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Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

1
:
3

Halbzeitstand
1:3
VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg


BORUSSIA DORTMUND
VFL WOLFSBURG
15.
30.
45.










60.
75.
90.
















Luiz Gustavo, De Bruyne und Dost drehen das Finale

Wolfsburg schreibt Geschichte

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ist der VfL Wolfsburg DFB-Pokalsieger. Die Wölfe drehten gegen Borussia Dortmund einen frühen Rückstand in einen 3:1-Sieg. Das Erfolgsrezept der Niedersachsen war einmal mehr ein blitzartiges Umschaltspiel sowie gefährliche Standards. Der BVB probierte alles, konnte seinen Trainer Jürgen Klopp aber nicht mit einem Titel verabschieden.

Aubameyang trifft und hebt ab

Pierre-Emerick Aubameyang
Pierre-Emerick Aubameyang traf zum zwischenzeitlichen 1:0 für Dortmund.
© Getty ImagesZoomansicht

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp tauschte nach dem 3:2-Sieg gegen Werder Bremen zum Bundesliga-Ausklang nur den Torwart: Langerak stand für Weidenfeller zwischen den Pfosten. Wolfsburgs Coach Dieter Hecking brachte im Vergleich zum 2:2 beim 1. FC Köln zwei Neue: Naldo und Rodriguez begannen für Knoche und Schäfer.

Beide Mannschaften starteten spürbar offensiv ausgerichtet und setzten jeweils auf aggressives Pressing. Dadurch hatten beide Teams nur wenig Räume, sodass die Anfangsminuten von vielen Fehlpässen im Mittelfeld geprägt waren. Die erste gelungene Stafette brachte dann prompt die Dortmunder Führung: Durm spielte am rechten Sechzehnereck auf die rechte Außenbahn zu Kagawa, der direkt an die Fünfmetergrenze flankte. Dort stand Aubameyang völlig frei, schoss per Direktabnahme ein und bejubelte das 1:0 mit seinem charakteristischen Salto (5.). Der Treffer wurde begünstigt von Rodriguez, der zu spät rausrückte und das Abseits aufhob.

Luiz Gustavo staubt ab

Daniel Caligiuri, Naldo, Luiz Gustavo & Kevin De Bruyne
Der Ausgleich: Wolfsburgs Daniel Caligiuri, Naldo, Luiz Gustavo und Kevin De Bruyne (v.l.) beim Torjubel.
© Getty ImagesZoomansicht

Wolfsburg zeigte sich nur wenig beeindruckt und antwortete postwendend: Perisics Schuss aus etwa zwölf Metern parierte Langerak stark (7.). Auf der anderen Seite drückte Reus eine Kagawa-Flanke aus zehn Metern über das Gehäuse (19.). Danach ging es intensiv und temporeich weiter. Lange konnte sich der VfL aber nicht entfalten, weil die Borussia die beiden Außen Perisic (rechts) und Caligiuri (links) sowie Spielmacher De Bruyne immer wieder doppelten. Erst ein Check von Kehl an Perisic ermöglichte den Niedersachsen eine ihrer gefährlichen Standards aus 25 Metern halblinker Position: De Bruyne und Rodriguez tippten die Kugel für Naldo an, der einen wuchtigen Gewaltschuss abfeuerte. Langerak ließ den Aufsetzer nach vorne abklatschen, wo Luiz Gustavo völlig frei stand und per Linksschuss zum 1:1 einschoss (22.).

De Bruynes Schuss passt genau

In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften erneut im Mittelfeld. Beide Viererketten standen sehr hoch und begrenzten das Spielfeld damit auf nur wenige Meter. Wolfsburg aber erarbeitete sich Vorteile in Sachen Ballbesitz sowie Zweikampfquote und belohnte dies mit einem Führungswechsel: Caligiuri ließ ein halbhohes Zuspiel an der Strafraumgrenze direkt auf De Bruyne klatschen, der aus 18 Metern halblinker Position sofort abzog, dabei Hummels tunnelte und mit einem Aufsetzer ins Torwarteck traf. Langerak tauchte zwar ab, kam aber nicht mehr ran (33.).

Dost nickt ein

VfL Wolfsburg
Kein Halten mehr: Wolfsburg bejubelt den ersten DFB-Pokalsieg der Vereinsgeschichte.
© Getty Images

Der VfL spielte sich danach regelrecht in einer Rausch, kombinierte mit Kurzpässen nach vorne und spielte Perisic auf der rechten Außenbahn frei. Dort bekam der Kroate von Schmelzer nur Geleitschutz und flankte an die Fünfmetergrenze, wo Dost Bewacher Subotic entwischte und ins Tor einköpfte (38.). Damit verwandelten die Wölfe ein 0:1 in ein 3:1 binnen 16 Minuten. Die Borussia hielt fortan wieder besser dagegen. Hummels köpfte haarscharf am rechten Pfosten vorbei (42.), dann jagte Aubameyang das Spielgerät aus sechs Metern knapp drüber und wurde im selben Moment von Rodriguez umgeräumt. Schiedsrichter Dr. Brych gab diesen glasklaren Elfmeter allerdings nicht (44.).

Dortmund rennt an, trifft aber nicht

Nach Wiederbeginn verbuchte sofort der VfL die nächste Großchance: Caligiuri tauchte frei vor Langerak auf, scheiterte aber an einem Blitz-Reflex des Australiers (48.). Die nun aufgeweckte Borussia nahm das Heft des Handelns fortan in die Hand und erspielte sich in einer nach wie vor sehr offensiv geführten Partie gute Chancen: Kagawa tippte eine flache Reus-Flanke an den Außenpfosten (50.), dann zielte Reus nur wenige Zentimeter zu hoch (56.). Die Sturm-und-Drang-Phase der Dortmunder brachte aber auch ein großes Risiko mit sich: Immer setzte Wolfsburg auf sein pfeilschnelles Umschaltspiel und startete überfallartige Konter. De Bruyne (58.) und Caligiuri (65.) sowie Rodriguez per Freistoß (62.) hatten die Entscheidung auf dem Fuß.

Klopp reagierte mit einem Doppelwechsel, brachte mit Piszczek und Blaszczykowski zwei schnelle Kräfte. Mkhitaryan prüfte Benaglio aus 15 Metern, doch der Schweizer parierte sicher (71.). Diese stoische Ruhe strahlte der Schweizer Schlussmann auch nach Kagawas Versuch aus 16 Metern aus (80.) und raubte den Schwarz-Gelben damit weiterhin den Glauben an einen Torerfolg.

Immer wieder Benaglio

Bis zum Schlusspfiff spielte zwar nur noch Dortmund, doch kam die Borussia nicht mehr zum Torerfolg. Aubameyangs direkter 30-Meter-Freistoß entschärfte erneut Benaglio spektakulär (87.). In der Nachspielzeit zischte ein Mkhitaryan-Dropkick aus 20 Metern knapp am linken Winkel vorbei (90.+2). Es blieb beim 3:1 für Wolfsburg, das zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte DFB-Pokalsieger wurde.

bru

DFB-Pokal, 2014/15, Finale in Berlin
Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 1:3
Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg 1:3
Der Austragungsort

Bekanntermaßen steigt das DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Langerak (5) - 
Durm (4)    
Subotic (4) , 
Hummels (4)    
Schmelzer (4,5)    
Kehl (4)    
Gündogan (5) - 
H. Mkhitaryan (3)    
Kagawa (2) , 
Reus (5)    
Aubameyang (2,5)    

Einwechslungen:
68. Piszczek für Durm
68. Blaszczykowski für Kehl
79. Immobile für Reus

Trainer:
Klopp
VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Benaglio (2,5)    
Vieirinha (3)    
Naldo (3) , 
Klose (3) , 
R. Rodriguez (3,5) - 
Arnold (3,5)    
Luiz Gustavo (2)    
Perisic (3)    
De Bruyne (2,5)        
D. Caligiuri (2)    
Dost (2,5)    

Einwechslungen:
74. Guilavogui für Perisic
81. Schürrle für Arnold
85. Träsch für D. Caligiuri

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Aubameyang (5., Rechtsschuss, Kagawa)
1:1
Luiz Gustavo (22., Linksschuss, Naldo)
1:2
De Bruyne (33., Rechtsschuss, D. Caligiuri)
1:3
Dost (38., Kopfball, Perisic)
Gelbe Karten
Dortmund:
H. Mkhitaryan
(2. Gelbe Karte)
,
Schmelzer
(1.)
Wolfsburg:
De Bruyne
(2. Gelbe Karte)
,
Vieirinha
(2.)

Spieldaten

Borussia Dortmund       VfL Wolfsburg
Tore 1 : 3 Tore
 
Torschüsse 15 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 469 : 392 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 364 : 281 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 105 : 111 Fehlpässe
 
Passquote 78% : 72% Passquote
 
Ballbesitz 55% : 45% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 42% : 58% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 16 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 12 : 16 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 5 Abseits
 
Ecken 3 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
30.05.2015 20:00 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
75815 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
in der ersten Halbzeit ein rassiges Finale, danach mangelte es an Spannung und Klasse.
Chancenverhältnis:
9:7
Eckenverhältnis:
3:2
Schiedsrichter:
Dr. Felix Brych (München)   Note 4
insgesamt ein souveräner Spielleiter, versagte aber dem BVB beim Foul von Rodriguez an Aubameyang den fälligen Elfmeter (44.). Schürrles Einsteigen gegen Schmelzer (81.) an der Strafraumgrenze hätte mit Freistoß geahndet werden müssen.
Spieler des Spiels:

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