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03.04.2018, 13:16

Bayreuths Joker Hobsch dreht den Spieß um

"Zu naiv, zu offen": Bierofka bemängelt Leistung der "B-Löwen"

Mit dem zweiten Anzug scheiterte 1860 München am Ostermontag im Landespokal-Viertelfinale bei der SpVgg Bayreuth trotz Führung mit 1:2 (0:0). Nicht weiter schlimm, oder doch?

1860 München
Aus trotz Führung: 1860 um Torwart Hendrik Bonmann scheiterte in Bayreuth.
© imagoZoomansicht

In den DFB-Pokal wird 1860 als designierter Meister der Regionalliga Bayern einziehen. Aus dieser Sicht war die knappe Niederlage bei aufopferungsvoll kämpfenden und in der entscheidenden Phase sogar spielerisch überlegenen Bayreuthern zu verschmerzen. Ein weiteres Plus: Das Landespokal-Aus schafft etwas Luft im Terminkalender, bevor es in den Aufstiegsspielen um ein Ticket für die 3. Liga geht.

Im mit 7.123 Zuschauern so gut wie lange nicht mehr gefüllten Hans-Walter-Wild-Stadion war jedoch auch zu sehen: Der zweite Anzug der Löwen passt nicht. Trainer Daniel Bierofka hatte im Vergleich zum 2:0 am Mittwoch bei Fürth II auf gleich neun Positionen gewechselt, namhafte Akteure wie Mauersberger und Mölders (Schienbein-Verletzung) fehlten, Ziereis saß zunächst auf der Bank. Dafür durfte Ex-Profi Görlitz über 75 Minuten Spielpraxis sammeln. Der 30-Jährige wie fast alle Teamkollegen blass, war jedoch "zunächst einmal froh, überhaupt 75 Minuten gespielt zu haben".

1860: Genkingers Sonntagsschuss folgt nicht mehr viel

Nach einer ersten Spielhälfte, über die man laut Bierofka "besser den Mantel des Schweigens" legen sollte, war sein Team durch einen Sonntagsschuss Genkingers (57.). In Führung gegangen. In der Westkurve und auch in vielen Bereichen der Haupttribüne brandete Jubel der zahlreichen Löwen-Fans auf, die das Halbfinal-Ticket zu diesem Zeitpunkt schon verbucht haben mochten. Zu wenig war von der "Altstadt" bis dato offensiv gekommen.

Doch das Spiel kippte unvermittelt, auch, weil Genkinger im eigenen Strafraum Kontrahent Held von den Beinen holte. Bayreuths Joker Hobsch verwandelte unter den Augen seines Vaters Bernd (einst Werder Bremen, 1. FC Nürnberg, 1860) vom Punkt zum Ausgleich (60.). Danach spielten die Oberfranken wie verwandelt auf und wurden von den Löwen zu weiteren Torchancen eingeladen. So hätte Kapitän Böhnlein wiederum drei Minuten später im Alleingang auf Bonmann auf 2:1 stellen müssen, später verzeichneten die Wagnerstädter auch noch einen Lattenkopfball.

Jokertag: Hobsch knipst gleich doppelt

Patrick Hobsch
Matchwinner! Patrick Hobsch wird nach seinem Tor zum 2:1 von Teamkollege Ivan Knezevic gejagt.
© imago

Als Bierofka für die Schlussphase doch noch Ziereis für die Offensive brachte (86.), fiel auf der Gegenseite das entscheidende Tor. Erneut Hobsch sorgte per Kopf nach Knezevic-Vorarbeit für die Entscheidung (88.) und eine glückselige Bayreuther Spielertraube vor der Löwen-Kurve. Wenig später war das Aus des Favoriten besiegelt, während sich die SpVgg auf ein Halbfinal-Heimspiel gegen Ligarivale 1860 Rosenheim und weitere Bonus-Einnahmen freut (10. April, 19 Uhr). Dieses Geld fehlt den Löwen wiederum, die Niederlage sorgte für einen genervten Coach.

"Beim 2:1 waren wir viel zu naiv, standen hinten zu offen", sagte Bierofka, der das Ergebnis "aufgrund des Spielverlaufs" als "in Ordnung" bezeichnete. Sein Team hätte in der entscheidenden Szene "ganz anders absichern und aufs Elfmeterschießen spielen" müssen. So war dann früher Schluss in Bayreuth. Und die Fans der Blauen zogen friedlich ab, wobei sich einer ihrer Anhänger beim Sprung in den am Stadion vorbeifließenden Roten Main eine Platzwunde am Kopf zuzog.

aho/uk

 
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