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FC St. Pauli

FC St. Pauli

1
:
1

Halbzeitstand
0:1
VfL Bochum

VfL Bochum


FC ST. PAULI
VFL BOCHUM
15.
30.
45.





60.
75.
90.









St. Pauli bleibt 18. - Perthel sieht Rot - Buballa verletzt

Bouhaddouz rettet einen Punkt in Überzahl

In einer emotionalen und hart umkämpften Partie kam der FC St. Pauli nicht über ein 1:1 gegen den VfL Bochum hinaus. Die Hamburger spielten über eine Stunde in Überzahl, entwickelten daraus aber kaum Durchschlagskraft. Nach einem Torwartfehler kamen die Kiez-Kicker immerhin zu einem verdienten Punkt - müssen aber dennoch auf Rang 18 überwintern.

Bouhaddouz mit der Hacke an die Latte

St. Pauli - VfL Bochum
Während Bochums Torschütze Peniel Mlapa in der Jubeltraube verschwindet, ist St. Paulis Lasse Sobiech (l.) bedient.
© picture allianceZoomansicht

St. Paulis Trainer Ewald Lienen stellte seine Startelf nach dem 2:0-Sieg in Fürth auf drei Positionen um: Buballa, Hornschuh und Miyaichi spielten für Cenk Sahin (5. Gelbe), Nehrig (nicht im Kader) und Neudecker (Bank). Bochums Coach Gertjan Verbeek brachte im Vergleich zum 1:0 gegen 1860 München zwei Neue: Hoogland und Rieble begannen für Canouse (Bank) und Leitsch (nicht im Kader).

Schon in der 3. Minute hieß es im mit 29.546 Zuschauern ausverkauften Millerntor-Stadion Luft anhalten: Nach einer zu kurz geratenen Kopfball-Rückgabe von Perthel spritzte Bouhaddouz dazwischen und lenkte die Kugel mit der Hacke über Torwart Riemann hinweg an die Latte. Diese vielversprechende Szene blieb für lange Zeit aber die einzig nennenswerte Offensivaktion. Spielerische Elemente waren kaum erkennbar, vielmehr dominierten Kampf und Leidenschaft mit vielen Fehlpässen und Ballverluste auf schwierigem Geläuf.

Mlapa trifft - Perthel fliegt

Luft anhalten hieß es wenig später erneut, allerdings aus einem unschönen Grund: Buballa kollidierte bei einer Flanke mit Riemann (14.) und blieb minutenlang regungslos liegen. Neudecker kam schließlich für den verletzten Linksverteidiger (17.). Die Kiez-Kicker hatten diesen Schock noch nicht verdaut, da ging der VfL in Führung: Nach einem fragwürdigen Einwurf flipperte das Spielgerät eher zufällig zu Mlapa, der von der Strafraumgrenze wuchtig abzog und zum 1:0 für Bochum traf (20.).

St. Pauli war nun gefordert und hatte nach einer knappen halben Stunde sogar einen Mann mehr auf dem Feld: Perthel traf bei einem Klärungsversuch Miyaichi am Kopf. Nach langer Beratung zog Schiedsrichter Felix Zwayer, der zunächst die Gelbe Karte in Händen hielt, Rot (28.). Die Hanseaten zogen nun ein Powerplay auf und erhöhten den Druck spürbar. Allerdings fehlte es dem FCSP an Durchschlagskraft. Bochum verbarrikadierte sich im 5-3-1, die Hamburger setzten immer wieder auf lange Bälle als einziges Stilmittel. Anfangs stiftete das noch Unruhe, bald hatten sich die Gäste aber darauf eingestellt. Trotz der siebenminütigen Nachspielzeit nahm der Revierklub eine 1:0-Führung mit in die Pause.

Bouhaddouz profitiert von Riemanns Torwartfehler

Beide Trainer reagierten und schickten mit Wiederbeginn frisches Personal auf den Rasen: Lienen brachte mit Empen eine Offensivkraft, Verbeek mit Canouse einen Defensivspieler. Die Rollenverteilung für die zweite Hälfte war somit klar. Allerdings taten sich die Kiez-Kicker trotz Überzahl weiterhin schwer, fanden keine Lücken und ließen die dringend benötigte Durchschlagskraft vermissen. Den ersten Schuss aufs Tor gab Miyaichi erst in der 65. Minute ab - Riemann hielt sicher.

Im weiteren Verlauf wagte Bochum immer wieder Entlastungsangriffe, ohne dabei gefährlich zu werden. Gleiches galt aber auch für die Hausherren. Erst in der 74. Minute meldete sich Gonther mit einem Kopfball vom linken Fünfmetereck zurück. Kurz darauf unterlief Riemann ein folgenschwerer Patzer: Gyamerahs Klärungsversuch an der eigenen Eckfahne fing Keller ab, der sofort nach innen flankte. Dort wischte der VfL-Torwart den Ball vor die Füße von Bouhaddouz, der aus der Nahdistanz zum 1:1 einschob (76.).

Viel Druck, kein Ertrag

Die Hanseaten hatten nun Blut geleckt und drängten vehement nach vorne. Der Revierklub geriet zunehmend unter Druck und wehrte sich mit vielen Fouls. Entsprechend wurde die Partie noch einmal hitziger und hochemotional. Der FCSP drängte mit viel Willen und Leidenschaft auf den Siegtreffer, die Gäste aus dem Ruhrpott stemmten sich mit viel Kampf dagegen. Obwohl die Hamburger bis zum Schluss alles nach vorne warfen, blieb es beim 1:1. Auch weil Zwayer in einer strittigen Szene im VfL-Strafraum nicht auf Handspiel entschied (89.).

Nach der Winterpause startet St. Pauli am 29. Januar gegen den VfB Stuttgart in die Rückrunde. Bochum ist schon zwei Tage früher am 27. Januar bei Union Berlin gefordert an.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Heerwagen (3) - 
L. Sobiech (4) , 
Gonther (3,5)    
Keller (3) - 
Hornschuh (4)    
Miyaichi (4) , 
Sobota (4)    
Choi (4) , 
Buballa    
Bouhaddouz (4)    

Einwechslungen:
17. Neudecker (4)     für Buballa
46. Empen (4,5) für Hornschuh
90. Rosin für Neudecker

Trainer:
Lienen
VfL Bochum
Aufstellung:
Riemann (5) - 
Gyamerah (4,5)    
Hoogland (3)    
Perthel (5)    
Rieble (3,5) - 
Losilla (2)    
Stiepermann (3)    
Merkel (4) , 
Wurtz (4)    
Quaschner (3,5)        
Mlapa (3)        

Einwechslungen:
46. Canouse (3,5) für Mlapa
87. Novikovas für Quaschner

Trainer:
Verbeek

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Mlapa (20., Rechtsschuss, Quaschner)
1:1
Bouhaddouz (76., Linksschuss, Keller)
Rote Karten
St. Pauli:
-
Bochum:
Perthel
(28., grobes Foulspiel, Miyaichi)

Gelbe Karten
St. Pauli:
Sobota
(2. Gelbe Karte)
Bochum:
Stiepermann
(4. Gelbe Karte)
,
Gyamerah
(1.)
,
Wurtz
(7.)
,
Hoogland
(1.)
,
Quaschner
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
17.12.2016 13:00 Uhr
Stadion:
Millerntor-Stadion, Hamburg-St. Pauli
Zuschauer:
29546 (ausverkauft)
Spielnote:  4
hohe Intensität, viel Hektik und viele Fouls - spielerisch war es nicht immer ansprechend.
Chancenverhältnis:
3:2
Eckenverhältnis:
11:3
Schiedsrichter:
Felix Zwayer (Berlin)   Note 4
machte in der Hektik nicht alles richtig. Rot gegen Perthel war vertretbar, der Einwurf für Bochum vor dem 0:1 eine klare Fehlentscheidung.
Spieler des Spiels:
Anthony Losilla
souverän im Mittelfeld, wechselte in Unterzahl ins Abwehrzentrum und war der Turm in der Schlacht.

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