Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
10.12.2015, 21:05

EL: Rapid landet vor Villarreal

Dortmund ohne Glück - Neapels Rekord

Borussia Dortmund beendete die Vorrunde der Europa League nur auf Platz zwei der Gruppe C. Die Borussia unterlag zu Hause überraschend dem griechischen Erstligisten PAOK und musste Krasnodar den Vortritt lassen. Rapid Wien erreichte die Zwischenrunde als Tabellenführer, während der SSC Neapel eine neue Bestmarke aufstellte.

Freude pur: Salonikis Mak, Mystakidis und Skondras (v.li.) freuen sich über das 1:0.
Freude pur: Salonikis Mak, Mystakidis und Skondras (v.li.) freuen sich über das 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Auch wenn es für den BVB in Gruppe C um Platz eins ging, nutzte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel die Chance, um gegen PAOK Saloniki einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Bewährungschance zu geben. Unter anderem fanden sich Januzaj, Pflichtspieldebütant Stenzel und Subotic, der damit an seinem 27. Geburtstag ein kleines Geschenk bekam, in der Startelf der Borussen wieder. Sportlich hatte das keine großen Auswirkungen, denn die Borussen waren vom Anpfiff weg spielbestimmend, taten sich aber schwer, gegen mauernde Griechen Chancen zu kreieren. Kagawa (10.) und Ginter (24.) sorgten für Abwechslung. Nach etwas mehr als einer halben Stunde stellte PAOK den Spielverlauf auf den Kopf, als der ehemalige Nürnberger Mak BVB-Schlussmann Weidenfeller überlistete (33.). Der BVB zeigte sich unbeirrt, hatte aber Pech bei einem Reus-Pfostentreffer (42.).

Auch nach Wiederanpfiff änderte sich nicht. Der BVB war drückend überlegen, rannte aber auf eine weiße Wand zu und hatte Pech im Abschluss. Kagawa (52.) sowie die eingewechselten Mkhitaryan (60.) und Aubameyang (76.) hatten kein Glück. Letzten Endes blieb es bei der unter dem Strich unglücklichen 0:1-Niederlage für den BVB.

Am Ende war das Ergebnis in Dortmund aber belanglos, da sich Krasnodar im Parallelspiel beim FK Qäbälä keine Blöße gab. Anpfiff in Baku war um 22 Uhr Ortszeit: Für beide Mannschaften offenbar zu spät, um Fußball zu spielen, denn die Partie entpuppte sich als wenig ereignisreich. Krasnodar war aber die bessere Mannschaft und münzte seine individuelle Klasse dann auch noch in Tore um: Sigurdsson (26.) und Pereyra (41.) brachten die Russen noch in Hälfte eins auf die Siegerstraße. Krasnodar ließ sich die Butter danach nicht mehr vom Brot nehmen, brachte den Dreier souverän unter Dach und Fach und darf sich als Erstplatzierter auf einen vermeintlich leichteren Gegner freuen. Wanderson sorgte in der 75. Minute für den 3:0-Endstand.

Gruppe E: Rapid lässt Villarreal hinter sich

In Gruppe E waren die Würfel im Großen und Ganzen schon vor dem abschließenden Spieltag gefallen. Zwischen Villarreal und Rapid Wien ging es lediglich im Fernduell noch um Platz ein. Die Spanier hatten dabei die schwerere Aufgabe vor der Brust, mussten sich doch bei Viktoria Pilsen in der Tschechischen Republik - und gerieten dort auf bittere Art und Weise ins Hintertreffen: Schiedsrichter Tony Sapron (Frankreich) gab früh einen diskutablen Handelfmeter, den Kolar humorlos zum 1:0 nutzte (8.). Das Gelbe U-Boot glich über Bakambu aber noch vor der Pause aus (40.) und drehte den Spieß durch ein Traumtor von dos Santos, der aus extrem spitzem Winkel per Außenrist ins lange Eck traf, noch (63.). Kovarik glich aber postwendend aus und trübte so die spanische Freude (65.). Horava glückte in der Schlussminute sogar noch das 3:2 für Pilsen, ehe Soriano in der Nachspielzeit mit dem 3:3 den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie setzte (90.+4).

Einen Elfmeter gab es auch im Parallelspiel in Wien für Rapid gegen Dinamo Minsk: Steffen Hofmann vergab diesen aber mit seinem zu mittig platzierten Schuss. Besser machte es kurz darauf sein Namensvetter Maximilian, der nach einer Ecke Minsks österreichischen Schlussmann Knoflach im Nachschuss überwand (29.). Nach dem Seitenwechsel schloss Jelic eine schöne Kombiantion gekonnt ab und räumte mit dem 2:0 alle Restzweifel aus dem Weg (59.). Durch schlechtes Abwehrverhalten luden die Rapidler aber El-Mounir ein, der das Angebot nicht ausschlug und ein Solo zum Anschlusstreffer nutzte (64.). Damit hatte es sich, Rapid brachte den Dreier über die Zeit und zieht als Gruppensieger weiter.

Gruppe A: Fener gewinnt Fernduell mit Ajax

Für Spannung war in Gruppe A gesorgt: Dort hatte sich Molde ein Ticket bereits gesichert und konnte nun bei Ajax Amsterdam locker aufspielen. Ganz anders sah die Lage bei den Niederländern aus. Ajax musste unbedingt punkten und benötigte zudem Schützenhilfe von Celtic Glasgow, um sich im Fernduell mit Fenerbahce Istanbul zu behaupten. Vorneweg: Die schottische Schützenhilfe blieb aus, Markovic brachte die Kanarienvögel aus der Türkei gegen Celtic noch in Hälfte eins auf die Siegerstraße (39.). Zum Dreier reichte es zwar nicht, weil Commons eine Viertelstunde vor Schluss das 1:1 markierte. 1:1 endete auch das Spiel zwischen Ajax und Molde, das aber nur noch statistischen Wert hatte: Van den Beek (14.) traf für Amsterdam, Singh (29.) für die Norweger.

Gruppe B: Rubins Remis entastet Reds

In Gruppe B griff Rubin Kasan nach dem letzten Strohhalm. Die Russen wähnten sich dank Kannunikov (31.) bei Girondins Bordeaux lange Zeit auf einem guten Weg, kamen dann aber doch von diesem ab. Laborde (58.) und Rolan (63.) wendeten das Blatt aus Sicht der Franzosen, die sich aber nicht mit einem Sieg aus der Europa League 2015/16 verabschiedeten, weil Ustinov noch den 2:2-Endstand besorgte. Ein Remis, das den Russen allerdings nicht reichte und den FC Liverpool entlastete. Die Reds waren beim FC Sion gefordert war und standen vor dem Spiel vor dem Problem, dass sie möglichst punkten sollten, um den Wettbewerb nicht zu verzerren. Durch das Rubin-Remis hatte sich das erledigt, sodass die Partie keinen großen Stellenwert hatte. Jürgen Klopp hatte zwar seine vermeintlich stärkste Elf gebracht, die kam aber nicht über eine müde Nullnummer hinaus. Jubeln durften letzten Endes die Schweizer.

Gruppe D: Napoli stellt neuen Rekord auf

Doppelpack im letzten Gruppenspiel: Napolis Mertens.
Doppelpack im letzten Gruppenspiel: Napolis Mertens.
© Getty ImagesZoomansicht

In Gruppe D führte kein Weg am SSC Neapel vorbei. Nach Salzburg (2009/10 und 2013/14), St. Petersburg (2010/11), Anderlecht (2011/12), Tottenham (2013/14) und Dynamo Moskau (2014/15) ist Napoli die sechste Mannschaft, der das Kunststück gelang, die Zwischenrunde mit der Maximalausbeute von 18 Punkten aus sechs Spielen zu erreichen. Einzigartig war aber ein anderer Wert: Eine Tordifferenz von 19 gab es in der Geschichte der Europa League bisher noch nicht - ZSKA Moskaus Bestmarke von 15 aus der Saison 2010/11 wurde schlicht pulverisiert. Historisch betrachtet hatte das 5:2 von Neapel gegen Legia Warschau großen Wert - Chalobah (32.), Insgine (39.), José Callejon (57.) und Mertens (65., 90.+1) trafen für Napoli, Vranjes (62.) und Prijovic (90.+2) betrieben aus Warschauer Sicht Ergebniskosmetik.

Spannender war das zweite Spiel zwischen dem FC Midtjylland und dem FC Brügge, die sich in einem Endspiel um Platz zwei trafen. Brügge ging über Sisto in Front (27.), doch Vossen glich in Hälfte zwei für die Dänen aus (68.). Das war das goldene Tor für Midtjylland, das in die K.-o.-Phase darf. Mit nur sieben Punkten - was es in der Europa-League-Geschichte erst vier Mal gab. Ausgeschieden sind Brügge und Legia.

Gruppe F: Marseille löst das Ticket

Olympique Marseille qualifizierte sich als Gruppenzweiter der Staffel F. Der Franzosen feierten bei Slovan Liberec ein 4:2. Zunächst sah es nach einer klaren Sache für OM aus, das durch Batshuayi (14.), Nkoudou (43.) und Barrada (48.) komfortabel mit 3:0 führte, diesen Vorsprung dann aber aus der Hand gab: Balos per Elfmeter (75.) und Sural (76.) brachten die Tschechen wieder ran - mehr aber auch nicht, zumal Ocampos (90.+5) für Olympique das 4:2 erzielte. Im unbedeutenden zweiten Spiel der Gruppe trennten sich Groningen und Sporting Braga torlos.

drm

Europa League, 2015/16, Gruppenphase, 6. Spieltag
Asteras Tripolis - FC Schalke 04 0:4
Asteras Tripolis - FC Schalke 04 0:4
Spielgestalter unter sich

Fernandez (l.) gegen Geis.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema