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Rapid Wien

 - 

Bayer 04 Leverkusen

 

0:4 (0:1)

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Rapid Wien
Bayer 04 Leverkusen
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.










Rapid Wien enttäuscht gegen Werkself

Wollscheid stößt die Tür auf - Bayer spaziert durch

Rudi Völler hatte vor dem Spiel gewarnt, der Ausflug nach Wien sei "keine Kaffefahrt". Das Spiel von Bayer Leverkusen gegen Rapid Wien geriet vor stimmungsvoller Kulisse in Österreichs Hauptstadt dann aber einfacher als gedacht. Ohne große Mühe angelte sich die Werkself alle Punkte, ging im ersten Durchgang durch Wollscheid in Front und legte früh in der zweiten Hälfte zwei Tore nach. Es folgte ein langes Auslaufen, da Gegenwehr durch die Hausherren weitestgehend ausblieb.

Bayers Türöffner: Verteidiger Wollscheid, hier gegen Wiens Alar, verantwortete das 1:0 für die Werkself.
Bayers Türöffner: Verteidiger Wollscheid, hier gegen Wiens Alar, verantwortete das 1:0 für die Werkself.
© picture-allianceZoomansicht

Rapid-Coach Peter Schöttel nahm nach der 0:2-Niederlage bei Austria Wien drei Wechsel vor. Für Burgstaller (Rotgesperrt), Schaub und Grozurek spielten Kulovits, Jeikkinen und Drazan.

Leverkusens Trainerteam Sascha Lewandowski und Sami Hyypiä tauschte ebenfalls dreimal. Im Vergleich zum 2:2-Remis gegen Mainz spielten Hosogai, Schwaab und Friedrich für Toprak, Carvajal und Bender.

Das Wiener Ernst Happel-Stadion hatte sicherlich schon spannendere Anfangsphasen erleben dürfen als die Startminuten, die Rapid und Bayer den zahlreichen Zuschauern boten. Spielerische Höhepunkte blieben die Ausnahme, lediglich eine sehenswerte Choreographie der Heim-Fans belebte die Arena nach knapp zehn Minuten. Da war die Partie für den tschechischen Internationalen Kadlec bereits beendet. Nach einem Pressschlag im Duell mit Ildiz ließ sich der Linksverteidiger minutenlang behandeln, musste dann seinen Platz für Bender freimachen.

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04 nimmt Schwung auf - Wollscheid trifft nach Ecke

Leverkusen war in der Defensive kaum gefordert, der Offensivmotor stotterte jedoch noch etwas gegen bedächtig, meist mit langen Bällen operierende Österreicher. Erst Mitte der ersten Hälfte nahm das Spiel der Westdeutschen Schwung auf. Schürrle jagte einen Freistoß am Tor vorbei (23.), setzte dann mit einem flachen, jedoch harmlosen Abschluss das nächste Signal (25.). Toptorjäger Kießling befand sich bei der folgenden Großchance schon in weitaus besserer Position, spitzelte das Rund aber knapp rechts vorbei (28.).

Weiter ging es nur in eine Richtung. Rapid machte es Bayer leicht, verzichtete fast völlig auf eigene Vorstöße und sah nur zu, wie erst Bender den Ball aus 20 Metern über die Latte jagte (33.), Schürrle in letzter Sekunde von Königshofer noch gestoppt wurde (35.) und dann Wollscheid eine Castro-Ecke beinahe mühelos in die rechte Torhälfte köpfte (37.). Damit stand Bayers verdiente Pausenführung fest.

Doppelschlag der Werkself - Rapid geht unter

Rapids eklatante Unterlegenheit fand auch nach dem Kabinengang seine Fortsetzung. Die Österreicher traten nun mit Boyd für Heikkinen nominell etwas offensiver auf, auf dem Platz zeigte sich dies nicht wirklich. Bayer spazierte förmlich zu zwei weiteren Treffern. Beide Tore waren ansehnlich herausgespielt, doch Bayer profitierte aber auch von großen Unzulänglichkeiten in der Defensive der Hausherren. Den ersten Streich verantwortete Castro nach feinem Doppelpass mit Bender (56.), den zweiten Bellarabi, nachdem Schürrle den Ball leicht und locker im Strafraum gegen zwei Wiener behauptete (58.).

Das Spiel war so früh entschieden. Wiens Anhänger sangen sich fortan bis zum Schlusspfiff mit der Melodie des italienischen Schlagers "Tornero" (Deutscher Interpret: Michael Holm "Wart' auf mich") den Frust von der Seele, die Heimelf leistete nur noch vereinzelt Widerstand und Bayer begann, seine Offensivabteilung mit Blick auf die anstehenden Aufgaben zu schonen. Schürrle ging früh duschen (61.), Kießling folgte ihm recht schnell (70.). Hegeler und Junior Fernandes kamen zu Kurzeinsätzen.

Castro hat noch einen Pfeil im Köcher

Der Rest war Formsache für eine souveräne, aber kaum geforderte Werkself, für die Friedrich einen weiteren Treffer hätte erzielen müssen. Der Abwehrmann köpfte aber aus bester Position nur um Zentimeter vorbei (71.). Rapids letztes Aufbäumen blieb auf einen Schuss von Boyd beschränkt. Sekunden nach Einleiten der berüchtigten "Rapid-Viertelstunde" schob der Ex-Dortmunder den Ball knapp neben das Ziel (76.).

Die letzten Minuten blieben spannungsarm, das Ergebnis nahm durch Castros Tor in der Nachspielzeit noch drastischere Ausmaße aus Sicht der Wiener an (90. +2). Bayer nimmt unbeirrt Kurs auf Aufgaben jenseits der Gruppenphase, Rapid muss weiter auf den ersten Punkt in der Europa League warten und steht vor dem frühen Ausscheiden.

Rapid Wien empfängt in der österreichischen Bundesliga am Sonntag (16 Uhr) RB Salzburg. Die Leverkusener schlagen am selben Tag (17.30 Uhr) beim Bundesliga-Tabellenführer Bayern München auf. Das direkte Rückspiel zwischen Rapid und Bayer in Leverkusen steigt am 8. November (21.05 Uhr).

25.10.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Rapid Wien
Aufstellung:
Königshofer (4,5) - 
Trimmel (4) , 
Sonnleitner (5) , 
Gerson (5) , 
Katzer (5,5) - 
Kulovits (5,5) , 
Heikkinen (5)        
Prager (5,5) , 
Ildiz (5)    
Drazan (5,5) - 
Alar (5,5)    

Einwechslungen:
46. Boyd (3) für Heikkinen
63. Schimpelsberger für Ildiz
77. Schrammel für Alar

Trainer:
Schöttel
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (3) - 
Schwaab (3)    
Wollscheid (2)    
Kadlec    
Hosogai (3) , 
Rolfes (3)    
Bellarabi (3)    
Castro (1)        
Schürrle (3)    
Kießling (2,5)    

Einwechslungen:
10. L. Bender (2) für Kadlec
61. Hegeler für Schürrle
70. Junior Fernandes für Kießling

Trainer:
Lewandowski

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Wollscheid (37., Kopfball, Castro)
0:2
Castro (56., Rechtsschuss, L. Bender)
0:3
Bellarabi (58., Rechtsschuss, Schürrle)
0:4
Castro (90. + 2, Rechtsschuss, Junior Fernandes)
Gelbe Karten
Rapid Wien:
-
Leverkusen:
Schwaab
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
25.10.2012 19:00 Uhr
Stadion:
Ernst-Happel-Stadion, Wien
Zuschauer:
42600
Spielnote:  2
Bayer dominierte nach einer Anlaufphase nach Belieben, ließ Rapid teilweise wie eine Schülerelf aussehen.
Chancenverhältnis:
2:11
Eckenverhältnis:
1:5
Schiedsrichter:
Fernando Teixeira Vitienes (Spanien)   Note 3
ordentliche Leistung in einem leicht zu leitenden Spiel.
Spieler des Spiels:
Gonzalo Castro
Zwei Tore erzielt, eines vorbereitet, dazu etliche kluge Pässen - ein tolles Spiel!
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