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1. FFC Turbine Potsdam
Olympique Lyon
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.





Turbine Potsdam verliert das Endspiel mit 0:2

Olympique Lyon gelingt die Revanche

Turbine Potsdam wurde als Champions-League-Sieger entthront. In der Neuauflage des Endspiels aus dem Vorjahr unterlagen die Brandenburgerinnen dem französischen Meister Olympique Lyon in einem rassigen und über weite Strecken unterhaltsamen Spiel letztlich verdient mit 0:2 und konnten ihren Titel demnach nicht verteidigen.

Renard (re.) bejubelt ihr Führungstor.
Frühe Freude: Renard (re.) bejubelt ihr Führungstor.
© Getty ImagesZoomansicht

Turbine Potsdams Trainer Bernd Schröder hatte im Vorfeld des Endspiels einige personelle Sorgen, da ihm mit Bajramaj, Henning, Mittag, Peter, Schmidt und der Japanerin Nagasato aufgrund der Vorbereitung auf die WM in Deutschland nicht zur Verfügung standen. So bezeichnete er sein Team im Vorfeld als Wundertüte. Personell entschied sich der Coach im Vergleich zum 1:0-Sieg über den FCR Duisburg im Halbfinal-Rückspiel für zwei Änderungen: Schmidt und Henning erhielten anstelle von der verletzten Nagasato und Schröder das Vertrauen.

Lyons Trainer Patrice Lair wechselte nach dem 3:2-Erfolg gegen Arsenal ebenfalls zweimal: Necib und Thomis spielten für Dickenmann und le Sommer.

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Nach kurzer Abtastphase entwickelte sich ein ansehnliches und unterhaltsames Duell, in dem die Potsdamerinnen zunächst den besseren Eindruck machten. Turbine stand hinten kompakt, kombinierte sich teilweise gefällig nach vorne und hatte folglich auch die erste gute Torchance: Kerschowski scheiterte aber vom rechten Fünfereck an Lyons Torfrau Bouhaddi (5.). Damit hatte es sich aber auch schon mit gelungenen Angriffsaktionen des Titelverteidigers, der zusehends unter Druck geriet.

Olympique erhöhte die Schlagzahl, besann sich dabei auf die eigenen Offensivqualitäten und sorgte für helle Aufregung im gegnerischen Sechzehner. Necid schlenzte eine Ecke an den linken Pfosten (12.), während Abily (17.) und Schelin (20.) an Sarholz scheiterten. Vor allem bei Standards offenbarten sich Unstimmigkeiten bei den Potsdamerinnen. Eine Ecke war es dann auch, die zur Führung von Lyon führte: Henry legte den Ball am zweiten Pfosten in die Mitte ab. Dort zog Schelin zunächst gegen Sarholz, die beim Eckstoß zu lange gezögert hatte, doch Renard stand goldrichtig und staubte ab (27.).

Lyons Renard (3.v.re.) trifft zum 1:0.
Das 1:0: Lyons Renard (3.v.re.) trifft zum 1:0.
© Getty Images

Nach dem Seitenwechsel legt Turbine zu, bleibt aber glücklos

Danach gelang Potsdam so gut wie nichts, während die flinken und quirligen Französinnen nachlegen wollten. Lyon drängte in dem mittlerweile doch robust geführten Duell weiter nach vorne, ließen dabei aber die Zielstrebigkeit vermissen. Demnach wurde es vor der Pause nur noch einmal so richtig Ernst vor dem Potsdamer Tor, als Sarholz im Eins-gegen-Eins der anstürmenden Schelin zuvorkam (30). Auf der anderen Seite hätte Mittag urplötzlich den Ausgleich markieren können, die Nationalspielerin verzog aber in der 41. Minute, sodass sich Turbine mit dem knappen Pausenrückstand abfinden musste.

Sekunden nach Wiederanpfiff hätte Wesley die schlechte Vorstellung ihrer Mannschaft vergessen machen können, allerdings avancierte der Kopfball der 20-Jährigen aus fünf Metern eher zu einer Rückgabe (46.). Dies war dennoch der Weckruf für die Schröder-Elf, die fortan mehrere Gänge zuschaltete und mit aller Macht auf den Ausgleich drückte. Nur war die Chancenverwertung miserabel, so scheiterte Kerschowski an Bouhaddi (62.), ehe sich Mittag freistehend an der Fünferlinie einen Stockfehler leistete (65.).

Lyon war mittlerweile ausschließlich in der Defensive gebunden, gab zudem die selten gewordenen Kontergelegenheiten durch unsaubere Pässe leichtfertig aus der Hand. In der Abwehr stabilisierten sich die Französinnen aber zusehends und schafften es, sich der brandenburgischen Angriffe zu erwehren. Es kam hinzu, dass sich die Zahl der Fouls häufte. Folglich kam es zu mehreren Spielunterbrechungen, die dafür sorgten, dass Turbine wieder etwas aus dem Tritt geriet.

In den Schlussminuten gaben die Potsdamerinnen ihre Ordnung auf und drängten auf Gedeih und Verderb auf den Ausgleich. Am Ende war es Verderb, denn in der 85. Minute landete eine Flanke von rechts am langen Eck bei der inzwischen eingewechselten Dickenmann. Die Schweizerin nahm das Leder an, verschaffte sich eine Schusschance und nagelte die Kugel zum 2:0-Endstand in die Maschen.

26.05.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FFC Turbine Potsdam
Olympique Lyon
Aufstellung:
Bompastor    
Renard    
Henry
Thomis    
Necib    
Abily    

Einwechslungen:
55. Dickenmann     für Necib
73. Le Sommer für Thomis

Trainer:
Lair

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Renard (27., Linksschuss, Schelin)
0:2
Dickenmann (85., Linksschuss, Schelin)
Gelbe Karten
Potsdam:
-
Olympique Lyon:
Abily
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
26.05.2011 21:00 Uhr
Stadion:
Craven Cottage, London
Zuschauer:
8000
Schiedsrichterin:
Dagmar Damkova (Tschechien)
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