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15.08.2017, 10:42

Wie ist das gestohlene Hertha-Banner ins Stadion gelangt?

Polizei erhebt Vorwürfe gegen Hansa-Rostock-Offizielle

Mit einem gestohlenen Banner von Hertha BSC provozierten Anhänger von Hansa Rostock während des DFB-Pokalspiels am Montag. Deswegen erhebt der Leiter der Polizeiinspektion Rostock jetzt Vorwürfe gegen Hansa-Offizielle.

Feuer im Stadion: Einer von vielen Brandherden am Montagabend in Rostock.
Feuer im Stadion: Einer von vielen Brandherden am Montagabend in Rostock.
© imagoZoomansicht

Die Provokation war nach Polizeiangaben 60 Quadratmeter groß: In der zweiten Halbzeit des von Ausschreitungen überschatteten Erstrunden-Pokalspiels zwischen Rostock und Hertha am Montag präsentierten vermummte Hansa-Anhänger auf der Südtribüne ein riesiges Hertha-Banner, das sie offenbar 2014 gestohlen hatten - und verbrannten es. Doch wie konnte es überhaupt ins Stadion gelangen?

"Bereits während unserer heutigen Einsatzbesprechung informierte mich der Verein FC Hansa Rostock, dass laut Informationen der Vereinsführung sich das gestohlene Banner bereits im Stadion befinde und auch zu Beginn der zweiten Halbzeit ausgerollt werden solle", teilte Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock, mit.

Auswärtige Ordnungs- und Polizeikräfte, die deshalb die Südtribüne "gründlich" durchsuchten, hätten das Banner jedoch nicht gefunden. "Da die durchsuchenden Ordnungskräfte keinerlei Bezug zum FC Hansa Rostock haben, kann nahezu ausgeschlossen werden, dass das Banner durch sie ins Stadion gelangte oder bei Kontrollen unentdeckt blieb", heißt es in der Polizei-Mitteilung.

Eberts brisante Schlussfolgerung: "Somit liegt die Vermutung nahe, dass das Banner über vereinseigene Strukturen und mit Wissen von Vereinsoffiziellen ins Stadion gelangen konnte."

Klar ist: Nachdem das Banner verbrannt worden war, wurde ein Spielabbruch diskutiert - schon vorher war massiv Pyrotechnik entzündet worden. Ein Geschoss von Hertha-Anhängern landete sogar im Rostocker Block. Ordnungskräfte mussten unter Polizeischutz brennende Sitzschalen und Fanschals löschen.

Insgesamt, erklärte die Polizei, "waren rund 1.400 Beamte im Einsatz. Neben Polizisten aus Mecklenburg-Vorpommern unterstützten auch Kräfte aus Brandenburg, Sachsen, Bremen, Berlin, Hamburg, Thüringen und der Bundespolizei." Wegen der Vorfälle hat auch der DFB bereits Ermittlungen aufgenommen.

jpe

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