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Rot-Weiss Essen

 - 

1. FC Union Berlin

 

n.V. 0:1

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Rot-Weiss Essen
1. FC Union Berlin
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.








91.
105.



106.
120.

Essen zwingt Union in die Verlängerung

Terodde stemmt sich gegen die Wiederholung

Den Zuschauer im Stadion musste es wie ein Déjà-vu vorgekommen sein: Wie im Vorjahr zwang Rot-Weiss Essen den Zweitligisten Union Berlin in der ersten Runde des DFB-Pokals in die Verlängerung und stand mit einem Bein schon in der Neuauflage des letztjährigen Elfmeterschießens. Doch ein Last-Minute-Tor der "Eisernen" machte allen Träumen jäh ein Ende - der Favorit setzte sich diesmal, wenn auch glücklich, durch.

Unions Mattuschka schirmt gegen Essens Koep den Ball ab.
Unions Mattuschka schirmt gegen Essens Koep den Ball ab.
© imagoZoomansicht

Essens Trainer Waldemar Wrobel tauschte nach dem 3:2-Sieg gegen den SV Verl auf drei Positionen Personal. Für Telch, Laletin und Lemke durften Dombrowka, Wagner und Guirino ran.

Union-Coach Uwe Neuhaus reagierte auf die 0:1-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig mit drei Wechseln, schickte Mattuschka, Kohlmann und Stuff für Schönheim, Belaid und Jopek ins Rennen.

Vor einer lautstarken und stimmungsvollen Kulisse im Essener Stadion hatte Union deutliche Anlaufschwierigkeiten. Der Regionalligist präsentierte sich quirlig, lauffreudig und hatte nach einem ersten Eckball auch die erste Chance der Partie. Dombrowka köpfte aus kurzer Distanz aufs Berliner Gehäuse, Haas stand aber richtig und parierte (2.).

Es dauerte lange, ehe sich die Neuhaus-Elf gegen die sich auch kämpferisch auf der Höhe befindenden Essener etwas freispielen konnte. Dann aber wackelte die RWE-Defensive. Silvio wartete mit dem ersten Abschluss für seine Farben auf (18.), dann wurde vor allem versucht, Terodde in Position zu bringen. Der Angreifer vergab aber die sich bietenden Möglichkeiten allesamt: Ein Abspiel am Fünfmeterraum zu Parensen ging daneben (19.), ein Distanzschuss strich haarscharf links am Tor vorbei (20.) und auf Pfertzel-Flanke traf Terodde nur das Außennetz (26.).

Berlins gefährlichste Phase in Halbzeit eins war damit auch schon wieder beendet. Essen stellte sich wieder kompakter auf, begegnete dem spielerisch überlegenen Zweitligisten wieder etwas mehr auf Augenhöhe und vergab dabei gar nach einem gelungenen Konter die Führung. Koep scheiterte an Haas und Pires-Rodrigues setzte den Nachschuss knapp drüber (28.). Die Köpenicker kontrollierten danach die Partie weiter, kamen aber nicht mehr zwingend in Tornähe.

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Berlin spielbestimmend, aber wenig zwingend

Es war auch im zweiten Durchgang eine ausgeglichene Partie. Union tat mehr, biss sich aber ein ums andere Mal die Zähne am Essener Abwehrbollwerk aus und kam fast gar nicht in den gegnerischen Strafraum. Mattuschkas Distanzversuch war dem Tor da noch am nächsten (49.). Derweil setzte Essen aber immer wieder kleine Nadelstiche, wie bei Avdic' Schuss (52.) oder Koeps Kopfball (61.).

Uwe Neuhaus stellte um, nahm seinen Kapitän Mattuschka runter und brachte mit dem Chilenen Gallego einen frischen Akteur. Und tatsächlich: Unions Aktionen wurden wieder etwas zwingender. Ganz nahe am Führungstor befand sich Parensen, der aus vollem Lauf den Ball an den linken Pfosten drosch (73.), auch bei Kohlmanns Freistoß fehlte nicht allzu viel zum 1:0 (77.).

Kurz vor Ende der regulären Spielzeit drückte Union immer mehr: Menz schoss aus großer Distanz scharf (86.), Kohlmann visierte die obere Torhälfte an (87.), beide Male zeigte sich RWE-Keeper Lamczyk auf der Höhe. Rodenberg vergab noch eine gute Kontergelegenheit (89.), dann war es Fakt: Wie im Vorjahr mussten beide Kontrahenten in der ersten Pokalrunde in die Verlängerung gehen.

Union im Glück - Die Verlängerung bringt die Entscheidung

In der Extra-Zeit geschah zunächst nicht viel. Beide Seiten nutzten die Gelegenheit zu weiteren Wechseln, so musste auch der erst wenige Minuten auf dem Platz stehende Lemke wieder runter. Essens Trainer brachte Sawin und beendete das knapp 20-minütige Intermezzo. Torgelegenheiten gab es erst nach dem erneuten Seitenwechsel. Dann fand Terodde mal wieder einen Weg, Lamczyk zu beschäftigen. RWEs Torwart parierte prächtig (108.) und bedankte sich dann herzlich bei Nemec, der ihm den Ball aus allerbester Position schwach und harmlos in die Arme schob (110.).

Die Entscheidung fiel dann in buchstäblich letzter Minute. Alles wartete schon auf das Elfmeterschießen, als Terodde eine Vorlage von Zoundi kaltschnäuzig verwandelte und alle Essener Träume vom Weiterkommen jäh beendete.

Nach dem spannenden Pokalfight gastiert Rot-Weiss Essen in der Regionalliga am Samstag bei Fortuna Köln. Union Berlin tritt bereits am Freitag (18 Uhr) beim Aufsteiger SV Sandhausen an.

20.08.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Rot-Weiss Essen
Aufstellung:
Wagner    
Rodenberg    
Heppke        
Grummel        
K. Avci    
Grund
Koep    

Einwechslungen:
79. H. Lemke     für Grummel
98. Sawin für H. Lemke
103. Ellmann für Koep

Trainer:
Wrobel
1. FC Union Berlin
Aufstellung:
Haas
Puncec    
Stuff
Karl    
Zoundi
Mattuschka            
Terodde    
Silvio    

Einwechslungen:
46. Menz für Puncec
64. Gallegos für Mattuschka
91. Nemec für Silvio

Trainer:
Neuhaus

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Terodde (120., Rechtsschuss, Zoundi)
Gelbe Karten
RW Essen:
Rodenberg
(1. Gelbe Karte)
,
Grummel
(1.)
,
K. Avci
(1.)
,
Heppke
(1.)
,
Wagner
(1.)
Union:
Mattuschka
(1. Gelbe Karte)
,
Karl
(1.)

Spieldaten

Rot-Weiss Essen       1. FC Union Berlin
Tore 0 : 1 Tore
 
Torschüsse 14 : 24 Torschüsse
 
gespielte Pässe 293 : 670 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 199 : 555 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 94 : 115 Fehlpässe
 
Passquote 68% : 83% Passquote
 
Ballbesitz 32% : 68% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 45% : 55% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 20 : 23 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 23 : 21 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 2 Abseits
 
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Spielinfo

Anstoß:
20.08.2012 18:30 Uhr
Stadion:
Stadion Essen, Essen
Zuschauer:
12500
Schiedsrichter:
Martin Petersen (Stuttgart)
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