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15.08.2011, 22:52

ManUnited siegt - Chelsea, Arsenal und Liverpool nur remis

ManCity fertigt Neuling Swansea ab

Die neue Premier-League-Saison hat begonnen, zahlreiche Favoriten patzten zunächst, nur der Meister nicht! Manchester United gewann bei West Brom etwas glücklich mit 2:1. Noch besser machte es aber Lokalrivale ManCity, der mit einem starken Agüero Aufsteiger Swansea abschoss. Liverpool spielte gegen Sunderland nur unentschieden, Arsenal kam in Newcastle lediglich zu einem Zähler und auch Chelsea gewann in Stoke nicht (0:0).

Klasse Einstand: Manchester Citys Neuzugang Sergio Agüero krönte seine starke Leistung mit dem 2:0.
Klasse Einstand: Manchester Citys Neuzugang Sergio Agüero krönte seine starke Leistung mit dem 2:0.
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Am ersten Spieltag der Premier League traf der Meisterschaftsmitfavorit Manchester City zu Hause auf den Aufsteiger Swansea City. Zur Überraschung vieler saß der 43-Millionen-Mann Sergio "Kun" Agüero, genauso wie Mario Balotelli, zunächst nur auf der Bank. Der Aufsteiger konnte die Partie zumindest bis zur 57. Minute offen gestalten, doch dann schlug der Bundesliga-Export aus Wolfsburg, Edin Dzeko, zum 1:0 zu. Kun Agüero, der eingewechselte Schwiegersohn Maradonnas, traf zum 2:0, der Spanier David Silva erhöhte auf 3:0. Die drückende Überlegenheit der spielerisch mitunter brillierenden Hausherren krönte Agüero mit seinem zweiten Treffer zum 4:0-Endstand für ManCity.

David de Gea im Blickpunkt

Er besorgte die frühe Führung für ManUnited: Wayne Rooney.
Er besorgte die frühe Führung für ManUnited: Wayne Rooney.
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Die Partie für den Meister in West Bromwich begann wunschgemäß - auch für Wayne Rooney. Der Offensivstar der Red Devils leitete das 1:0 zunächst per Hacke ein, auf links kam Neuzugang Ashley Young an den Ball und spielte zurück auf Rooney, der an der Strafraumgrenze zu viel Zeit hatte und mit links flach vollendete. Das Tor war Ausdruck einer starken Anfangsphase der Ferguson-Elf, die im weiteren Verlauf der ersten Hälfte jedoch auch die Baggies zu Chancen kommen ließ. Und so rückte der junge spanische Van-der-Sar-Erbe David de Gea (für 20 Mio. Euro von Atletico Madrid gekommen) in den Blickpunkt. Zunächst parierte er gegen den Österreicher Scharner per Faust großartig (35.), um dann 120 Sekunden später zum Unglücksraben zu mutieren. Der Ire Long kam am linken Strafraumeck an die Kugel, wackelte seinen Gegenspieler aus und schoss flach, aber nicht sehr hart aufs lange Eck. De Gea tauchte ab, ließ den Ball aber durch die Hände gleiten - 1:1! Seine Vorderleute wendeten sich entsetzt ab. Ein holpriger Start für den Youngster beim Rekordmeister, denn schon im Community Shield gegen den Lokalrivalen Manchester City (3:2) sah er zweimal nicht gut aus.

Nach der Pause sah es lange Zeit nach einer Punkteteilung aus. Vidic und Ferdinand mussten angeschlagen vom Feld, mit Rafael war ein weiterer Verteidiger bereits wegen einer im Training erlittenen Schulterverletzung ausgefallen (zehn Wochen Pause). Ein genialer Antritt von Young auf dem linken Flügel legte dann aber doch noch den Grundstein zum Favoritensieg: Young ließ seinen Gegenspieler Brunt mit einer schnellen Drehung alt aussehen und zog nach innen. Seine Absicht: ein scharfer Flachpass Richtung Spielertraube im Zentrum mit der Hoffnung auf Torgefahr. Die Rechnung ging auf, wenngleich WBA tüchtig mithalf. Erst fälschte Tamas vorne den Ball leicht ab, Reid bekam das Spielgerät ans Schienbein und von dort prallte es ins rechte Eck. Keeper Foster war chancenlos (81.), der United-Sieg in trockenen Tüchern. Und die Red Devils wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten, Ashley Young wurde von den neuen Kameraden in die Luft gehoben.

Chelsea fordert Strafstöße - vergeblich

Fernando Torres im Duell mit Jonathan Woodgate
Umsonst gefallen: Fernando Torres im Duell mit Jonathan Woodgate (Mitte).
© imago

Der FC Chelsea kam am Nachmittag beim Ligadebüt von Trainer Andre Villas-Boas nicht über ein 0:0 bei Stoke City - Robert Huth spielte über 90 Minuten - hinaus. Die Londoner haderten mit einigen Schiedsrichterentscheidungen, forderten zweimal vergeblich Strafstoß. Fernando Torres enttäuschte nach seiner Gehirnerschütterung im Sturm der Blues nicht, während die Hausherren-Fans mit dem Remis einverstanden waren.

Barton vs. Gervinho - der Aufreger am Samstag

In der vergangenen Saison bot das Duell Newcastle gegen Arsenal im St. James' Park großes Kino und endete für die Gunners, die nach 4:0-Pausenführung noch vier Tore kassierten, mit einem kleinen Trauma. Von einer Ausnahme abgesehen mussten sich die Zuschauer am Samstagabend mit wesentlich weniger begnügen. Weder Newcastle noch Arsenal, das ohne die abwanderungswilligen Fabregas und Nasri antrat, erspielten sich nennenswerte Torszenen.

Joey Barton gegen Gervinho
Der Aufreger des Abends: Joey Barton schnappt sich Gervinho, der in der Folge Rot sieht.
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Der Aufreger des Abends ereignete sich 14 Minuten vor Schluss: Gervinho versuchte per Schwalbe einen Elfmeter zu schinden. Das passte Barton überhaupt nicht. Der Mittelfeldspieler, der nach dem Aufruhr um seine Twitter-Kommentare samt anschließender Suspendierung etwas überraschend in der Startelf stand, zog den am Boden liegenden Ivorer ruppig am Kragen hoch. Rudelbildung. Gervinho verpasste Barton dabei um den Rücken eines Gegenspielers herum einen Wischer ins Gesicht. Barton ging wie vom Blitz getroffen zu Boden. Die Folge: Gervinho, der im Übrigen ein schwaches Debüt ablieferte, sah Rot. Barton kam mit Gelb davon. Es blieb beim 0:0.

Barton gestand im Nachgang, dass er "leicht gefallen" sei. Doch der Platzverweis für seinen Kontrahenten sei in jedem Fall gerechtfertigt. "Wenn du jemandem ins Gesicht greifst, musst du vom Platz." Arsène Wenger sah dies anders: "Ich kann die Rote Karte nicht verstehen und bin hundertprozentig sicher, dass der Schiedsrichter die Szene nicht gesehen hat. Hätte er es gesehen, hätte er beide vom Platz stellen müssen oder keinen."

Liverpool nutzt seine Chancen nicht und kriegt die Quittung

Augen zu und durch: Sunderland (hier: Ahmed El-Mohammadi im Duell mit Charlie Adam) entführte einen Punkt aus Liverpool.
Augen zu und durch: Sunderland (hier: Ahmed El-Mohammadi im Duell mit Charlie Adam) entführte einen Punkt aus Liverpool.
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Der FC Liverpool ist mit einem mäßigen 1:1 gegen den FC Sunderland in die neue Saison gestartet. Das erste Tor der neuen Spielzeit erzielte der Uruguayer Luis Suarez für die "Reds" in der 11. Minute - nachdem er sechs Minuten zuvor einen Elfmeter über das Tor gesetzt hatte. Doch trotz des Führungstores und einer klaren Überlegenheit vor der Pause reichte es am Ende nicht zum erhofften ersten Saisonsieg: Sebastian Larsson (57.) traf für die Gäste zum Ausgleich.

Das erste Match nach ihrer Rückkehr in die oberste Spielklasse ging für die Queens Park Rangers mit 0:4 (0:1) verloren. Cahill in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit sowie ein Eigentor von Gabbidon (67.), die Vorentscheidung durch Ex-Werder-Spieler Klasnic (70.) und der Schlusspunkt durch Muamba (79.) nach Klasnic-Vorarbeit ließen die Bolton Wanderers einen klaren Sieg einfahren. Die Rangers verloren schon in der siebten Minute ihren Ex-Nationalspieler Kieron Dyer, der nach einem Zweikampf mit Gegenspieler Paul Robinson vom Platz getragen werden musste.

Dagegen kam Mit-Aufsteiger Norwich City immerhin zu einem 1:1 (1:1) gegen Wigan Athletic. Bemerkenswert: Erstmals in der Geschichte der Premier League gab es am Auftakttag keinen einzigen Heimsieg. Die Blackburn Rovers verloren im eigenen Stadion mit 1:2 (1:1) gegen die Wolverhampton Wanderers, der FC Fulham und Aston Villa trennten sich torlos.

Spielabsage in Tottenham

Aufgrund der Krawalle auf Englands Straßen unter der Woche war die Begegnung Tottenham Hotspur gegen den FC Everton abgesagt worden. Im Londoner Stadtteil Tottenham hatten die Krawalle am vergangenen Wochenende begonnen.

 
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