seinem Angriffspartner, der nur noch den Fuß hinhalten musste (3.). Es war Dosts fünfter Saisontreffer. Arnold wollte wenig später direkt mit einem Flachschuss nachlegen, den Torhüter Baumann sicher entschärfte (5.).

Schürrles Sahnestück zwei

Kevin De Bruyne
Der nächste Hochkaräter in Wolfsburgs Team: Torschütze Kevin De Bruyne.
© Getty ImagesZoomansicht

Baumanns Vordermänner versuchten sich zwar teilweise mit sehr hohem Pressing, das die Wölfe jedoch nicht verunsicherte. Weil auch im gesamten ersten Durchgang TSG-Ideen in der Offensive absolute Mangelware waren, ging die Führung absolut in Ordnung. Lediglich Volland setzte zwischenzeitlich zwei gute Abschlüsse aus jeweils rund 16 Metern (8. und 34.).

Mit dem 1:0 ging es aber nicht in die Pause, da die Wolfsburger neben einigen ordentlichen Vorstößen noch einen weiteren Kracher parat hatten. Wieder beteiligte sich dabei Schürrle mit einer Vorlage, die er selbst wohl lieber als Tor gesehen hätte: Der Weltmeister feuerte schnörkellos aus rund 16 Metern ab und knallte den Ball an die Querlatte. Von dort prallte das Leder in den Rückraum zu De Bruyne, der per Kopf abstaubte (28.). 2:0 - der Halbzeitstand.

Hoffenheim kommt motiviert aus der Kabine

Aus der Pause kamen die Hoffenheimer mit Zuber (kam für Elyounoussi) - und direkt wurde es gefährlich: Ein Querpass von der linken Seite landete im Rückraum bei Beck, der mit seinem verzogenen Schuss zeigte, warum er Abwehrspieler ist (46.). Weil Wolfsburg irgendwie Zeit brauchte, um in dieser zweiten Hälfte anzukommen, herrschte eine Minute später wieder wegen Zuber leichte Gefahr. Erst ab Minute 50 fassten sich die Niedersachsen und schüttelten ihre Lässigkeit ab, wenngleich nach vorne wenig gelang. Immerhin stand aber die Defensive stabil, weswegen die Partie einige Minuten mit Mittelfeldgeplänkel ablief.

Knoche kommt gegen Volland zu spät

Caligiuri war es dann, der über rechts spitzwinklig Richtung Tor zog und abschloss - am langen Pfosten strich der Abschluss vorbei (57.). Ein Signal für die die Wolfsburger Offensive? Nein, denn Hoffenheim drückte nun noch mehr auf den Anschlusstreffer und hatte in Minute 59 etwas Pech: Der sehr agile Zuber enteilte abermals über die linke Bahn, blickte nach innen und passte gut zu Volland. Der Nationalspieler zog direkt mit der Annahme an seinem Gegenspieler Knoche vorbei, wurde von diesem zweimal leicht getroffen. Die Tendenz ging klar Richtung Strafstoß, den Schiedsrichter Dr. Jochen Drees nicht gewährte (59.).

De Bruyne macht den Deckel drauf

Kevin De Bruyne
Markierte das 3:0 und tütete den Sieg endgültig ein: Kevin De Bruyne.
© Getty ImagesZoomansicht

Immer mehr rannte nun die Zeit der Hoffenheimer davon, sodass Coach Gisdol reagierte und mit dem Wechsel Stürmer Modeste für Schwegler seine Doppelsechs auflöste. Der Anschlusstreffer wurde benötigt. Tatsächlich bot sich unmittelbar danach die Chance dazu: Roberto Firmino hatte nach einem schönen Querpass von Modeste und einer Hakenablage von Zuber die Großchance aufs 1:2, doch sein halbhoher Schuss wurde vom aufmerksamen und herauseilenden Benaglio stark pariert (69.). Noch heikler wurde es zwei Minuten später: Joker Modeste war nach einem Schnittstellenpass von Amiri, der unglücklich von Rodriguez noch abgefälscht war, frei durch. Sein Flachschuss wäre knapp an Benaglio vorbeigegangen, wenn der Schweizer nicht wieder einen glänzenden Reflex gezeigt hätte (71.). Wenn man die eigenen Chancen nicht nutzt ...

... dann schlägt eben der eiskalte Favorit zu. Dieses altbekannte Motto passte an diesem Tage wie die Faust aufs Auge: Schürrle und Arnold eroberten zunächst im Mittelfeld den Ball, nahmen in der Mitte Dost mit. Der Angreifer legte rechts raus zu De Bruyne, der Tempo aufnahm und souverän unhaltbar links oben einnetzte (84.). Die Entscheidung. Ganz bitter war dies für Hoffenheim, das insgesamt gut mithielt, doch an der Effektivität der Hausherren und der eigenen schwachen Abschlüsse scheiterte. Die bittere TSG-Bilanz: drei Spiel im Jahr 2015, drei Niederlagen. Wolfsburg dagegen festigte Rang zwei - vor allem dank Doppelpacker De Bruyne und Doppelassistent Schürrle.

Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) reist der VfL Wolfsburg zum Verfolger Bayer Leverkusen. Zeitgleich empfängt die TSG Hoffenheim den VfB Stuttgart.

Bundesliga, 2014/15, 20. Spieltag
VfL Wolfsburg - TSG Hoffenheim 3:0
VfL Wolfsburg - TSG Hoffenheim 3:0
Fokussiert

Nationalspieler André Schürrle gab für Wolfsburg gegen Hoffenheim sein Debüt.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (2)    
Vieirinha (3,5)    
Naldo (3) , 
Knoche (3,5) , 
Arnold (3) , 
Luiz Gustavo (3,5) - 
D. Caligiuri (4)    
De Bruyne (2)            
Schürrle (2)    
Dost (2,5)    

Einwechslungen:
65. S. Jung für D. Caligiuri
73. Guilavogui     für Vieirinha
86. M. Schäfer für De Bruyne

Trainer:
Hecking
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (3) - 
Beck (4)    
Strobl (4) , 
Bicakcic (4) , 
J.-S. Kim (4) - 
Polanski (4)    
Schwegler (3,5)    
Nad. Amiri (4) , 
T. Elyounoussi (4)    

Einwechslungen:
46. Zuber (3) für T. Elyounoussi
65. Modeste für Schwegler

Trainer:
Gisdol

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Dost (3., Rechtsschuss, Schürrle)
2:0
De Bruyne (28., Kopfball, Schürrle)
3:0
De Bruyne (84., Rechtsschuss, Dost)
Gelbe Karten
Wolfsburg:
Schürrle
(1. Gelbe Karte)
,
Guilavogui
(3.)
Hoffenheim:
Polanski
(5. Gelbe Karte, gesperrt)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       TSG Hoffenheim
Tore 3 : 0 Tore
 
Torschüsse 9 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 505 : 461 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 401 : 353 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 104 : 108 Fehlpässe
 
Passquote 79% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 53% : 47% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 48% : 52% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 20 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 4 Abseits
 
Ecken 2 : 4 Ecken
 
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Spielinfo

Anstoß:
07.02.2015 15:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
26356
Spielnote:  3
eine Halbzeit lang temporeich und dank Wolfsburgs Esprit sehenswert, viele Längen nach der Pause.
Chancenverhältnis:
6:6
Eckenverhältnis:
2:4
Schiedsrichter:
Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)   Note 3,5
ruhig und umsichtig im Auftreten, allerdings hätte es bei Knoches Abwehrversuch gegen Volland Elfmeter geben müssen (58.); richtig dagegen, bei Zubers Schuss gegen Knoches angelegten Arm nicht auf Handelfmeter zu entscheiden (70.).
Spieler des Spiels:
André Schürrle
An allen drei Toren seines neuen Teams beteiligt war André Schürrle. Ein ziemlich gelungener Einstand für den Wolfsburger Neuzugang.

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