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Italien

Italien

1
:
1

Halbzeitstand
1:1
Neuseeland

Neuseeland


ITALIEN
NEUSEELAND
15.
30.
45.





60.
75.
90.







Italien blamiert sich gegen Neuseeland

"Kiwis" nicht zu knacken

Nie aufsteckende Neuseeländer rangen dem amtierenden Weltmeister Italien ein Remis ab. Die "Kiwis" gingen früh in Führung und sahen sich danach einer italienischen Angriffswelle nach der anderen entgegengestellt. Die "Squadra Azzurra" schaffte es aber nicht, aus ihren großen Feldvorteilen Kapital zu schlagen und hatte es nur einem Strafstoß zu verdanken, dass die absolute Sensation ausgeblieben ist.

Jubelnde Neuseeländer
Früher Jubel: Bereits nach sieben Minuten schockten die "Kiwis" den Weltmeister und durften sich freuen.
© picture-allianceZoomansicht

Italiens Trainer Marcello Lippi musste im Vergleich zum 1:1 gegen Paraguay auf seine etatmäßige Nummer eins verzichten. Buffon fiel wegen eines Bandscheibenvorfalls aus, Marchetti fand sich dafür zwischen den Pfosten wieder.

Neuseelands Coach Ricki Herbert sah nach dem 1:1 gegen die Slowakei, das sprichwörtlich in letzter Sekunde geschafft wurde, keinen Grund, seine Startelf umzustellen.

Nach kurzer Abtastphase gab es bereits nach sieben Minuten den Paukenschlag! Elliot schlug eine Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld in den Strafraum. Dort touchierte Reid das Leder ganz leicht mit dem Kopf, Cannavaro fälschte den Ball noch unglücklich zu Smeltz ab, der aus kurzer Distanz locker einschob - der Schock für den Weltmeister! Der Treffer hätte jedoch nicht zählen dürfen, da der Torschütze bei Reids Verlängerung im Abseits gestanden hatte. Allerdings war das für den Unparteiischen Carlos Alberto Batres Gonzalez aus Guatemala extrem schwer zu sehen, so dass das Tor zählte. Italien war nun gefordert und reagierte mit wütenden Angriffen, tat sich aber gegen aufmerksame und engmaschig verteidigende "Kiwis" sehr schwer.

Dennoch kreierte die "Squadra Azzurra" zusehends Einschussgelegenheiten. Doch Chiellini schoss vom linken Fünfereck weit vorbei (17.), während Zambrottas Distanzversuch knapp danebenging (22.), ehe Montolivo Pech hatte und aus 23 Metern nur den linken Pfosten traf (28.). Die Neuseeländer gerieten immer mehr unter Druck und kassierten letztlich nach 29 Minuten durch einen Strafstoß den Ausgleich. Smith zog de Rossi im Strafraum am Trikot, der Römer nutzte das und ging zu Boden. Den fälligen "Elfer" verwandelte Iaquinta sicher ins rechte untere Eck.

Italien gab sich mit dem Remis nicht zufrieden und drängte weiter mit aller Macht in Richtung Paston. Allerdings mangelte es den Azzurri in zahlreichen Szenen an durchdachten Aktionen, so dass weitere klare Torchancen zunächst ausblieben. Die Ozeanier ihrerseits schafften es kaum noch, für Entlastung zu sorgen. Weil aber de Rossi aus der zweiten Reihe gegen Paston scheiterte (45.), und Gilardino am kurzen Pfosten nach einer Ecke von links vorbeiköpfte (45.+1), ging es mit dem 1:1 in die Pause.

Italiens Sturmlauf bleibt erfolglos

Iaquinta trifft vom Punkt.
Ausgleich: Iaquinta trifft vom Punkt.
© picture-alliance

Lippi reagierte in der Halbzeit und brachte mit Camoranesi und di Natale frische Kräfte. Gilardino sowie Pepe blieben dafür in der Kabine. Di Natale führte sich auch gleich prima ein und prüfte Paston mit einem satten Schuss vom rechten Fünfereck (49.). An der Taktik der beiden Teams änderte sich nichts. Italien betrieb viel Aufwand, hatte aber zu wenig Struktur im Aufbau. Die Neuseeländer waren ausschließlich auf die Defensive fokussiert und suchten nach vorne mit langen Bällen ihr Glück. Die italienische Abwehr hatte allerdings keine Mühe, die weiten Pässe abzufangen.

Für Neuseeland wurde das Match zu einer reinen Abwehrschlacht, Italien setzte sich am gegnerischen Sechzehner fest, fand allerdings keinen Weg hinein und wäre dafür in der 63. Minute fast kalt erwischt worden. Vicelich fasste sich ein Herz und schoss aus dem Hinterhalt nur um Haaresbreite am Tor vorbei.

Italien rannte an, hatte deutlich mehr Ballbesitz, dafür aber kaum Ideen. Aus der Distanz zwang Montolivo Paston schließlich zu einer Glanztat (71.). Der amtierende Weltmeister ging in der Schlussphase noch mehr Risiken ein, kam aber lediglich zu einigen Ecken, von denen aber nur eine gefährlich wurde. Allerdings klärte Reid in höchster Not vor Iaquinta (80.). Drei Minuten später hatte der inzwischen eingewechselte Wood die Gelegenheit, Italien den K.o. zu versetzen. Der 18-Jährige ließ zunächst Cannavaro im Eins-gegen-eins ganz alt aussehen, zielte anschließend aber nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

Der krasse Außenseiter verteidigte mit Mann und Maus. Außerdem hatte man in Keeper Paston dieses Mal einen sicheren Rückhalt, so entschärfte der Schlussmann zwei Minuten vor dem Ende einen fulminanten Verzweiflungsschuss von Camoranesi und sicherte damit den gefühlten Sieg seiner Mannschaft.

Zum Abschluss der Gruppenphase trifft Italien im Ellis Park von Johannesburg auf die Slowakei, wo unbedingt ein Sieg her muss. Zeitgleich messen sich Neuseeland und Paraguay in Polokwane. Die Spiele werden am Donnerstag (24.6.) um 16.00 Uhr angepfiffen.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Italien
Aufstellung:
Marchetti (3,5) - 
Zambrotta (4,5) , 
F. Cannavaro (5)    
Chiellini (3) , 
Criscito (4) - 
de Rossi (3,5) , 
Montolivo (3) - 
Pepe (4)    
Marchisio (4,5)    
Iaquinta (3,5)    
Gilardino (5)    

Einwechslungen:
46. di Natale (3,5) für Gilardino
46. Camoranesi (5) für Pepe
61. Pazzini für Marchisio

Trainer:
Lippi
Neuseeland
Aufstellung:
Paston (2,5) - 
W. Reid (2,5) , 
Nelsen (2)        
T. Smith (3,5)    
Bertos (4,5) , 
Vicelich (2,5)    
Si. Elliott (4) , 
Lochhead (3,5) - 
Fallon (3,5)        
Killen (4,5)    
Smeltz (3)    

Einwechslungen:
63. Wood für Fallon
81. Christie für Vicelich
90. + 3 Barron für Killen

Trainer:
Herbert

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Smeltz (7., Rechtsschuss, W. Reid)
1:1
Iaquinta (29., Foulelfmeter, Rechtsschuss, de Rossi)
Gelbe Karten
Italien:
-
Neuseeland:
Fallon
(1. Gelbe Karte)
,
T. Smith
(1.)
,
Nelsen
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
20.06.2010 16:00 Uhr
Stadion:
Mbombela Stadium, Mbombela (Nelspruit)
Zuschauer:
38229
Spielnote:  4
das eine Team beschränkte sich auf seine defensiven Mittel, das andere bot Einbahnstraßenfußball der biederen Art.
Chancenverhältnis:
6:2
Eckenverhältnis:
15:0
Schiedsrichter:
Carlos Alberto Batres Gonzalez (Guatemala)   Note 3
solide Leistung in einem undankbaren Spiel - die Abseitsposition von Smeltz vor dem 0:1 war schwer zu erkennen; der Elfmeter für Italien war hart, aber vertretbar.
Spieler des Spiels:
Ryan Nelsen
Der Kapitän organisierte als Turm in der Abwehrschlacht klug und umsichtig, war immer wieder zur Stelle und klärte unzählige Bälle.

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