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24.09.2018, 22:40

Deschamps als Welt-Trainer geehrt

Thy bekommt Fairplay-Preis - Auszeichnung für Mbappé

Lennart Thy hat am Montagabend die Fairplay-Auszeichnung der FIFA erhalten. Der 26-Jährige wurde für seinen Einsatz als Stammzellenspender in der vergangenen Saison geehrt. Dafür hatte der ehemalige Bundesliga-Profi (Werder Bremen, FC St. Pauli) auf ein Spiel seines Klubs VVV Venlo verzichtet. Ausgezeichnet wurden auch die französischen Weltmeister Kylian Mbappé und Didier Deschamps. Außerdem gab die FIFA die Welt-Auswahl, den besten Torhüter und die Weltfußballerin bekannt.

Lennart Thy
Bekam von der FIFA den Fairplay-Preis für seinen Einsatz als Stammzellenspender.
© Getty ImagesZoomansicht

FIFA-Fairplaypreis des Jahres: Lennart Thy (VVV Venlo)

Die FIFA zeichnete den deutschen Lennart Thy mit dem Fairplay-Preis des Jahres aus. Der 26-Jährige, der 2009 mit der deutschen U 17 Europameister und zugleich Torschützenkönig geworden war, hatte mit einer großartigen menschlichen Geste für Aufsehen gesorgt. Der Stürmer (11 Bundesligaspiele für Werder Bremen, 122 Zweitligaspiele für St. Pauli) half einem Leukämiepatienten. Bei dem an Blutkrebs erkrankten Patienten und dem Stürmer, der zu diesem Zeitpunkt als Leihgabe von Werder bei Venlo in den Niederlanden spielte, war eine seltene Übereinstimmung ihrer DNA festgestellt worden.

Als Thy, der sich sieben Jahre zuvor als Stammzellenspender registrieren hatte lassen, um Hilfe gebeten wurde, zögerte er nicht und verzichtete dafür sogar auf einen Liga-Einsatz für Venlo. Seine Geste kam sehr gut an, beim Publikum und den Vereinen - so wurde er damals in Abwesenheit sogar zum Spieler des Spiels gewählt. Die FIFA ehrte ihn nun auch noch. "Es ist für mich eine große Ehre hier zu sein", sagte Thy in London: "Es war eine Selbstverständlichkeit für mich, zu helfen. Das Beste ist, dass sich viele Menschen als mögliche Spender haben registrieren lassen." Thy spielt mittlerweile beim türkischen Erstligisten Büyüksehir.


FIFA-Welttrainer: Didier Deschamps (Frankreich)

Frankreichs Weltmeistertrainer Didier Deschamps erhielt die Auszeichnung als FIFA-Welttrainer. Der 49-Jährige setzte sich unter anderem gegen Zinedine Zidane, der mit Real Madrid dreimal in Folge die Champions League gewonnen hatte, und Zlatko Dalic (WM-Zweiter mit Kroatien) durch. In einer kurzen Ansprache dankte Deschamps, der 1998 schon als Spieler Weltmeister geworden war, dem französischen Verbandspräsidenten Noël Le Graët für die Unterstützung in den zurückliegenden Monaten - und seinem Team. "Wir alle wissen, dass wir Trainer ohne unsere Mannschaft nichts sind", sagte Deschamps.


Luka Modric, Didier Deschamps und Marta
Welttrainer Didier Deschamps (M.) mit Weltfußballer Luka Modric (li.) und Weltfußballerin Marta.
© Getty ImagesZoomansicht

FIFA-Welttrainer (Frauen): Reynald Pedros (Olympique Lyon)

Mit Reynald Pedros wurde ein weiterer französischer Trainer ausgezeichnet. Der 46-Jährige gewann mit dem Frauenteam von Olympique Lyon den französischen Titel und die Champions League und hatte damit auf Anhieb großen Erfolg. Der ehemalige Nationalspieler hatte den Klub erst im Sommer 2017 übernommen und sich gegen die japanische Nationaltrainerin Asako Takakura sowie die Trainerin der niederländischen Auswahl Sarina Wiegman durchgesetzt.


FIFA-Weltfußballerin (Frauen): Marta (Orlando Pride, Brasilien)

Die brasilianische Nationalspielerin Marta bekam die Auszeichnung als FIFA-Weltfußballerin. Die 32-Jährige von Orlando Pride hatte diese Auszeichnung von 2006 bis 2010 fünfmal nacheinander gewonnen. In diesem Jahr triumphierte sie mit Brasilien in der Südamerika-Meisterschaft der Frauen. Leer ging dadurch die deutsche Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan aus, die gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Ada Hegerberg (Norwegen) ebenfalls nominiert war. Beide hatten mit Olympique Lyon die Meisterschaft und die Champions League gewonnen.


Die FIFA-Weltauswahl des Jahres

Real Madrid stellte die meisten Spieler der Welt-Auswahl: Mit Luka Modric, der als FIFA-Weltfußballer ausgezeichnet wurde, Raphael Varane, Sergio Ramos und Marcelo kamen vier Akteure vom amtierenden Champions-League-Sieger in die Mannschaft. Auch Cristiano Ronaldo, der inzwischen das Trikot von Juventus Turin trägt, bei der Verleihung aber nicht anwesend war, gehört zu dem Team. Diesem gehören zudem Dani Alves und Kylian Mbappé von Paris St. Germain, David de Gea (Manchester United), Lionel Messi (FC Barcelona), N'golo Kanté und Eden Hazard (beide FC Chelsea) an. Die elf Profis wurden aus 25.000 Akteuren aus rund 70 Ländern ausgewählt. Die deutschen Nationalspieler Toni Kroos, Mats Hummels, Joshua Kimmich und Marc-Andre ter Stegen hatten es in die 55 Spieler umfassende Vorauswahl geschafft.

Die Welt-Elf 2018: De Gea - Dani Alves, Varane, Sergio Ramos, Marcelo - Modric, Kante - Hazard, Messi, Mbappé - Cristiano Ronaldo


FIFA-Welttorhüter des Jahres: Thibaut Courtois (Real Madrid, Belgien)

Zum FIFA-Welttorhüter wurde Thibaut Courtois. Der 26-Jährige erreichte mit der belgischen Nationalmannschaft den dritten Platz bei der WM und überzeugte als sicherer Rückhalt. Inzwischen spielt der Keeper bei Real Madrid, hat dort allerdings noch keinen Stammplatz inne. In der Abstimmung landete er vor Frankreichs Weltmeister Hugo Lloris und Dänemarks Kasper Schmeichel.


Mohamed Salah
Wurde für das beste Tor ausgezeichnet: Liverpools Mohamed Salah.
© imagoZoomansicht

Bester junger Spieler des Jahres: Kylian Mbappé (Paris St. Germain, Frankreich)

Als bester junger Spieler wurde Kylian Mbappé ausgezeichnet. Der 19-Jährige erzielte in der Saison 2017/18 21 Tore und gab 15 Vorlagen in 44 Pflichtspielen für Paris St. Germain. Bei der WM traf er außerdem in sieben Partien viermal und trug sich auch im Finale gegen Kroatien (4:2) in die Torschützenliste ein.


Puskas-Award für das beste Tor: Mohamed Salah (FC Liverpool)

Die Auszeichnung für das beste Tor erhielt Mohamed Salah. Der Treffer des Offensivstars gegen den FC Everton in der vergangenen Premier-League-Saison setzte sich unter anderem gegen die Fallrückzieher-Tore von Cristiano Ronaldo und Gareth Bale in der Champions League durch.

pau/drm

Die Karriere des Kroaten in Bildern
Modric: Antreiber, Edeltechniker - Weltfußballer!
Luka Modric
Der Anfang

Als Juniorenspieler unterschrieb Luka Modric bei Dinamo Zagreb seinen ersten Profivertrag, zunächst spielte er aber 2003 und 2004 auf Leihbasis bei Zrinjski Mostar und bei Inter Zapresic.
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Telefax: 00 44 - 151 - 2 60 88 13
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