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26.02.2013, 07:51

Niersbach rechnet mit EM-Zuschlag für 2020 - Keine Pokalreform

U-21-EM in EM- und WM-Jahren? "Unglücklich"

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat Kritik an der UEFA-Entscheidung geübt, die U-21-Europameisterschaft künftig wieder in EM- und WM-Jahren auszutragen und will beim Kontinentalverband für ein Umdenken werben. Zugleich rechnet Niersbach damit, dass Deutschland für die EM 2020 den Zuschlag erhält. In Zwanzigers FIFA-Fußstapfen will er nicht treten.

Sucht in Sachen U-21-EM das Gespräch mit der UEFA: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.
Sucht in Sachen U-21-EM das Gespräch mit der UEFA: DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.
© imagoZoomansicht

U-21-EM in WM- und EM-Jahren? "Ich halte den Beschluss für unglücklich", sagte Niersbach. Doch ab 2016 soll es wieder soweit sein. Letztmals würde dann das wichtigste U-21-Turnier 2015 in Tschechien in einem ungeraden Jahr stattfinden. Danach würde der Wettbewerb wieder in direkte Konkurrenz mit den A-Nationalmannschaften treten. "Das entwertet die U-21-EM", sagte der DFB-Oberste. Zudem könnten junge Spieler nicht für ein großes Turnier im darauf folgenden Jahr aufgebaut werden. So wie seinerzeit 2009 in Schweden, als das DFB-Team mit einigen Akteuren aus dem späteren Südafrika-WM-Kader von Bundestrainer Joachim Löw den Titel holten - darunter Manuel Neuer, Sami Khedira und Mesut Özil.

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In diesem Jahr ist Deutschland vom 5. bis 18. Juni in Israel vertreten und trifft in der Vorrunde auf die Niederlande, Spanien und Russland.

Niersbach rechnet mit EM-Zuschlag für Deutschland

Niersbach gab auch noch zu einem anderen Thema seine Einschätzung ab. Er geht fest davon aus, dass Deutschland zu den EM-Gastgebern 2020 gehören wird. "Meine Prognose ist, wir werden dabei sein. Wir werden eines der 13 Länder sein", sagte Niersbach bei einem Mediengespräch anlässlich seines bevorstehenden einjährigen Amtsjubiläums als DFB-Chef. 2020 wird der Titel erstmals im Rahmen eines Turniers ausgefochten, dass in mehreren Ländern ausgerichtet wird. Jeder der 13 Gastgeber kann dabei nur mit einem Spielort vertreten sein.

Die erste Stadt, die sich öffentlich als Kandidat in Deutschland positionierte, war in der vergangenen Woche die bayrische Landeshauptstadt München. Niersbach rechnet mit Kandidaturen aus 25 Ländern.

Niersbach hat keine FIFA-Ambitionen

Wolfgang Niersbach hegt indes entgegen bisheriger Erwartungen keine Ambitionen, Nachfolger von Theo Zwanziger im FIFA-Exekutivkomitee zu werden. "Die UEFA mache ich, aber die FIFA ... - das ist in 2015 und ich bin jetzt 62 Jahre alt. Da sollen auch mal Jüngere ran", sagte er. Am 24. Mai kandidiert der DFB-Chef für die Nachfolge seines Vorgängers Zwanzigers im UEFA-Exekutivkomitee bei deren Kongress in London. Ihm werden gute Chancen zugerechnet, dennoch warnt er: "Es ist nicht so, dass die alle sagen, 'Hurra, da ist einer vom DFB'." Wer stattdessen 2015 als DFB-Kandidat für das FIFA-Amt antreten soll, ließ Niersbach offen. "Wir müssen auch jüngere Gesichter aufbauen", sagte er.

Keine Pokalreform!

Auch zum Thema Pokalmodus-Reform äußerte sich Niersbach in Frankfurt deutlich: "Nein. Ein klares Nein! An diesem Pokal wird nicht herumgebastelt. Wie der Pokal ist, ist er optimal", sagte er. Ausgelöst hatte die Diskussion um eine Reform des DFB-Pokal die Viertelfinalpartie zwischen Bundesliga-Tabellenführer Bayern München und Double-Gewinner Borussia Dortmund. Eines der beiden Topteams wird damit in der Runde der letzten Acht zwangsläufig scheitern. "Es ist schade, dass es das Viertelfinale ist und ab dem Halbfinale der Glanz etwas fehlt", hatte Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg via "Bild" platziert und eine Setzliste wie im Tennis vorgeschlagen. Immer wieder fordern auch Zweitligisten automatisches Heimrecht gegen Erstligisten.

26.02.13
 

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