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Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

3
:
2

nach Verlängerung
2:2 (1:2)
TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim


BORUSSIA DORTMUND
TSG HOFFENHEIM
15.
30.
45.






60.
75.
90.








105.


120.






TSG Hoffenheim scheitert erst in der Verlängerung

Volles Rohr! Kehl schießt den BVB in Halbfinale

Borussia Dortmund ringt die TSG Hoffenheim im DFB-Pokal-Viertelfinale erst in der Verlängerung mit 3:2 nieder. Nachdem der BVB in Führung gegangen war, drehten die Kraichgauer zunächst die Partie. Am Ende aber belohnt sich 1899 nicht für den leidenschaftlichen Kampf. Die Schwarz-Gelben können hingegen weiter vom Pokal-Finale träumen.

Neven Subotic (2. v. li.)
Schuss ins Glück: Neven Subotic (2. v. li.) trifft zum 1:0 für den BVB, patzt anschließend in der Abwehr aber entscheidend...
© Getty ImagesZoomansicht

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp musste überraschend auf Reus (Adduktoren) und Hummels (Oberschenkelprobleme) verzichten. Nach einer MRT-Untersuchung hatte es für die beiden zwar Entwarnung gegeben: Es war nichts gerissen, aber das Duo hatte starke Schmerzen. Insgesamt gab es im Vergleich zum 0:1 gegen den FC Bayern vier Veränderungen: Kampl saß nur auf der Bank, sodass Durm, Kagawa und Mkhitaryan neu dabei waren. Außerdem stand Langerak anstelle von Weidenfeller im Tor.

Hoffenheims Coach Markus Gisdol wechselte nach dem 1:4 gegen Mönchengladbach ebenfalls auf vier Positionen: Bicakcic, Toljan, Polanski (nach überstandener Grippe) und Schwegler, wieder fit nach seinem Hexenschuss, bekamen den Vorzug vor Abraham, Kim, Amiri und Zuber.

102 spannende Sekunden

Von Beginn an verfolgte die TSG ihren Plan, stand defensiv möglichst kompakt und gut gestaffelt. Offensiv setzten die Gäste auf ihre Konterstärke. Der BVB versuchte hingegen, das Spiel zu machen. Ohne Reus gelang dies aber mehr schlecht als recht. Einzig Mkhitaryan sorgte zunächst mit einem Distanzschuss für etwas Gefahr (9.).

Aus dem Spiel heraus gelang beiden Teams wenig. Nach Ecken allerdings brannte plötzlich die Luft: Blaszczykowski zog eine Ecke von rechts weg vom Tor auf Subotic. Der versenkte das Spielgerät aus zwölf Metern im linken unteren Eck (19.). Lange konnten sich die Schwarz-Gelben aber nicht über die Führung freuen. Nur 102 Sekunden nach dem 1:0 traf Volland zum Ausgleich: Ebenfalls nach einer Ecke, die wieder nicht aufs Tor gezogen kam. Diesmal zog Volland aus der zweiten Reihe aus 14 Metern ab. Die Kugel setzte noch einmal auf, Langerak hatte schlechte Sicht. Der Ball landete in den Maschen. 1:1 (21.).

Slapstick von Subotic

Für Hoffenheim lief dadurch alles nach Plan - und es sollte noch besser kommen: Beck sorgte mit einem langen Ball in der 28. Minute aus der eigenen Hälfte für Verwirrung in der BVB-Abwehr, Subotic schlug ein Luftloch. Roberto Firmino hatte aufgepasst, schnappte sich die Kugel und stürmte alleine auf Langerak zu. Ganz cool lupfte der Brasilianer das Spielgerät in die Maschen.

Anschließend war die Klopp-Elf bemüht, den Schaden noch vor dem Pausenpfiff auszubügeln. Doch nur einmal zappelte noch das Netz - aber die Schiedsrichter entschieden nach einem Pass von Schipplock auf Volland auf Abseits. Subotic hob es allerdings wohl mit der Ferse auf. Ganz knappe Entscheidung (44.).

Schwarz-gelber Rausch

Roberto Firmino (re.)
... sodass schließlich die Hoffenheimer über das 2:1 durch Roberto Firmino (re.) jubeln können.
© Getty ImagesZoomansicht

Nach dem Seitenwechsel kehrte eine veränderte BVB-Elf auf den Rasen zurück. Bereits in der 48. Minute verfehlte Aubameyang den Kasten nur knapp, kurz darauf verkam Gündogans Abschluss zur harmlosen Rückgabe für Baumann (50.).

Die TSG kam gar nicht mehr zum Durchatmen, bolzte die Kugel nur noch blind aus der eigenen Hälfte. Postwendend griffen die Dortmunder aber wieder an, über rechts und über Durm ging es in der 57. Minute schnell Richtung Hoffenheimer Strafraum. Durm flankte ins Zentrum. Dort setzte sich Aubameyang im Stand gegen Strobl durch und köpfte ein.

Nach rund 70 Minuten fanden die Kraichgauer wieder zurück zu ihrer kompakten Defensive. Dortmunder Chancen im Minutentakt gab es nun nicht mehr, dennoch wirkten die Hausherren gefährlicher als die Gäste. Die beste Möglichkeit entstand wieder nach einer Ecke. Diesmal versuchte es Subotic per Kopf, Baumann lenkte das Leder aber über die Latte (78.).

In der Schlussphase allerdings mussten dann wieder die Borussen zittern. Hoffenheim konterte und der BVB stand blank in der Verteidigung. Roberto Firmino legte quer auf Polanski. Aber Langerak parierte (84.). Kurz darauf vergab Roberto Firmino nach Traumpass von Beck aus spitzem Winkel knapp (85.). Doch ein Tor sollte in der regulären Spielzeit nicht mehr fallen. Es ging in die Verlängerung.

Volles Risiko

Jubeltraube nach dem 3:2: Torschütze Sebastian Kehl wird von seinen Mitspielern überrannt.
Jubeltraube nach dem 3:2: Torschütze Sebastian Kehl wird von seinen Mitspielern überrannt.
© Getty ImagesZoomansicht

Wieder standen die Gäste gut gestaffelt, sodass es die Borussen nicht leicht hatten, sich Abschlüsse zu erarbeiten. Nach einem punktgenauen weiten Ball von Subotic aus der eigenen Hälfte hatte Mkhitaryan aber die Chance, schickte die Kugel in Rücklage in die Wolken (98.). Der eingewechselte Kampl versuchte es in der 105. Minute mit einem Distanzschuss, aber Baumann war zur Stelle.

Nach Wiederanpfiff schleppten sich die Spieler zusehends dahin. Doch dem BVB waren noch zwei Möglichkeiten vergönnt: Aus 25 Metern zog Kehl per Dropkick ab, ging volles Risiko. Der Ball touchierte den rechten Pfosten und schlug im Netz ein - 3:2 (107.).

Kurz darauf hätten die Dortmunder den Sack zumachen müssen. Über Gündogan auf der linken Seite spielten sich die Borussen in den Strafraum. Der Ex-Nürnberger flankte in den Strafraum. Dort köpfte Kagawa freistehen auf Baumann. Den Abpraller schoss Kampl aus vier Metern über den Kasten (112.). Die Gäste hingegen konnten Langerak nicht mehr wirklich in Bedrängnis bringen - auch weil Beck in der 120. Minute aus fünf Metern über das Tor köpfte. Der BVB zog mit einem 3:2-Sieg ins DFB-Pokal-Halbfinale ein. Gegen wen es geht, wird nach den Mittwochsspielen ausgelost.

In der Bundesliga ist Dortmund am Samstag (15.30 Uhr) in Gladbach gefordert. Gleichzeitig hat Hoffenheim ein Auswärtsspiel in Köln.

DFB-Pokal, 2014/15, Viertelfinale
Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim 3:2
Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim 3:2
Nachdenklicher Coach

Jürgen Klopp ist vor der entscheidenden Partie in sich gekehrt.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Langerak (2,5) - 
Durm (2) , 
Subotic (4,5)    
Sokratis (3) , 
Schmelzer (2)    
S. Bender (2,5)    
Gündogan (3,5) - 
Blaszczykowski (2)    
Kagawa (4) , 
H. Mkhitaryan (4,5)    
Aubameyang (2,5)        

Einwechslungen:
62. Kehl (2)         für S. Bender
101. Kampl für H. Mkhitaryan
113. Ramos für Aubameyang

Trainer:
Klopp
TSG Hoffenheim
Aufstellung:
Baumann (2) - 
Beck (3)    
Strobl (4,5) , 
Bicakcic (2,5)    
Toljan (4)    
Schwegler (4)        
Rudy (2,5) , 
Polanski (3) - 
Volland (2)        
Roberto Firmino (2)        
Schipplock (3)        

Einwechslungen:
60. Nad. Amiri (3) für Schwegler
61. J.-S. Kim (3,5) für Toljan
101. Zuber für Schipplock

Trainer:
Gisdol

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Subotic (19., Rechtsschuss, Blaszczykowski)
1:1
Volland (21., Linksschuss, Rudy)
1:2
Roberto Firmino (28., Rechtsschuss)
2:2
Aubameyang (57., Kopfball, Durm)
3:2
Kehl (107., Linksschuss, Kampl)
Gelbe Karten
Dortmund:
Blaszczykowski
(2. Gelbe Karte)
,
Kehl
(2.)
Hoffenheim:
Schipplock
(1. Gelbe Karte)
,
Schwegler
(1.)
,
Volland
(2.)
,
Roberto Firmino
(2.)
,
Bicakcic
(1.)

Spieldaten

Borussia Dortmund       TSG Hoffenheim
Tore 3 : 2 Tore
 
Torschüsse 25 : 10 Torschüsse
 
gespielte Pässe 722 : 459 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 555 : 327 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 167 : 132 Fehlpässe
 
Passquote 77% : 71% Passquote
 
Ballbesitz 61% : 39% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 56% : 44% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 12 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 18 : 10 Gefoult worden
 
Abseits 5 : 7 Abseits
 
Ecken 9 : 8 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
07.04.2015 20:30 Uhr
Stadion:
Signal-Iduna-Park, Dortmund
Zuschauer:
80667 (ausverkauft)
Spielnote:  1,5
nach der Pause nahm die Partie Fahrt auf; es entwickelte sich ein mitreißender, temporeicher und spannender Pokalfight.
Chancenverhältnis:
11:5
Eckenverhältnis:
9:8
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 2
sehr aufmerksam und souverän, starke Gesamtleitung.
Spieler des Spiels:
Sebastian Kehl
Erst saß Sebastian Kehl draußen, dann entschied er per fulminantem Fernschuss den spannenden Pokalfight: Das war das Highlight des Abends.

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