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08.09.2017, 08:39

NFL, Week 1, Thursday Night: Rookie Hunt und QB Smith glänzen

Es ist passiert! Chiefs stürmen die Patriots-Festung

Der Auftakt in die neue NFL-Saison hätte kaum spannender, atemberaubender und überraschender sein können: Denn in einem wilden Spiel setzte sich in der Tat ein bärenstarkes Kansas City mit 42:27 beim amtierenden Meister New England durch. Die Chiefs warfen letztlich deutlich mehr in die Waagschale - vor allem Rookie Kareem Hunt und Quarterback Alex Smith verdienten sich die Lorbeeren.

Running Back Kareem Hunt
Glorreicher Einstand in die NFL: Chiefs-Running-Back Kareem Hunt.
© picture-allianceZoomansicht

Überragendes Chiefs-Duo

Einen traumhafteren Auftritt in seinem ersten NFL-Spiel hätte sich Running Back Kareem Hunt wahrlich nicht ausmalen können - wenngleich der Start ins Spiel einem Horrorszenario glich: Der Rookie der Kansas City Chiefs (Drittrunden-Pick, 86. Stelle) leistete sich direkt bei seinem ersten Laufversuch einen Fumble - zuvor war ihm das nicht einmal (!) in 856 (!) Versuchen auf dem College in Toledo passiert.

Doch sei's drum, dürfte er nach den 60 Minuten im Gillette Stadium in Foxboro gesagt haben. Denn: Hunt sollte beim verdienten 42:27-Sieg seiner Chiefs über 150 Yards (239) von der Scrimmage Line sowie ganze drei Touchdowns beisteuern. Solch ein famoser NFL-Einstand war bis dato nur Marshall Faulk (1994) und Billy Sims (1980) geglückt.

Doch nicht nur der Rookie überzeugte, auch der oftmals unterschätzte Chiefs-Quarterback Alex Smith erwischte einen Sahnetag: Der 33-Jährige brachte 28 von 35 Pässen für 368 Yards an den Mann, erreichte obendrein vier Touchdowns und leistete sich keine einzige Interception. Der Routinier stieg damit zum ersten Spielmacher überhaupt auf, dem solche Werte gegen Patriots-Headcoach Bill Belichick gelangen. Das Duell mit Superstar Tom Brady, dem fünfmaligen Champion, ging ebenfalls eindeutig an Smith. "TB12" nämlich verbuchte nur magere 267 Yards (16 von 36 Zuspielen kamen nur an, kein TD).

Brady geknickt - Serien reißen

Brady selbst stand nach der Pleite sichtlich ratlos da - zumal er mit den Patriots vor 65.878 Zuschauern zur Pause noch mit 17:14 geführt hatte: "Wir müssen jeden Tag aufs Neue eine Ausstrahlung zeigen, die eines Champions würdig ist. Vor allem in Heimspielen sind wir das schuldig. Das haben wir nicht. Das fühlt sich fürchterlich an, wir müssen besser werden." Sein Mentor und Trainer Belichick sah das ähnlich: "Das war heute einfach nicht gut genug."

Tom Brady, zu Fall gebracht von Dee Ford (unten)
Holpriger Saisonstart: Tom Brady, zu Fall gebracht von Dee Ford (unten).
© picture-alliance

In der Tat war einiges teilweise erschreckend, was sich New England leistete: Erstmals seit 1990 verloren sie zu Hause gegen Kansas City. Außerdem hatte kein Gegner seit dem 21. Oktober 1984 so viele Punkte in Foxboro erzielt - damals hatte Legende Dan Marino mit den Miami Dolphins ein 44:24 errungen. Und: Die Pats hatten zuletzt in der Regular Season nach einer Pausenführung satte 82 Heimspiele hintereinander gewonnen.

Den Chiefs ist derweil nach diesem Auftakt alles zuzutrauen: Ohnehin als starkes Team ins neue NFL-Rennen gegangen, dürfen sich Headcoach Andy Reid & Co. über einen zusätzlichen Motivationsschub freuen, nachdem man Brady mit cleverer Zonen- und Manndeckung verwirrt hat, anstelle wild drauf loszupressen. Die gesamte Offensive der Pats war somit aus dem Spiel genommen (insgesamt nur 371 erreichte Yards, 247 durch Pässe). Bitter: DB Eric Berry, der Star-Tight-End Rob Gronkowski bei nur 33 Yards hielt, verletzte sich im Bereich der Achillessehne. Sein Trainer Reid sagte: "Das sieht nicht allzu gut aus."


Ergebnisse, Week 1

Thursday Night, 8. September (Ortszeit)

New England - Kansas City 27:42

Sunday, 10. September

Buffalo - New York Jets
Chicago - Atlanta
Cincinnati - Baltimore
Cleveland - Pittsburgh
Detroit - Arizona
Houston - Jacksonville
Tennessee - Oakland
Washington - Philadelphia
Los Angeles Rams - Indianapolis
Green Bay - Seattle
San Francisco - Carolina

Sunday Night

Dallas - New York Giants

Monday Night, 11. September

Minnesota - New Orleans
Denver - Los Angeles Chargers

Sunday, 19. November

Miami - Tampa Bay (verlegt wegen Hurrikan Irma)

mag

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