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Hamburger SV

Hamburger SV

3
:
0

Halbzeitstand
1:0
Borussia Dortmund

Borussia Dortmund


HAMBURGER SV
BORUSSIA DORTMUND
15.
30.
45.





60.
75.
90.











Hamburg: Sieg nach sieben Niederlagen in Serie

3:0! Slomka feiert Traumeinstand

Der Hamburger SV hat einen wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelandet und beim Debüt für Mirko Slomka Borussia Dortmund mit 3:0 (1:0) besiegt. Die Hanseaten überzeugten mit einer kompakten Defensive, intensiver Zweikampfführung sowie schnellen Konterangriffen und zogen dem BVB so den Zahn.

Der neue HSV: Kompakt, sicher, zweikampfstark

Petr Jiracek
Gleich klingelt's: Petr Jiracek (2.v.l.) köpft zum 1:0 ein.
© picture allianceZoomansicht

Hamburgs neuer Trainer Mirko Slomka krempelte die HSV-Elf bei seinem Debüt kräftig um. Im Vergleich zur bitteren 2:4-Niederlage in Braunschweig brachte er sechs Neue: Arslan, Badelj (nach Bänderriss), Calhanoglu, Djourou, Jiracek und Rajkovic begannen für Bouy (Grippe), Diekmeier (Magen-Darm-Infekt), John (Bank), Ilicevic (Oberschenkelzerrung), Sobiech (Bank) und van der Vaart (Bänderriss). Dortmunds Coach Jürgen Klopp sah nach dem deutlichen 4:0-Heimsieg gegen Frankfurt nur Grund für einen personellen Wechsel: Bender verdrängte Kehl auf die Bank.

Slomka wollte seine verunsicherte Mannschaft vor allem defensiv stabilisieren und weniger Risiken eingehen. Taktisch ordnete er ein 4-4-2-System an, sodass die Hanseaten mit zwei Viererketten sehr kompakt standen. In der Vorwärtsbewegung setzte der HSV dann auf schnelle Konterangriffe. Jiracek verzeichnete erste gute Möglichkeiten, zielte aber jeweils genau auf Weidenfeller (2., 16.).

Schwaches Abwehrverhalten: Jiracek trifft

Der Borussia fiel hingegen nur wenig ein und prallte an der gut geordneten HSV-Defensive immer wieder wirkungslos ab. Klopp ließ zwar aggressives Pressing spielen, doch Hamburg behielt die Nerven, spielte überraschend abgeklärt und setzte den Dortmundern mit intensiver Zweikampfführung zu. So brachte der BVB seinen gefürchteten Vollgas-Fußball gar nicht erst auf die Straße. Die schnellen Flügelflitzer Großkreutz und Aubameyang fanden kaum statt - auch Lewandowski hing lange wirkungslos in der Luft. Mkhitaryan (19.) und Lewandowski (29.) sorgten zumindest für ein wenig Gefahr.

Ansonsten spielte sich das Geschehen vor allem im Mittelfeld ab. Dortmund hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste damit aber nur wenig anzufangen. Stattdessen ging der HSV - begünstigt durch ein schülerhaftes Abwehrverhalten der Borussia - kurz vor dem Pausenpfiff in Führung: Westermann flankte von rechts in den Strafraum, wo Lasogga den Ball gegen Friedrich und Schmelzer behauptete und von der Grundlinie von rechts nach innen flankte. Vor dem Tor ließen Piszczek und Aubameyang Jiracek unbewacht. Der Tscheche bedankte sich und köpfte aus fünf Metern zum 1:0 ein (42.).

Lasogga erhöht und Adler hält den Sieg fest

Tolgay Arslan & Henrikh Mkhitaryan
Hart am Mann: Hamburgs Tolgay Arslan (li.) grätscht gegen Dortmunds Henrikh Mkhitaryan (re.).
© Getty ImagesZoomansicht

Mit Beginn der zweiten Halbzeit brachte Klopp Reus und erhoffte sich neue offensive Impulse. Hamburg hielt aber nach wie vor voll dagegen, kämpfte um jeden Zentimeter Rasen, warf sich regelrecht in jeden Zweikampf und zog den Borussen so den Zahn. Dortmund hatte zudem Glück, ab der 55. Minute nicht in Unterzahl spielen zu müssen: Aubameyang sprang in einem Luftkampf Arslan mit offenen Stollen auf die Brust - sah aber nur Gelb. Kurz darauf hatte der HSV die passende Antwort parat: Sahin verlor die Kugel leichtsinnig in der Vorwärtsbewegung gegen Calhanoglu. Arslan übernahm und steckte für Lasogga durch. Der Stürmer tauchte frei vor Weidenfeller auf und schob lässig zum 2:0 ein (58.).

Dortmund antwortete daraufhin mit wütenden Angriffen und drängte druckvoll nach vorne. Jetzt rückte Adler in den Vordergrund, der mehrfach sehenswert parierte: Erst nahm Aubameyang eine Flanke direkt ab, doch Adler entschärfte mit einem Reflex (64.). Der eingewechselte Ducksch feuerte nach einer Ecke aus kurzer Distanz, doch der HSV-Keeper war erneut zur Stelle (70.). Die nächste Glanzparade lieferte der Nationaltorwart nur eine Zeigerumdrehung später, als er einen Piszczek-Kopfball gerade noch ans Kreuzeck lenkte (71.).

Das i-Tüpfelchen: Calhanoglu mit einem Traumtreffer

Nun war die Partie temporeich und es ging munter hin und her. Großchancen sprangen dabei aber nicht mehr heraus. Immer wieder biss sich der BVB die Zähne an den Hanseaten aus. In der Schlussphase setzte der HSV dann sogar noch einen oben drauf: Calhanoglu trat einen zentralen 40-Meter-Freistoß direkt aufs Tor. Der Ball flatterte und donnerte schließlich in den linken Winkel (90.+1) - 3:0, der Endstand!

Für Hamburg steht am nächsten Samstag (15.30 Uhr) das Nord-Derby in Bremen an. Dortmunder ist schon am kommenen Dienstag (18 Uhr) in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg gefordert. In der Bundesliga geht es für die Borussia am Samstag (15.30 Uhr) gegen Nürnberg weiter.

1. Bundesliga, 2013/14, 22. Spieltag
Hamburger SV - Borussia Dortmund 3:0
Hamburger SV - Borussia Dortmund 3:0
In Stimmung ...

... bringt sich hier Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Adler (1,5) - 
Westermann (3,5) , 
Djourou (3) , 
Rajkovic (2) , 
Jansen (3)    
Rincon (4)    
Badelj (2,5) , 
Arslan (2,5) , 
Jiracek (3)    
Calhanoglu (2,5)    
Lasogga (2)        

Einwechslungen:
86. Zoua     für Lasogga

Trainer:
Slomka
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (4)    
Piszczek (4) , 
Sokratis (4) , 
Schmelzer (4) - 
S. Bender (4,5)    
Sahin (4) - 
Aubameyang (5,5)    
H. Mkhitaryan (4,5) , 
Großkreutz (5)    
Lewandowski (5)    

Einwechslungen:
46. Reus (4)     für S. Bender
67. Ducksch für Lewandowski
75. Hofmann für Großkreutz

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Jiracek (42., Kopfball, Lasogga)
2:0
Lasogga (58., Rechtsschuss, Arslan)
3:0
Calhanoglu (90. + 1, direkter Freistoß, Rechtsschuss)
Gelbe Karten
HSV:
Rincon
(3. Gelbe Karte)
,
Zoua
(3.)
Dortmund:
Aubameyang
(1. Gelbe Karte)
,
Reus
(5., gesperrt)

Spieldaten

Hamburger SV       Borussia Dortmund
Tore 3 : 0 Tore
 
Torschüsse 13 : 15 Torschüsse
 
gespielte Pässe 320 : 607 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 207 : 475 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 113 : 132 Fehlpässe
 
Passquote 65% : 78% Passquote
 
Ballbesitz 35% : 65% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 49% : 51% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 17 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 5 Abseits
 
Ecken 3 : 6 Ecken
 
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Hitz, Marwin
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Hradecky, Lukas
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Spielinfo

Anstoß:
22.02.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Imtech-Arena, Hamburg
Zuschauer:
57000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
die Partie lebte vor allem von Hamburgs Leidenschaft gegen Dortmunder Dominanz.
Chancenverhältnis:
5:6
Eckenverhältnis:
3:6
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 4
nicht mit spielentscheidenden, aber dennoch mit einer Fülle von Fehlern: Rincons Gelber Karte war kein Foul vorausgegangen, später hätte er dann konsequenterweise wegen eines Fouls an Schmelzer Gelb-Rot sehen müssen (78.). Aubameyangs Tritt gegen Arslan war rot-würdig (56.).
Spieler des Spiels:
René Adler
Bestand mehrere kleinere und einige große Prüfungen. Herausragend gegen Mkhitaryan (18.), Duksch (70.) und Piszczek (71.).

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