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VfL Bochum

 - 

Hannover 96

 
VfL Bochum

2:1 (1:0)

Hannover 96
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VfL Bochum
Hannover 96
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.













96 in der Rückrunde weiterhin sieglos - 5. Gelbe Karte für Sestak

Traumflanke Sestak, Siegtor Auer

In einer kampfbetonten Partie behielt Bochum gegen Hannover verdient die Oberhand. Nach kurzer Anlaufzeit übernahm der VfL die Initiative und ging nach einer halben Stunde folgerichtig in Führung. 96 egalisierte sofort nach Wiederanpfiff, doch die Koller-Elf schlug umgehend zurück und brachte den Sieg dann gegen die anrennenden Gäste mit einer soliden Defensivleistung über die Zeit.

Hannovers Krebs kommt gegen Bochums Fuchs zu spät
Hannovers Krebs kommt gegen Bochums Fuchs zu spät.
© dpaZoomansicht

Bochums Coach Marcel Koller tauschte nach 0:3-Niederlage beim HSV zweimal Personal aus: Ono und Fuchs kamen für Azaouagh und Dabrowski (Gelbsperre).

Bei Hannover brachte Trainer Dieter Hecking im Vergleich zum 0:3 gegen die Bayern drei Neue: Tarnat, Vinicius und Bruggink spielten für Ismael (Adduktoren), Lala und Huszti.

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96 war in der Anfangsphase das dominierende Team, spielte zielstrebiger und gewann die Mehrzahl der Zweikämpfe. Zehn Minuten land drückten die Niedersachsen gegen die nicht immer sichere Deckung des VfL, der sich dann aber aufraffte. Nach Pfertzels klasse Diagonalpass verpasste Auer frei vor Enke um Zentimeter (13.).

In der Folge erspielte sich der Westklub in einer kampfbetonten Begegnung eine leichte Überlegenheit. Auch die Innenverteidigung der Hecking-Elf wackelte nun - Auer scheiterte aus spitzem Winkel an Enke (18.). Hannover machte sich das Leben mit äußerst fehlerhaftem Aufbauspiel selbst schwer, doch die Gastgeber wussten dies zunächst nicht auszunutzen, weil der finale Pass in die Spitze nicht ankam.

Die Dominanz Bochums wurde ausgehend von der größeren Präsenz im Mittelfeld immer stärker, und unter Mithilfe des Gegners gelang die verdiente Führung: Nach einem Pass von Zdebel aus dem Anstoßkreis enteilte Sestak Cherundolo und tauchte frei vor Enke auf, der per Fußabwehr zunächst parierte. Doch der zurückspringende Ball prallte an den Oberschenkel von Cherundolo und von dort ins Netz (30.).

Die Gäste fanden bis zum Pausenpfiff offensiv kaum noch statt. Die Koller-Schützlinge blieben klar am Drücker, und nach einem Zweikampf zwischen Tarnat und Sestak im Strafraum hatten die Niedersachsen Glück, dass Referee Gagelmann nicht auf Strafstoß entschied (37.).

Mit Lauth und Hashemian für Rosenthal und Bruggink brachte Hannover neue Offensivkräfte. Und vom Anspiel weg hatte Schulz den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am mutig eingreifenden Lasuvka. Sekunden später aber war es soweit: Tarnat schlug den Ball aus dem Mittelfeld auf die rechte Angriffsseite, wo der aufgerückte Vinicius volley in die Mitte weiterleitete. Hanke stand am zweiten Pfosten goldrichtig und nickte aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein (47.). 96 war wieder im Spiel, doch nicht lange, denn die Hausherren schlugen schnell zurück: Sestak überspurtete Fahrenhorst auf der rechten Außenbahn und flankte klasse in die Mitte, wo Auer von Balitsch nicht eng genug gedeckt wurde und per Flugkopfball aus fünf Metern einnickte (52.).

Das Spiel blieb zweikampfintensiv, die Hecking-Elf versuchte im Bemühen um den erneuten Ausgleich Druck aufzubauen. Doch nur bei Eckbällen, wenn die beiden Innenverteidiger Fahrenhorst und Vinicius mit nach vorne kamen (59.), wurde es richtig brenzlig für die Deckung der Gastgeber, die sich aufs Kontern verlegten. Einer war vielversprechend: Fuchs zu Auer, dessen Flanke Sestak erreichen sollte, der aber beim Kopfballversuch Enke zu Fall brachte - Gelb für den Stürmer, und auch noch seine fünfte (62.). Damit fehlt der Goalgetter bei der Partie gegen Leverkusen.

Die Gäste versuchten alles. Konstruktive Kombination freilich blieben Fehlanzeige, und mit hoch in den Strafraum geschlagenen Bällen war der nicht immer sicheren Defensive des VfL nicht beizukommen. Zwingende Möglichkeiten konnten sich die Norddeutschen trotz geballter Offensive - Stajner war auch noch für Krebs gekommen (71.) - nicht herausarbeiten. Bochum blieb bei seinen Entlastungsangriffen gefährlicher (Auer, 78., Sestak, 83.) und rettete sich schließlich über die Zeit.

Bochum hat am nächsten Spieltag mit dem Westduell gegen Leverkusen den zweiten Heimauftritt in Folge. Hannover erwartet schon am Samstag Abstiegskandidat Nürnberg.

22.02.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Lastuvka (2,5)    
Pfertzel (3) , 
Yahia (4) , 
Maltritz (3,5) , 
Bönig (3)    
Imhof (3,5) - 
Zdebel (3)    
Fuchs (3,5)    
Ono (3,5) - 
Auer (2,5)    
Sestak (2)        

Einwechslungen:
67. Meichelbeck für Bönig
75. Schröder für Fuchs
86. Epalle für Sestak

Trainer:
Koller
Hannover 96
Aufstellung:
Enke (2,5) - 
Cherundolo (5) , 
Vinicius (5) , 
Fahrenhorst (4,5)    
Tarnat (4,5) - 
Balitsch (5)    
C. Schulz (4,5) - 
Rosenthal (4,5)    
Bruggink (5)    
G. Krebs (4,5)    
Hanke (4)        

Einwechslungen:
46. Lauth (5) für Rosenthal
46. Hashemian (5) für Bruggink
71. Stajner für G. Krebs

Reservebank:
Golz (Tor)
,
Zuraw
,
Zizzo

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Cherundolo (30., Eigentor, Linksschuss, Sestak)
1:1
Hanke (47., Kopfball, Vinicius)
2:1
Auer (52., Kopfball, Sestak)
Gelbe Karten
Bochum:
Sestak
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Zdebel
(7.)
,
Lastuvka
(2.)
Hannover:
Fahrenhorst
(3. Gelbe Karte)
,
Balitsch
(8.)
,
Hanke
(3.)

Spielinfo

Anstoß:
22.02.2008 20:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
19902
Spielnote:  4
die Partie lebte von ihrer Spannung, hielt sonst aber in keiner Beziehung höheren Ansprüchen stand.
Chancenverhältnis:
5:3
Eckenverhältnis:
7:6
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 3,5
sachlicher Auftritt mit klarer Linie, hätte aber Schulz gegen Zdebel (14.) und Meichelbeck gegen Cherundolo (70.) Gelb geben müssen. Pfiff Ono in guter Position zu Unrecht wegen Abseits zurück (36.), allerdings war das eine hauchdünne Entscheidung.
Spieler des Spiels:
Stanislav Sestak
An beiden VfL-Treffern maßgeblich beteiligt, seinem Tempo mit Ball waren Hannovers Abwehrspieler zu keiner Zeit gewachsen.
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