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Hertha BSC

 - 

VfB Stuttgart

 

1:0 (0:0)

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Hertha BSC
VfB Stuttgart
1.
15.
30.
45.
46.
60.
75.
90.









Hertha bricht den Bann nach 17 Bundesliga-Heimspielen

Raffael erlöst die glückliche Hertha

Hertha kam gegen Stuttgart in der Hitze von Berlin in einer fairen Partie zu einem glücklichen Sieg. Der VfB hatte im ersten Durchgang ein spielerisches Übergewicht und ein klares Chancenplus, die "Alte Dame" agierte meist ohne Mumm. Das änderte sich nach Wiederanpfiff. Gegen die Schwaben, deren deutliches Manko die Chancenverwertung blieb, nutzte Raffael für mutigere Berliner seine Möglichkeit kurz vor Schluss zum ersten Dreier.

Andreas Ottl lässt Tamas Hajnal nicht entkommen
Mittelfeldduell: Andreas Ottl lässt Tamas Hajnal nicht entkommen.
© picture-allianceZoomansicht

Hertha-Coach Markus Babbel tauschte im Vergleich zum 1:1 bei Hannover 96 zweimal Personal aus: Für Franz und Torun standen Hubnik und Lasogga in der Startelf.

Beim VfB stellte Trainer Bruno Labbadia nach der 0:1-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen ebenfalls zweimal um: Für Gelb-Rot-Sünder Boulahrouz sowie Gentner durften Celozzi und Okazaki ran.

Bei hohen Temperaturen - das Thermometer zeigte zu Spielbeginn immer noch 30 Grad Celsius - begann Stuttgart gegen nervöse Gastgeber selbstbewusst. Cacau gab gleich in der ersten Minute einen Warnschuss ab, und auch in der Folge blieb die Labbadia-Elf präsenter, ohne sich vorerst weitere zwingende Möglichkeit zu erarbeiten.

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Der "Alten Dame" fehlte es an Tempo und Sicherheit, vor allem im Spielaufbau leistete sich der Aufsteiger zu viele leichte Ballverluste. Zu selten klappte es mit einer flüssigen Kombination durchs Mittelfeld, so wie erstmals mit Raffael und Lasogga, der gefährlich vor Ulreich auftauchte (18.).

Bei weiteren Angriffsversuchen der zu langsam nachrückenden Berliner befand sich Stuttgart aber in Überzahl und konnte den Gegner so meist ohne Mühe in Schach halten. Insgesamt kontrollierten die Gäste die Partie mit der reiferen Spielanlage, und langsam aber sicher entwickelten die Schwaben mehr Zug zum Tor.

Celozzi setzte als Verteidiger mehr Offensivakzente als Gegenpart Ramos und prüfte Kraft aus der Distanz (27.), Okazakis Kopfball tropfte auf die Latte (28.), und nach Celozzis erneutem Fernschuss ließ Kraft abprallen, Cacau aber traf die Kugel beim Nachschuss nicht richtig (29.).

Die Begegnung erlebte ihre bis dorthin beste Phase, weil auch die Berliner nun vorübergehend mutiger wurden. Lell schob nun immer öfter an und war auch Initiator der besten Chance der Gastgeber, die Ulreich gegen Ebert mit guter Parade vereitelte (35.).

Dann aber war wieder der im Mittelfeld ballsicherere und präsentere VfB am Zug: Knifflig die Szene, als Harnik im Duell mit Mijatovic im Strafraum zu Fall kam - kein Elfmeter, entschied Referee Dr. Drees (40.). Cacau und Tasci scheiterten schließlich per Fuß und Kopf nur knapp (43., 44.).

Ohne personelle Wechsel auf beiden Seiten ging es nach Wiederanpfiff mit einem Flachschuss von Mittelfeld-Organisator Kvist knapp links vorbei weiter (47.). Die Babbel-Elf wirkte nach ein paar Minuten Anlaufzeit entschlossener - Mijatovic wischte das Leder freistehend am Fünfmeterraum über den Scheitel (54.). Distanzschüsse hüben (Ottl, 55.) wie drüben (Kvist, 57.) rauschten drüber, ehe Boka den soliden Celozzi ersetzte (60.).

Bei immer noch 28 Grad nahm sich die Begegnung eine Auszeit, ehe ein Ramos-Kopfball Ulreich auf den Plan rief (68.) und gegen nachlassende Schwabwen frühzeitig den Schlussspurt der "Alten Dame" einleitete. Es folgte die dicke Chance zum 1:0: Ebert flankte von rechts, Ulreich war mit einer Faust dran. Raffael köpfte aus acht Metern, Kvist rettete vor der Linie (74.). Und eine Minute später fehlte es Raffael beim Zuspiel auf den vollkommen freien Ramos an der nötigen Konzentration.

In der Schlussphase fielen die taktischen Zwänge, beide Teams agierten nun mit offenem Visier. Die besseren Chancen hatte der VfB: Der eingewechselte Pogrebnyak war zweimal per Kopf dicht dran am 0:1 (83., 85.), Harnik verstolperte einen Konter (85.).

Das Tor und die Entscheidung aber fiel auf der anderen Seite: Ramos scheiterte nach Mazas Ausrutscher aus zentraler Positin an Ulreich, der den Ball zur Seite lenkte. Ebert setzte nach und flankte, Raffael köpfte gegen Ulreichs Laufrichtung ins rechte Eck (86.). Okazaki hatte den Ausgleich auf dem Fuß, verzog aber aus aussichtsreicher Position knapp (89.).

Nach der Länderspielpause erwartet Hertha BSC, das erstmals nach 17 Bundesliga-Heimspielen gewann, am Samstag (15.30 Uhr) die schwere Aufgabe bei Meister Borussia Dortmund, zur selben Zeit empfängt der VfB Stuttgart Besuch von Hannover 96.

26.08.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Kraft (2,5) - 
Lell (2) , 
Hubnik (3) , 
Mijatovic (3,5)    
Kobiashvili (4) - 
Ottl (4) , 
Niemeyer (3) - 
Ebert (2)    
Raffael (2,5)        
Ramos (4) - 
Lasogga (5)    

Einwechslungen:
65. Torun für Lasogga
89. Lustenberger für Raffael
90. + 1 Janker für Ebert

Trainer:
Babbel
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Ulreich (2,5) - 
Celozzi (3)    
Tasci (3) , 
Maza (5) , 
Molinaro (4,5)    
Kvist (2) , 
Kuzmanovic (4)    
Harnik (4,5) , 
Hajnal (4,5)    
Okazaki (3,5) - 
Cacau (4)    

Einwechslungen:
60. Boka (4,5) für Celozzi
73. Pogrebnyak für Hajnal
79. Gentner für Kuzmanovic

Trainer:
Labbadia

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Raffael (86., Kopfball, Ebert)
Gelbe Karten
Hertha:
-
Stuttgart:
Molinaro
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
26.08.2011 20:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
52232
Spielnote:  3,5
im ersten Abschnitt nur wenige Highlights, dafür viel Leerlauf. Nach der Pause nahm die Partie Fahrt auf und blieb spannend bis zum Schluss.
Chancenverhältnis:
5:5
Eckenverhältnis:
4:3
Schiedsrichter:
Dr. Jochen Drees (Münster-Sarmsheim)   Note 4,5
grundsätzlich mit ordentlicher Leitung, allerdings auch mit einigen kleinen Fehlern und einem größeren: Das Foul von Kobiashvili an Harnik war elfmeterreif - der Pfiff blieb aus (40.).
Spieler des Spiels:
Patrick Ebert
Krönte einen enorm agilen Auftritt mit einer wohlüberlegten Vorlage zum Siegtor. Zudem mit den meisten Ballkontakten im Team.
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