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England

England

2
:
1

Halbzeitstand
0:1
Wales

Wales


ENGLAND
WALES
15.
30.
45.






60.
75.
90.










Wales starke Defensive wackelt letztlich doch

Hodgsons Joker entscheiden "Battle of Britain"

Im "Battle of Britain" hat sich England in letzter Sekunde einen 2:1-Sieg gesichert. Die Engländer, die über 90 Minuten mehr Spielanteile hatten, taten sich gegen die eng stehende Defensive der Waliser schwer und lagen zur Pause durch einen Freistoß von Bale in Rückstand. Doch erstmals in einer EM-Endrunde gelang es dem englischen Team, einen Pausenrückstand zu drehen - und das durch zwei Jokertore.

Harry Kane köpft mit dem Rücken zum Tor
Wenig Platz für die Offensive der Engländer: Mit dem Rücken zum Tor köpft Harry Kane zu ungenau.
© picture allianceZoomansicht

Englands Coach Roy Hodgson ließ die gleiche Elf auflaufen, die im ersten Gruppenspiel 1:1 gegen Russland gespielt hatte.

Auf Seiten der Waliser konnte Chris Coleman nach dem 2:1-Erfolg gegen die Slowakei wieder auf seine Nummer eins im Tor setzen: Hennessey, der gegen die Slowakei kurzfristig mit Rückenproblemen ausgefallen war, begann anstelle von Ward. Außerdem bekamen Ledley und der zuletzt eingewechselte Siegtorschütze Robson-Kanu den Vorzug vor Edwards und Jonathan Williams.

England drückt - Wales mauert

Das "Battle of Britain" wurde mit Spannung erwartet und begann mit motivierten Engländern, die gleich vom Anpfiff weg versuchten, Druck aufzubauen, vor dem Tor aber nicht zielgerichtet genug agierten. Wales, bei englischem Ballbesitz mit einer Fünferkette, verdichtete die Räume und ließ dem Rivalen besonders in der zentralen Defensive kaum Räume. Während Wales nach schöner Flanke von Taylor durch einen Williams-Kopfball der Marke "harmlos" erstmals vor dem Tor auftauchte (6.), wusste England nur eine Minute später durch schnellen Spielaufbau zu überzeugen. Kane schickte nach Ballgewinn Lallana, dessen Flanke Sterling zwar erreichte, der Schuss des Spielers von Manchester City ging aus kurzer Distanz aber deutlich über das Tor (7.).

Von der Sterling-Chance mussten die Zuschauer in Lens, die mit Dauergesängen für Stimmung sorgten, lange zehren. Denn in der Folge pendelte sich das Geschehen auf mäßigem Niveau ein: England kontrollierte den Ball, konnte sich gegen tief stehende Waliser offensiv aber kaum in Szene setzen. Die Angriffe der Hodgson-Elf wirkten zu statisch - wenn es Flankenwechsel gab, waren diese für die Waliser Defensive leicht zu durchschauen. Und auch bei ruhendem Ball sorgten die "Three Lions" nicht für Gefahr: Kane verzog deutlich (22.), Rooney fand wenig später zwar Cahill, dessen Kopfball war für Hennessey aber leichte Beute (26.).

Bale effektiv: Erste Chance, erstes Tor

Diskussionsbedarf gab es in der 32. Minute, als Davies der Ball nach einem Kopfball im Sechzehner an die Hand sprang. Schiedsrichter Dr. Felix Brych ließ die Situation weiterlaufen - der von den Engländern geforderte Elfmeterpfiff blieb aus. Wenig später hatte Smalling nach Zuspiel von Rooney die Chance zur Führung. Sein Schuss strich aber knapp am linken Pfosten vorbei (36.). Als sich alle gerade mit einem torlosen Remis zur Pause abgefunden hatten, trat Bale zum Freistoß an und damit erstmals in Erscheinung - und wie! Aus über 30 Metern zirkelte er den Ball an der Mauer vorbei. Der unglücklich aussehende Hart war noch dran, konnte den Schuss aber nicht mehr um den Pfosten lenken (42.). 1:0 für Wales!

England ging die zweite Hälfte mit Vardy und Sturridge anstelle von Kane und Sterling an, konnte die Schwäche im Angriff allerdings nicht direkt ablegen: Walker verpasste im Strafraum den richtigen Zeitpunkt zum Abspiel und vertändelte dadurch eine gute Möglichkeit (51.). In der Folge legte das Team von Hodgson dann aber einen Zahn zu: Zunächst musste Hennessey sich bei einem Schuss von Rooney lang machen (55.), ehe Sekunden später erneut ein englischer Joker stach. Eine Flanke von Sturridge wurde von Williams unglücklich verlängert - Vardy stand goldrichtig und netzte aus kurzer Distanz zum 1:1 ein (56.).

Zum zweiten Mal: Handspiel oder nicht?

Nach dem Ausgleich stand wieder Schiedsrichter Brych im Fokus - und auch in der Kritik. Denn erneut war es Davies, dem bei einem Lallana-Abschluss der Ball an den Arm sprang. Und wie schon im ersten Durchgang blieb die Pfeife des deutschen Unparteiischen stumm. Die "Three Lions" erhöhten die Schlagzahl, doch Rooneys Freistoß fand trotz Chaos in der walisischen Defensive keinen Abnehmer (62.), Sturridge konnte ein Zuspiel von Rose nicht verwerten (63.) und zielte später zu hoch (66.).

Daniel Sturridge beim Torjubel
Später Jubel: Daniel Sturridge bejubelt seinen Siegtreffer.
© picture allianceZoomansicht

Wales gelang es in der Folge, die Defensive wieder zu sortieren und mit der Hereinnahme von Edwards (67., für Ledley) und Jonathan Williams (71., für Robson-Kanu) für gelegentliche Entlastungsangriffe zu sorgen. Das Kommando gaben aber ganz klar die Engländer an, bei denen mit Rashford für Lallana der jüngste Spieler der EM zum Einsatz kam (73.). So ging es in die Endphase, in der eine bissige Schlussoffensive der Engländer ausblieb. Zwar fand die Partie fast ausschließlich in der Nähe des von Hennessey gehüteten Tores statt, Rooney und Co. fehlte aber die zündende Idee, um sich gegen die Waliser Defensive durchzusetzen. Und so mussten die Fans, die es mit den "Three Lions" hielten, bis zur letzten Sekunde zittern, ehe mit Sturridge ein weitere Joker stach. Nach Zuspiel von Alli drückte der Eingewechselte den Ball zum 2:1-Sieg über die Linie.

Im letzten Gruppenspiel trifft England am Montag um 21 Uhr in St. Etienne auf die Slowakei. Gleichzeitig spielt Wales in Toulouse gegen Russland.

Europameisterschaft, 2016, Vorrunde, 2. Spieltag
England - Wales 2:1
England - Wales 2:1
Vorfreude steigt

Bei den Fans steigt die Vorfreude auf das Bruderduell in Gruppe B: In Lens duellieren sich England und Wales im "Battle of Britain".
© Getty Images

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EM-Turnierrechner
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

England
Aufstellung:
Hart (5) - 
Walker (2) , 
Cahill (3) , 
Smalling (3) , 
D. Rose (3) - 
Dier (4) - 
Alli (3) , 
Rooney (2,5)    
Lallana (2,5)    
Sterling (5)    
H. Kane (5)    

Einwechslungen:
46. Vardy (2,5)     für H. Kane
46. Sturridge (2)     für Sterling
73. Rashford für Lallana

Trainer:
Hodgson
Wales
Aufstellung:
Hennessey (3,5) - 
Chester (4) , 
A. Williams (5)    
B. Davies (4)    
Gunter (4,5) , 
N. Taylor (4) - 
Allen (3) - 
Ramsey (2) , 
Ledley (3)    
Robson-Kanu (5)    
Bale (2,5)    

Einwechslungen:
67. D. Edwards für Ledley
71. J. Williams für Robson-Kanu

Trainer:
Coleman

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Bale (42., direkter Freistoß, Linksschuss)
1:1
Vardy (56., Rechtsschuss)
2:1
Sturridge (90. + 2, Rechtsschuss, Alli)
Gelbe Karten
England:
-
Wales:
B. Davies
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

England       Wales
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 20 : 8 Torschüsse
 
gespielte Pässe 512 : 218 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 435 : 137 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 77 : 81 Fehlpässe
 
Passquote 85% : 63% Passquote
 
Ballbesitz 70% : 30% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 51% : 49% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 10 : 9 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 9 : 10 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 9 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
16.06.2016 15:00 Uhr
Stadion:
Félix Bollaert, Lens
Zuschauer:
34033
Spielnote:  3,5
eine Partie auf mäßigem technischen Niveau, dafür spannend bis zum Schluss.
Chancenverhältnis:
7:2
Eckenverhältnis:
9:3
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 2
souveränes EM-Debüt; korrekt, bei Davies' unabsichtlichen Handspielen nicht auf Elfmeter zu entscheiden (32., 60.). Erkannte gut, dass der Ball bei Vardys Ausgleich vom Gegner kam, daher kein Abseits.
Spieler des Spiels:
Kyle Walker
schob unermüdlich und mit viel Tempo über seine rechte Seite an. Ließ nach hinten nichts anbrennen.

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