Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
Hertha BSC

Hertha BSC

Deutschland
3
:
1

Halbzeitstand
0:0
Hinspiel: 1:2
Nach Hin- & Rückspiel: 4:3
Bröndby IF

Bröndby IF

Dänemark

HERTHA BSC
BRÖNDBY IF
15.
30.
45.

60.
75.
90.













Herthas Negativserie gerissen

Kacars Köpfchen bringt die Millionen

Hertha BSC setzte sich in einem über weite Strecken durchschnittlichen Spiel gegen Bröndby IF mit 3:1 durch und zieht damit in die Gruppenphase der Europa-League ein. Die Berliner waren lange Zeit optisch überlegen, konnten aber kaum Durchschlagskraft entwickeln und gerieten gar in Rückstand. Doch dann schlug die Stunde von Gojko Kacar.

Herthas Friedrich (li.) im Luftkampf mit von Schlebrügge.
Duell der Kapitäne: Herthas Friedrich (li.) im Luftkampf mit von Schlebrügge.
© picture-allianceZoomansicht

Herthas Trainer Lucien Favre tauschte nach der 0:1-Niederlage in Bochum auf zwei Positionen: An Stelle von Stein und Nicu spielten Janker und Wichniarek von Anfang an. Bröndby-Coach Kent Nielsen hingegen vertraute der gleichen Elf, die den 2:1-Hinspielerfolg gegen die Berliner eingefahren hatte.

Die Berliner begannen stark, legten ein enormes Tempo an den Tag und kamen gleich durch Wichniarek zu ersten Torchancen. Der Pole schoss zuerst knapp rechts vorbei (1.) und scheiterte kurz darauf an Bröndby-Keeper Andersen (4.). Danach verpuffte der Anfangselan der "Alten Dame" aber und es entwickelte sich ein durchschnittliches Duell zweier ebenbürtiger Mannschaften. Die Berliner waren zwar optisch Überlegen, konnten sich aber gegen die zweikampfstarken Dänen nicht entscheidend durchsetzen. Auf der anderen Seite lauerte Bröndby auf Konter, riskierte dabei allerdings nicht viel. Folglich blieben Einschussgelegenheiten lange Zeit aus.

Das änderte sich nach einer knappen halben Stunde, als Kacar gleich zweimal für Gefahr sorgte. Der Serbe scheiterte aber zuerst aus der zweiten Reihe an Andersen (28.), um dann aus kürzester Distanz links vorbei zu köpfen (29.). Danach verflachte das Match jedoch wieder, ehe in der 39. Minute der Zufall eingriff: Friedrich setzte zum Solo an und passte in die Schnittstelle der Abwehr zu Cicero, der von einem Missverständnis der dänischen Innenverteidigung profitierte, dann aber gegen Bröndbys Schlussmann Andersen den Kürzeren zog. Etwas später musste schließlich Andersens Gegenüber Drobny gegen Morten Rasmussen erstmals direkt eingreifen (44.).

Dem Schock folgt die Freude

Herthas Trainer Lucien Favre
Ohne Stürmer schaffte sein Team die Wende: Herthas Trainer Lucien Favre.
© picture-allianceZoomansicht

Ohne personelle Wechsel ging es im zweiten Durchgang weiter, dafür mit einer Duftmarke von Ebert, dem aus der Distanz aber die nötige Präzision fehlte (47.). Etwas später folgte dann der Schock! Die Berliner bekamen das Leder bei einer Ecke nicht geklärt, so dass Gislason mit der Hacke zu Morten Rasmussen durchstecken konnte. Der Stürmer hatte dann kaum Mühe aus abseitsverdächtiger Position einzunetzen (51.).

Die Berliner waren nun gefordert, sie agierten aber weiterhin einfallslos. Bis auf zwei Fernschüsse von Ebert (56.) und Cicero (63.) sprang nicht viel heraus. Ferner reagierte Favre auf den Rückstand mit der Hereinnahme von Nicu und Piszczek, die für Wichniarek und Domovchiyski ins Spiel kamen. Die Hertha musste nun ohne nominellen Stürmer einem Rückstand hinterherrennen. Kacar rückte dafür ganz nach vorne. Die nächste Gelegenheit hatten aber wiederum die Dänen: Krohn-Dehli vernaschte Friedrich nach Strich und Faden, schoss aber knapp links daneben (66.). Die Favre-Elf legte dennoch den Vorwärtsgang ein und kam zu einer Vielzahl von Standards, die jedoch teilweise kläglich vergeben wurden. Einziger Lichtblick war ein 23-Meter-Freistoß von Ebert, der den Querbalken (68.).

Eine Viertelstunde vor Schluss hauchte Kacar dem Gastgeber neues Leben ein: Nach einer Ecke von links wuchtete der Serbe den Ball aus elf Metern per Kopf in die Maschen. Kurz darauf stellte Dardai die Partie - erneut war eine Ecke die Ausgangssituation gewesen - mit einem sehenswerten 20-Meter-Schuss auf den Kopf (80.). Die Berliner hatten Blut geleckt und schafften nach 86 Minuten das 3:1. Nach einer butterweichen Flanke von Pejcinovic stieg erneut Kacar hoch und bescherte den Berlinern durch einen präzisen Kopfball ins linke Eck das Weiterkommen.

Die Berliner müssen am Sonntag zu Hause gegen Werder Bremen antreten und stehen dort ebenfalls unter Zugzwang, wollen sie nicht einen klassischen Fehlstart in die neue Bundesligaspielzeit hinlegen. Die Dänen sind ebenfalls sonntags wieder gefordert, dann im Derby beim FC Kopenhagen.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (3)    
Janker (4)    
A. Friedrich (3)    
von Bergen (3,5)    
Pejcinovic (3,5) - 
Kacar (1)        
Dardai (3)    
Ebert (3,5)    
Cicero (4) - 
Wichniarek (4,5)    
Domovchiyski (4,5)    

Einwechslungen:
60. Piszczek (3,5) für Domovchiyski
66. Nicu für Wichniarek
90. + 4 Bengtsson für Ebert

Trainer:
Favre
Bröndby IF
Aufstellung:
S. Andersen (3) - 
Randrup (4,5) , 
Bischoff (5) , 
von Schlebrügge (4,5)        
T. Rasmussen (4)    
M. Nilsson (4) , 
Holmen (3,5) , 
Gislason (4) , 
Krohn-Dehli (3,5) - 
P. Madsen (5)    
Rasmussen (3,5)        

Einwechslungen:
61. Bernburg für P. Madsen
78. Jensen für Rasmussen
89. A. Farnerud für T. Rasmussen

Trainer:
Nielsen

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Rasmussen (51., Rechtsschuss)
1:1
Kacar (75., Kopfball)
2:1
Dardai (80., Rechtsschuss)
3:1
Kacar (86., Kopfball)
Gelbe Karten
Hertha:
Janker
(1. Gelbe Karte)
,
von Bergen
(1.)
,
Drobny
(1.)
Bröndby:
von Schlebrügge
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
27.08.2009 18:15 Uhr
Stadion:
Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Berlin
Zuschauer:
14741
Spielnote:  3
für zunächst viel Leerlauf entschädigte der Spannungsbogen in der Schlussphase.
Chancenverhältnis:
7:3
Eckenverhältnis:
12:3
Schiedsrichter:
Paolo Tagliavento (Italien)   Note 2
sicher in der Zweikampfbewertung, mit einer klaren Linie.
Spieler des Spiels: