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Hannover 96

Hannover 96

2
:
0

Halbzeitstand
0:0
FC St. Pauli

FC St. Pauli


HANNOVER 96
FC ST. PAULI
15.
30.
45.
60.
75.
90.










Hannover feiert dritten Sieg in Folge

Karamans Kopfball knackt das Bollwerk

Hannover 96 setzt sich mit einem 2:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli weiter auf den direkten Aufstiegsrängen fest. Die Niedersachsen investierten deutlich mehr für die Offensive, bissen sich aber lange die Zähne am Hamburger Bollwerk aus. Eine Standardsituation löste dann den Knoten und leitete den dritten Sieg in Serie ein. Die Kiez-Kicker sind hingegen seit vier Runden sieglos und stehen nach der zweiten Niederlage in Folge weiter im Tabellenkeller.

Albornoz und Klaus als Aktivposten

Miiko Albornoz & Jan-Philipp Kalla
Aktivposten: Hannovers Miiko Albornoz (l.) wusste St. Paulis Jan-Philipp Kalla (r.) zu beschäftigen.
© picture allianceZoomansicht

Hannovers Trainer Daniel Stendel vertraute auf dieselbe Startelf, die zuletzt 2:0 bei 1860 München gewann. St. Paulis Coach Ewald Lienen rotierte nach dem 0:2 bei Union Berlin zurück und tauschte viermal Personal: Bouhaddouz, Choi, Hornschuh und Nehrig durften für Avevor, Ducksch, Litka (alle Bank) und Sobiech (Sperre nach TV-Beweis) ran. Damit bot Lienen die sechste Viererketten-Variation im achten Ligaspiel auf.

Taktisch setzte 96 auf ein 4-2-3-1-System, die Kiez-Kicker formierten sich im 4-4-2. Dabei trauten sich die Niedersachsen deutlich mehr zu und zeigten sich insgesamt etwas offensiver eingestellt. Viel lief bei den Roten über die linke Seite, wo sich Albornoz und Klaus als Aktivposten zeigten und viel Betrieb machten. Die Hamburger zeigten sich anfangs noch etwas nervös, kämpften sich aber leidenschaftlich in die Partie und gewannen dadurch mehr Sicherheit. Mit fortschreitender Spieldauer klappte es bei den Gästen dann auch besser mit punktuellen Entlastungsangriffen.

Abseits? Fossums Treffer zählt nicht

Unter dem Strich aber blieb auf beiden Seiten vieles Stückwerk. Hannover lief immer wieder an, fand aber kein Durchkommen. Auch St. Pauli näherte sich einzig durch Standards dem gegnerischen Strafraum an - wirklich gefährlich wurde es nicht. Für etwas mehr Aufregung sorgte dann eine Szene aus der 32. Minute: Die Kugel flipperte durch den Hamburger Sechzehner, wo Sobiech und Buballa zum Ball gingen. Letzterer tippte das Spielgerät dann zu Albornoz, dessen Flanke Fossum ins Tor köpfte. Schiedsrichter Dr. Felix Brych hatte Albornoz aber im Abseits gesehen - prinzipiell richtig, doch kam das Zuspiel eigentlich vom Gegenspieler. Der Treffer hätte in dieser undurchsichtigen Szene also eigentlich zählen müssen, wobei Sobiech auch wegen eines Offensivfouls hätte zurückgepfiffen werden können.

In der Schlussphase der ersten Hälfte kam dann sogar noch etwas Torgefahr auf. Fossum prüfte Himmelmann mit einem satten 20-Meter-Schuss (40.), auf der anderen Seite parierte Tschauner einen Dropkick von Bouhaddouz aus 18 Metern (42.). Entsprechend ging es torlos in die Pause.

Karaman krönt die Kopfballstafette

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Rollenverteilung gleich: St. Pauli stand kompakt in der eigenen Hälfte und saugte sämtliche Angriffsversuche der Hannoveraner konsequent ab. Bei 96 fehlte es an Ideen, Tempo und Bewegung ohne Ball. Immer wieder liefen sich die Niedersachsen fest und kamen nicht zum Abschluss. Eine gute Möglichkeit verzeichnete dagegen Bouhaddouz, dessen Aufsetzer knapp über den Querbalken strich (54.). Stendel musste reagieren und brachte mit Maier einen ehemaligen Kiez-Kicker (58.), der sich direkt mit einem gefährlichen Schuss einfügte (59.). Kurz darauf legte Stendel auch noch mit Harnik nach (64.).

Zwar erzwangen die Roten immer mehr Ballbesitz, wussten mit dem Spielgerät aber nur wenig anzufangen. Immer wieder perlten die Hausherren am Hamburger Bollwerk ab. Bis zur 75. Minute: Albornoz schlug einen Freistoß auf den zweiten Pfosten, den Strandberg per Kopf ablegte. Drei Meter vor dem Tor köpfte dann Karaman die Kugel zum 1:0 in die Maschen.

Ungeliebte Rolle für St. Pauli - Klaus macht alles klar

Nun sah sich St. Pauli mit einer neuen Situation konfrontiert: Plötzlich mussten die Kiez-Kicker attackieren und hatten damit durchaus ihre Probleme. 96 ließ den Gegner ein wenig kommen und lauerte auf Kontermöglichkeiten. Wirklichen Druck könnten die Gäste nicht aufbauen. Vielmehr hatte der eingewechselte Füllkrug die Chance auf die Entscheidung, doch Himmelmann rettete mit einem Reflex (85.). Besser machte es in der Nachspielzeit Klaus, der perfekt von Harnik freigespielt einen Konter zum 2:0-Endstand vollendete (90.+3).

Nach der Länderspielpause muss Hannover am Sonntag, den 16. Oktober (13.30 Uhr) bei Union Berlin antreten. St. Pauli tritt bereits zwei Tage zuvor (Freitag, 14. Oktober, 18.30 Uhr) zu Hause gegen Erzgebirge Aue an.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hannover 96
Aufstellung:
Tschauner (3) - 
Sorg (4) , 
Anton (3) , 
Strandberg (2,5) , 
Albornoz (3,5) - 
Schmiedebach (3)    
Bakalorz (3,5) - 
Fossum (3,5)    
Karaman (3)        
Klaus (2,5)        
A. Sobiech (5)    

Einwechslungen:
58. Maier (3) für Fossum
64. Harnik für A. Sobiech
77. Füllkrug für Karaman

Trainer:
Stendel
FC St. Pauli
Aufstellung:
Himmelmann (3,5) - 
Ziereis (4) , 
Hornschuh (3) , 
Buballa (3,5) - 
Nehrig (4,5)    
Buchtmann (4) - 
Kalla (3,5)            
Sobota (4) - 
Bouhaddouz (3,5) , 
Choi (5)    

Einwechslungen:
79. Ducksch für Choi
86. Litka für Kalla

Trainer:
Lienen

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Karaman (75., Kopfball, Strandberg)
2:0
Klaus (90. + 3, Rechtsschuss, Harnik)
Gelbe Karten
Hannover:
Klaus
(2. Gelbe Karte)
St. Pauli:
Kalla
(2. Gelbe Karte)
,
Nehrig
(3.)

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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Pollersbeck, Julian
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Hamburger SV
13
8x
 
2.
Riemann, Manuel
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VfL Bochum
13
6x
 
Gikiewicz, Rafal
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1. FC Union Berlin
13
6x
 
4.
Lomb, Niklas
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SV Sandhausen
11
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5.
Heuer Fernandes, Daniel
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SV Darmstadt 98
13
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Spielinfo

Anstoß:
01.10.2016 13:00 Uhr
Stadion:
HDI Arena, Hannover
Zuschauer:
49000 (ausverkauft)
Spielnote:  4
beide Teams mit Problemen, das Spiel zu gestalten; wenig Spielfluss daher auf beiden Seiten.
Chancenverhältnis:
5:2
Eckenverhältnis:
9:5
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 4
bei Fossums nicht anerkanntem Treffer lag keine Abseitsstellung des Vorlagengebers Albornoz vor, der Ball kam vom Gegner (32.); kleine Fehler in der Zweikampfbeurteilung, Nehrig etwa hätte für ein taktisches Foul an Klaus Gelb sehen müssen (22.).
Spieler des Spiels:
Felix Klaus
stets eifrig und einsatzfreudig, belohnte sich mit dem Tor zum 2:0.

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