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Karlsruher SC

Karlsruher SC

1
:
4

Halbzeitstand
0:2
FC Ingolstadt 04

FC Ingolstadt 04


KARLSRUHER SC
FC INGOLSTADT 04
15.
30.
45.



60.
75.
90.













Ingolstadt kann auch effektiv - Aufholjagd des KSC endet abrupt

Rapolders Risko wird bitterlich bestraft

Das Abstiegsduell zwischen Karlsruhe und Ingolstadt endete mit einem klaren 4:1 für den FCI. Die Oberbayern agierten im ersten Abschnitt extrem effektiv. Als KSC-Trainer Uwe Rapolder mit drei Wechseln zur Pause die Aufholjagd starten wollte, kam es knüppeldick - Gegentor zum 0:3 und prompte Unterzahl wegen Serhat Akins Schulterverletzung.

Caiuby gegen Hudec
Getroffen: Caiuby, hier gegen Karlsruhes Hudec, machte für den FCI das vorentscheidende 2:0.
© picture-allianceZoomansicht

Karlsruhes Coach Uwe Rapolder baute seine Anfangself im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Frankfurt auf zwei Positionen um: Timm feierte nach eineinhalb Jahren Zwangspause sein Comeback in der Startelf. Zudem fehlte Mutzel, für den Mittelfeldmann spielte Rupp.

Auch Ingolstadts Coach Benno Möhlmann stellte im Vergleich zur 0:2-Heimniederlage gegen Fürth auf zwei Positionen um: Buddle und Futacs saßen zunächst nur auf der Bank, dafür stürmte Moritz Hartmann. Nominell rutschte auch noch der rechte Außenbahnspieler Bambara rein.

Die Karlsruher versuchten, die Ingolstädter vom Anpfiff weg unter Druck zu setzen und hatten auch erste Offensivszenen, doch mit der ersten Aktion des FCI lagen die Badener zurück. Nach einem weiten Ball auf Bambara kam das Leder gegen die zögerliche KSC-Abwehr über Moritz Hartmann zu Leitl, der aus acht Metern eiskalt vollstreckte (5.).

Das frühe Tor spielte der Möhlmann-Elf natürlich bestens in die Karten, die Oberbayern ordneten sich nun im Mittelfeld und verteidigten resolut. Dennoch bekamen die Karlsruher mit zunehmender Spielzeit die Partie immer besser in den Griff und hatten speziell über Rupp einige gefährliche Aktionen: In der 20. Minute bugsierte der Mittelfeldmann des KSC aus kürzester Distanz den Ball nach Iashvilis Kopfballverlängerung nur an den Außenpfosten.

Die Oberbayern versuchten, nach Ballgewinnen mit weiten Pässen die beweglichen Stürmer Hartmann und Leitl einzusetzen, doch weitere Offensivaktionen hatten die Audistädter vorerst nicht zu verzeichnen. Bei einigen Flankenbällen, die gefährlich durch den Strafraum der Ingolstädter rauschten, war das Glück auf der Seite des FCI. Die Schussversuche von Groß und Rupp wurden von Keeper Kirschstein teilweise stark pariert.

Doch je länger der erste Abschnitt dauerte, desto unruhiger wurden die Aktionen der Badener. Dann bekam Leitl plötzlich ein wenig Platz im Mittelfeld, den er zu einem schönen Steilpass auf Caiuby nutzte. Der Außenbahnspieler lief Zimmermann davon und schoss Robles den Ball aus zehn Metern durch die Beine zum überraschenden 2:0 (38.). Das sollte ein ganz bitterer Wirkungstreffer sein für die Badener, denn bis zur Pause wuchs die Nervosität sichtbar an. Die Karlsruher Zuschauer begannen zu pfeifen - ein harmloser Schuss von Groß (45./+2) beendete die erste Hälfte.

In der Halbzeitpause entschied sich KSC-Trainer Rapolder zur Generalüberholung. Er tauschte dreimal aus, ging damit personell ein hohes Risiko und wurde schon früh dafür bitterlich bestraft. Nach einem fairen Tackling von Matip gegen Serhat Akin fiel der Offensivspieler unglücklich auf die Schulter und wurde minutenlang behandelt.

Als er nochmal auf das Feld zurückkehrte, stand es schon 3:0 für Ingolstadt. Leitl hatte den Ball zu Moritz Hartmann durchgesteckt, der von Keeper Robles umgemäht wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Leitl mit seinem zweiten Tor (54.). Kurz nach diesem Treffer war klar, dass es bei Serhat Akin nicht mehr weiterging - ab der 56. Minute musste der KSC zu zehnt weiterspielen, da das Auswechselkontingent erschöpft war.

Fortan entwickelte sich eine extrem einseitige Partie. Ohne große Höhepunkte trudelte das Abstiegsduell dem Schlusspfiff zunächst entgegen. Ab der 80. Minute gab es noch ein paar Highlights: Der eingewechselte Buddle durfte nach der Freistoßflanke des auch eingewechselten Gerber per Kopf auf 4:0 erhöhen. In der vorletzten Minute machte Cristea mit einem Linksschuss aus spitzem Winkel das Ehrentor für die Badener.

Die Ingolstädter feierten ihren zweiten Auswärtssieg und rücken bis auf drei Punkte an den Relegationsplatz heran. Die Karlsruher indes können den Rückenwind durch den Sieg in Frankfurt nicht nutzen und bleiben weiter in Schlagdistanz der Kellerkinder.

Der Karlsruher SC reist am 5. März nach Bochum und Ingolstadt empfängt die Alemannia Aachen am 6. März.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Karlsruher SC
Aufstellung:
Robles (4,5)    
M. Zimmermann (4,5) , 
St. Müller (5) , 
Hudec (5)    
Stadler (4) - 
P. Groß (5)    
Staffeldt (4,5) - 
Timm (6)    
Rupp (5) , 
Buckley (5) - 
Iashvili (5)        

Einwechslungen:
46. M. Langkamp (5)     für Hudec
46. Cristea (4)     für P. Groß
46. Serhat Akin für Timm

Trainer:
Rapolder
FC Ingolstadt 04
Aufstellung:
Kirschstein (3,5) - 
Görlitz (4) , 
Biliskov (3) , 
M. Matip (2,5) , 
T. Fink (3,5) - 
Metzelder (4)        
Karl (3) - 
Bambara (3) , 
Caiuby (3)        
Leitl (1,5)                

Einwechslungen:
46. Man. Hartmann (3) für Metzelder
66. Gerber für Caiuby
76. Buddle     für Leitl

Trainer:
Möhlmann

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Leitl (5., Rechtsschuss, Mo. Hartmann)
0:2
Caiuby (38., Linksschuss, Leitl)
0:3
Leitl (53., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Mo. Hartmann)
0:4
Buddle (80., Kopfball, Gerber)
1:4
Cristea (89., Linksschuss, Buckley)
Gelbe Karten
Karlsruhe:
Robles
(1. Gelbe Karte)
,
M. Langkamp
(4.)
,
Iashvili
(7.)
Ingolstadt:
Metzelder
(5. Gelbe Karte, gesperrt)

Besondere Vorkommnisse
Weil sich Serhat Akin kurz nach seiner Einwechslung verletzte, musste der KSC ab der 49. Minute zu zehnt weiterspielen.

Spielinfo

Anstoß:
27.02.2011 13:30 Uhr
Stadion:
Wildparkstadion, Karlsruhe
Zuschauer:
12739
Schiedsrichter:
Christian Bandurski (Oberhausen)   Note 2
keine Probleme in einem leicht zu leitenden Spiel.
Spieler des Spiels:
Stefan Leitl
zwei Tore plus Assist, nie zu kontrollieren.